5-Seen-Wanderung in Pizol: Eine der schönsten Wanderungen der Schweiz!

19. August 2021

Die 5-Seen Wanderung auf dem Pizol wird oft als schönste Panorama Wanderung der Schweiz bezeichnet. Ursprünglich sind wir durch Instagram auf die Wanderung aufmerksam geworden, als Claudia ein phantastisches Foto vom Wildsee gesehen hat. Das Bild hat eindruck hinterlassen und seit dem wir in der Schweiz leben, möchten wir die Wanderung unbedingt machen. Im August 2021 war es endlich so weit – 4 Jahre nach der Entdeckung des Fotos!

Fakten der Wanderung
  • Wanderdistanz: 10.89 km
  • Wanderzeit: 4:30 h, mit Fotos und Pausen haben wir 6:30 h benötigt
  • Höhenmeter Aufstieg: 586 m
  • Höhenmeter Abstieg: 925 m
  • Schwierigkeitsgrad: Mittel
  • Anforderungen: Gute Wanderschuhe, Trittsicherheit, gute Kondition

    An den Wochenenden im Sommer ist die Wanderung sehr gut besucht. So auch an unserem Wochenende. Wie eine Ameisenkolonie sind wir die Wanderwege entlanggegangen. Wer Menschenmassen vermeiden möchte, sollte den Weg unbedingt unter der Woche gehen!

 

Anreise & Kosten

Die Wanderung ist sowohl sehr gut mit dem öffentlichen Verkehr, als auch mit dem Auto erreichbar. Es gibt sehr viele Parpklätze und ein Tagesticket für das Auto kostet 5 CHF.
Ein Bus von Sargans fährt bis an die Gondelstation, welche „Pizol Seilbahnen“ heißt.
Von der SBB gibt es ein 5- Seen-Wanderungs-Ticket, bei dem auf die Gondelfahrt noch 20 % Ermäßigung hinzukommt. Das haben wir genutzt, haben also unsere Zugtickets in Kombination der Seilbahntickets gekauft und noch einmal 20 % gespart. Das entsprechende Angebot findet ihr hier.
Die Kosten für die Seilbahn sind 46,00 CHF pro Person, mit Halbtax/ GA oder für Kinder sind es 23,00 CHF. Im Preis enthalten sind die Gondel-, & Sesselliftfahrten bis zur Pizolhütte und wieder Retour. 

Nach einer Gondelfahrt und zwei Sesselliftfahrten später, befinden wir uns bei der Pizolhütte auf 2227 m. Die Fahrten bis hier oben dauern schon eine gute dreiviertelstunde, weshalb wir erst um 09:00 Uhr mit der Wanderung starten konnten. Plant unbedingt genug Zeit für eure Wanderung ein, damit ihr nicht die letzte Sessellift- bzw. Gondelabfahrt verpasst!
Wir würden die Wanderung nicht nach 10:00 Uhr starten.
Die erste Gondel fährt um 08:15 Uhr.
An der Pizolhütte gehen wir noch einmal auf die Toilette, denn auf dem kompletten Wanderweg wird es keine Gelgenheit mehr geben Sanitäre Anlagen zu benutzen.

See #1 Wangsersee

Der Wangsersee ist der erste der fünf Seen. Von der Pizolhütte müsst ihr euch erst kurz links halten und etwa zehn Minuten den Hügel hochlaufen. Dort versteckt er sich. Die meisten Leute lassen den See einfach weg oder verpassen ihn, da er auf der entgegengesetzten Richtung der restlichen Wanderung liegt. 
Da er (ehrlicherweise) nicht so sehenswert ist, ist das aber gar nicht tragisch. Man kann sich auch direkt auf den Weg zum zweiten See machen und somit eine 4-Seen-Wanderung machen.

See #2 Wildsee

Der erste Teil der Wanderung führt uns steil bergauf. Für mich war das der anstrengendste Teil. Es geht später zwar noch einmal steil bergauf, aber da hat man sich bereits eingelaufen. Plötzliche Anstiege direkt zu Beginn benötigen einfach immer etwas mehr Energie bei mir! Der Pizolgletscher ist hier auch in Sichtweite. Allerdgins ist er in den letzten Jahren ziemlich geschrumpft. Durch die steinige Wildseelücke kommen wir nun also zum zweiten See: Den Wildsee.
Und ja, die Farbe ist wirklich so! Wir sind aus dem staunen nicht mehr rausgekommen und haben hier unsere erste Rast eingelegt.

See #3 Schottensee

Nach dem Aufstieg zum Wildsee geht es nun bergab zum Schottensee. Der Abstieg dauert nicht lange und der dritte See ist auch schnell zu sehen. Er ist deutlich dunkelblauer als der zweite See, jedoch auch von einer wunderschönen Farbe! Schwer zu sagen, welcher von beiden schöner ist. Mir persönlich hat der Wildsee etwas besser gefallen. Alex findet den Schottensee einen ticken besser, da man hier leichter ans Wasser kommt um sich mal abzukühlen (was auch einige Leute gemacht haben).

See #4 Schwarzsee

Nach einer weiteren Pause am Schottensee müssen wir uns nun etwas beeilen, wir wollen ja nicht die letzte Sesselliftfahrt verpassen. Erst einmal geht es wieder ein Stück bergauf, nur um euch dann wieder ein gutes Stück nach unten zu schicken. Ihr erreicht nach etwa einer Stunde den sehr dunklen Schwarzsee.

See #5 Baschalvasee

Den wunderschönen Schwarzsee bestaunen wir nicht so lange, da wir direkt weiter möchten zu unserem letzten See. Bis zur Talstation werden ab hier noch knapp zwei Stunden angegeben. Es geht erneut steil bergauf. Oben angekommen findet ihr, neben dem Blick auf das Rheintal, eine große Anzahl Steinmannlis (aufeinander gestapelte Steine). Ursprünglich waren es 5 Steinmannli, seit den 60er Jahren kamen immer mehr hinzu und mittlerweile sind es über 50.
Ab hier geht es nur noch bergab bis ihr zum letzten See kommt: den Baschalvasee.
Er wurde von Kühen nur so belagert, aber es hat sich trotzdem der ein oder andere dort für eine Rast niedergelassen.

Ende der Wanderung

Vom letzten See geht es hinunter Richtung Bergstation Gaffia. Es ist teilweise steil und das Geröll verlangt Trittsicherheit. Kurz vor der Bergstation gibt es ein kleines Berghaus, die Alte Alp Gaffia.
Bekannt ist diese vorallem für ihre Gerstensuppe. Da wir uns gut verpfelgt haben, sind wir aber nicht eingekehrt.
Die Sesselbahn bringt uns wieder zurück zur Gondelstation. Hier haben wir die Möglichkeit eines Toilettengangs endlich genutzt und uns noch einmal ausgeruht, bevor wir mit der abschliessenden Gondelfahrt unseren wunderschönen Wanderausflug beenden.

Unser Fazit zur Wanderung ist: An Wochenenden sehr voll, aber definitiv nicht ohne Grund! Die Gegend und die Seen sind wirklich einmalig schön und wir können die Wanderung jedem empfehlen.

Hast du die 5-Seen-Wanderung bereits gemacht oder hast du noch vor sie zu machen?

Geschrieben von Claudia

19. August 2021

Hi, wir sind Claudia & Alex!

Zuhause, Schweiz

Wir sind zwei reisesüchtige mit Vollzeitjob. Den Blog „Globusgeflüster“ betreiben wir mit voller Leidenschaft in unserer Freizeit. Da wir 2017 in die Schweiz ausgewandert sind, war der Blog ursprünglich als Seite für Familie und Freunde in Deutschland gedacht. Mittlerweile haben wir aber viele neue Leser dazu gewonnen und der Blog wächst stetig weiter.

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