5-Seen-Wanderung in Pizol: Eine der schönsten Wanderungen der Schweiz!

5-Seen-Wanderung in Pizol: Eine der schönsten Wanderungen der Schweiz!

Die 5-Seen Wanderung auf dem Pizol wird oft als schönste Panorama Wanderung der Schweiz bezeichnet. Ursprünglich sind wir durch Instagram auf die Wanderung aufmerksam geworden, als Claudia ein phantastisches Foto vom Wildsee gesehen hat. Das Bild hat eindruck hinterlassen und seit dem wir in der Schweiz leben, möchten wir die Wanderung unbedingt machen. Im August 2021 war es endlich so weit – 4 Jahre nach der Entdeckung des Fotos!

Fakten der Wanderung
  • Wanderdistanz: 10.89 km
  • Wanderzeit: 4:30 h, mit Fotos und Pausen haben wir 6:30 h benötigt
  • Höhenmeter Aufstieg: 586 m
  • Höhenmeter Abstieg: 925 m
  • Schwierigkeitsgrad: Mittel
  • Anforderungen: Gute Wanderschuhe, Trittsicherheit, gute Kondition

    An den Wochenenden im Sommer ist die Wanderung sehr gut besucht. So auch an unserem Wochenende. Wie eine Ameisenkolonie sind wir die Wanderwege entlanggegangen. Wer Menschenmassen vermeiden möchte, sollte den Weg unbedingt unter der Woche gehen!

 

Anreise & Kosten

Die Wanderung ist sowohl sehr gut mit dem öffentlichen Verkehr, als auch mit dem Auto erreichbar. Es gibt sehr viele Parpklätze und ein Tagesticket für das Auto kostet 5 CHF.
Ein Bus von Sargans fährt bis an die Gondelstation, welche „Pizol Seilbahnen“ heißt.
Von der SBB gibt es ein 5- Seen-Wanderungs-Ticket, bei dem auf die Gondelfahrt noch 20 % Ermäßigung hinzukommt. Das haben wir genutzt, haben also unsere Zugtickets in Kombination der Seilbahntickets gekauft und noch einmal 20 % gespart. Das entsprechende Angebot findet ihr hier.
Die Kosten für die Seilbahn sind 46,00 CHF pro Person, mit Halbtax/ GA oder für Kinder sind es 23,00 CHF. Im Preis enthalten sind die Gondel-, & Sesselliftfahrten bis zur Pizolhütte und wieder Retour. 

Nach einer Gondelfahrt und zwei Sesselliftfahrten später, befinden wir uns bei der Pizolhütte auf 2227 m. Die Fahrten bis hier oben dauern schon eine gute dreiviertelstunde, weshalb wir erst um 09:00 Uhr mit der Wanderung starten konnten. Plant unbedingt genug Zeit für eure Wanderung ein, damit ihr nicht die letzte Sessellift- bzw. Gondelabfahrt verpasst!
Wir würden die Wanderung nicht nach 10:00 Uhr starten.
Die erste Gondel fährt um 08:15 Uhr.
An der Pizolhütte gehen wir noch einmal auf die Toilette, denn auf dem kompletten Wanderweg wird es keine Gelgenheit mehr geben Sanitäre Anlagen zu benutzen.

See #1 Wangsersee

Der Wangsersee ist der erste der fünf Seen. Von der Pizolhütte müsst ihr euch erst kurz links halten und etwa zehn Minuten den Hügel hochlaufen. Dort versteckt er sich. Die meisten Leute lassen den See einfach weg oder verpassen ihn, da er auf der entgegengesetzten Richtung der restlichen Wanderung liegt. 
Da er (ehrlicherweise) nicht so sehenswert ist, ist das aber gar nicht tragisch. Man kann sich auch direkt auf den Weg zum zweiten See machen und somit eine 4-Seen-Wanderung machen.

See #2 Wildsee

Der erste Teil der Wanderung führt uns steil bergauf. Für mich war das der anstrengendste Teil. Es geht später zwar noch einmal steil bergauf, aber da hat man sich bereits eingelaufen. Plötzliche Anstiege direkt zu Beginn benötigen einfach immer etwas mehr Energie bei mir! Der Pizolgletscher ist hier auch in Sichtweite. Allerdgins ist er in den letzten Jahren ziemlich geschrumpft. Durch die steinige Wildseelücke kommen wir nun also zum zweiten See: Den Wildsee.
Und ja, die Farbe ist wirklich so! Wir sind aus dem staunen nicht mehr rausgekommen und haben hier unsere erste Rast eingelegt.

See #3 Schottensee

Nach dem Aufstieg zum Wildsee geht es nun bergab zum Schottensee. Der Abstieg dauert nicht lange und der dritte See ist auch schnell zu sehen. Er ist deutlich dunkelblauer als der zweite See, jedoch auch von einer wunderschönen Farbe! Schwer zu sagen, welcher von beiden schöner ist. Mir persönlich hat der Wildsee etwas besser gefallen. Alex findet den Schottensee einen ticken besser, da man hier leichter ans Wasser kommt um sich mal abzukühlen (was auch einige Leute gemacht haben).

See #4 Schwarzsee

Nach einer weiteren Pause am Schottensee müssen wir uns nun etwas beeilen, wir wollen ja nicht die letzte Sesselliftfahrt verpassen. Erst einmal geht es wieder ein Stück bergauf, nur um euch dann wieder ein gutes Stück nach unten zu schicken. Ihr erreicht nach etwa einer Stunde den sehr dunklen Schwarzsee.

See #5 Baschalvasee

Den wunderschönen Schwarzsee bestaunen wir nicht so lange, da wir direkt weiter möchten zu unserem letzten See. Bis zur Talstation werden ab hier noch knapp zwei Stunden angegeben. Es geht erneut steil bergauf. Oben angekommen findet ihr, neben dem Blick auf das Rheintal, eine große Anzahl Steinmannlis (aufeinander gestapelte Steine). Ursprünglich waren es 5 Steinmannli, seit den 60er Jahren kamen immer mehr hinzu und mittlerweile sind es über 50.
Ab hier geht es nur noch bergab bis ihr zum letzten See kommt: den Baschalvasee.
Er wurde von Kühen nur so belagert, aber es hat sich trotzdem der ein oder andere dort für eine Rast niedergelassen.

Ende der Wanderung

Vom letzten See geht es hinunter Richtung Bergstation Gaffia. Es ist teilweise steil und das Geröll verlangt Trittsicherheit. Kurz vor der Bergstation gibt es ein kleines Berghaus, die Alte Alp Gaffia.
Bekannt ist diese vorallem für ihre Gerstensuppe. Da wir uns gut verpfelgt haben, sind wir aber nicht eingekehrt.
Die Sesselbahn bringt uns wieder zurück zur Gondelstation. Hier haben wir die Möglichkeit eines Toilettengangs endlich genutzt und uns noch einmal ausgeruht, bevor wir mit der abschliessenden Gondelfahrt unseren wunderschönen Wanderausflug beenden.

Unser Fazit zur Wanderung ist: An Wochenenden sehr voll, aber definitiv nicht ohne Grund! Die Gegend und die Seen sind wirklich einmalig schön und wir können die Wanderung jedem empfehlen.

Hast du die 5-Seen-Wanderung bereits gemacht oder hast du noch vor sie zu machen?

Eine Woche Portugal – Route für deinen Roadtrip!

Eine Woche Portugal – Route für deinen Roadtrip!

Perfekte Wellen, Steilküsten und leckeres essen! Vor allem für Camper ist Portugal sehr beliebt, da es tolle Stellplätze gibt, die Preise sehr günstig sind und das Wetter auch noch im Herbst und Winter angenehm ist.
Wir wollten ursprünglich zwei Wochen mit einem Camper Van und Surfbrett die Westküste entlangfahren, doch wegen der Pandemie mussten wir bereits nach einer Woche abbrechen. Was wir erlebt haben und welche Route wir empfehlen, könnt ihr hier nachlesen!

Shortfacts

Empfohlene Reisezeit: Frühling oder Herbst
Hier sind die Temperaturen am angenehmsten, im Sommer kann es schon recht heiß werden! Wir selbst waren im September dort und können diesen Monat als Reisemonat absolut empfehlen. Abends kühlt es etwas ab, aber mit einer leichten Jacke war es kein Problem die Sonnenuntergänge am Strand zu genießen.

Empfohlene Reisedauer: mind. 2 Wochen
Wir hatten für unsere Route zwei Wochen geplant, aber dann leider nur eine Woche geschafft. Dadurch haben wir auch einiges verpasst. Was wir noch geplant hatten, wollen wir euch aber natürlich nicht vorenthalten.

Anreise: Direkt mit dem Auto über Frankreich und Spanien oder mit dem Flugzeug nach Porto, Lissabon oder Faro. Wir sind nach Porto geflogen und von Lissabon zurück.

Länge der Route: ca. 1000 Kilometer (wir selbst sind ca. 700 Kilometer gefahren)

Route: Porto – Lissabon – Algarve – Westküste – Sintra – Ericeira – Nazare – Fatima – Lissabon

Maut: Es gibt gebührenpflichtige Autobahnen und mautfreie Strassen. Die Gebühren für die Autobahnen werden entweder an Mautstationen mit direkter Bezahlung oder durch ein elektronisches Systeme erhoben und richten sich nach der gefahrenen Strecke. Manche Camper Verleiher bieten das Erfassungsgerät für die elektrische Maut zusätzlich an. Wir selbst haben nur einmal eine kostenpflichtige Straße genommen um schnell aus Lissabon herauszufahren. Ansonsten können wir die mautfreien Straßen sehr empfehlen, da sie auch sehr schön liegen.

Wildcampen? Seit dem 09. Januar 2021 gibt es ein neues Gesetz, dass das übernachten außerhalb zugelassener Camping- und Stellplätze verbietet! Es war vorher auch schon verboten, allerdings wurde es überall toleriert, doch nun wird härter durchgegriffen. Portugal hatte massive Probleme mit Wildcampern, welche ihren Müll einfach in der Natur hinterlassen haben. Demnach darf nur noch dort geparkt werden, wo es explizit erlaubt ist.

Sicherheit mit dem Auto: Wir können nur von unserer persönlichen Erfahrung sprechen und können sagen, dass wir keinerlei negativen Vorkommnisse hatten. Gerade an der Algarve soll es öfters zu Einbrüchen und Diebstählen am und im Auto kommen, doch wir waren davon nicht betroffen und haben auch nichts dergleichen mitbekommen. Dennoch ist ein gesundes Maß an Vorsicht geboten.

Anreise nach Porto

Wir haben uns für die Anreise mit dem Flugzeug entschieden. Es ging für uns von Zürich nach Porto, denn die Flugverbindung war günstiger und wir dachten uns, dann schauen wir uns Porto auch einfach noch mit an.
Der Ersteindruck der Stadt war wirklich sehr gut, allerdings haben wir sehr wenig Zeit hier verbracht, weshalb wir keine Empfehlungen aussprechen können.
Mit dem Flixbus sind wir dann in etwa drei Stunden nach Lissabon gefahren. Der Preis betrug nur 11,48 € pro Person und ist für so eine Strecke wirklich super günstig!

Lissabon

Lissabon ist eine so große Stadt und wir könnten sicher einen eigenständigen Blogbeitrag zu Portugals Hauptstadt schreiben! Vielleicht machen wir das auch mal, wenn wir noch mehr gesehen haben.
Ihr solltet zunächst durch Lissabons Gassen schlendern und einfach mal den Flair erleben. Sehr zentral gelegen gibt es die „Pink Street“ und diese ist bekannt für ihre, nunja, pinke Straße! Sie gibt eine nette Fotolocation ab. In der Nähe werdet ihr einige Restaurants, Pubs und andere lokale finden. Irgendwann werdet ihr sicher recht schnell zum großen Platz „Praça do Comércio“ kommen. Mit seinem großen Triumphbogen und der Reiterstatue ist es ein beliebtes Touristenziel. Bis 1755 gab es hier sogar einen Palast, doch dieser wurde, wie viele Teile Lissabons, von einem starken Erdbeben zerstört.
Für viele ist es ein absolutes Highlight mit der Straßenbahn zu fahren, vor allem mit der brühmten Tram 28! Der originale Wagen aus dem Jahr 1930 ist von innen komplett aus Holz gebaut. Zudem gibt es noch drei Standseilbahnen, die optisch an die Tram 28 erinnern. Sie fahren verschiedene Hügel hinauf und hinab. damit höher gelegene Stadtviertel leichter erreicht werden.
Nicht so Zentral, aber eine Reise wert ist der „
Belém Tower“ oder auch „Torre De Beelem“. Er wurde ab 1521 als Leuchtturm genutzt und ist eines der Wahrzeichen Lissabons. Seit 1983 ist der Turm UNESCO Weltkulturerbe. Für 3 € kann man auch auf den Turm hinauf. Während wir da waren, war dieser allerdings wegen den Corona Maßnahmen gesperrt.
Auf der Gegenüberliegenden Seite existierte einst ein Zwilligsturm, welcher aber durch das bereits erwähnte große Erdbeben 1755 zerstört wurde.

In Lissabon gibt es übrigens super viele leckere Restaurants! 
Diese haben wir besucht und können sie absolut empfehlen:

  • Manteigaria: Es soll hier die leckersten Pastéis de Natas geben. Und sie sind wirklich lecker! Es handelt sich um ein Gebäck, das praktisch in ganz Portugal zu finden ist –  Blätterteig gefüllt mit Pudding und Zimt.
  • Dallas Burger Joint: Wenn wir euch erzählen, dass wir unseren besten Burger hier gegessen haben – würdet ihr es uns glauben? Es ist wirklich extrem lecker und es gibt sehr viele vegane Optionen.
  • TimeOut Market: Die große Markthalle bietet alles was das Foodie-Herz begehrt. Ob für den kleinen oder großen Hunger.
Mit dem Camper Richtung Algarve

In Lissabon haben wir dann unseren Camper abgeholt und ein Surfbrett ausgeliehen, was wir über den Anbieter Flynsurf gemacht haben. Wir hatten nicht so große Ansprüche an den Camper, weshalb uns ein Basismodell gereicht hat, in den das Brett und wir reinpassen. Mit dem Camperverlieh waren wir sehr zufrieden. Die Kommunikation ist auf Deutsch möglich gewesen, sowohl vorab als auch vor Ort.
Für den Van, Vollkaskoschutz und ein Surfbrett haben wir für 13 Tage Rund 1000,- € bezahlt.

Unser erstes Ziel war direkt an der Algarve. Wir wollten uns vom Süden wieder hocharbeiten, da es von Lissabon wieder nachhause gehen sollte. Alles was wir an der Algarve erlebt haben, könnt ihr in diesem Blogbeitrag nachlesen:

 

Highlights an der Algarve – Südportugal

Portugals Westküste

Wir starten die Westküste vom Cabo De Sao Vicente – der südwestlichsten Spitze Europas, nachdem wir die wunderschöne Algarve besucht haben. Auf dem Weg in den Norden solltet ihr die folgenden Orte anfahren:

  • Cordoama Viewpoint
  • Bordeira’s Beach
  • Arrifana
  • Praia da Monte Clérigo
  • Praia da Amoreira
  • Parque Natural do Sudoste Alentejano e Costa Vicentina
  • Porto das Barcas
  • Parque Natural da Arrabida

Wie viel Zeit ihr an den jeweiligen Orten verbringt solltet ihr für euch entscheiden. Einige Orte sind nur Aussichtspunkte und man fährt schnell weiter, andere laden zum längeren verweilen oder Surfen ein. Wir möchten hier keine Zeiten vorschlagen, denn das schöne am Reisen im Van ist ja die Flexibilität.

Quinta da Regaleira

Wenn ihr wieder vorbei an Lissabon seid, werdet ihr euch in der wunderschönen Region von Sintra wiederfinden. Es gibt einige Tagestouristen von Lissabon nach Sintra, doch ihr solltet für dieses Areal alleine zwei bis drei Tage einplanen! Es ist so wunderschön und wir ärgern uns gewaltig, dass wir nicht mehr Zeit hatten. Da wir zu diesem Zeitpunkt bereits wussten, dass wir recht bald wieder das Land verlassen müssen, haben wir nur einen einzigen Tag gehabt. Diesen einen Tag haben wir genutzt um uns ein Bucketlist Ziel zu erfüllen: Die Quinta da Regaleira.
Wir hatten eher den Eindruck wir laufen durch ein Filmsetting, als durch ein altes Anwesen. Mich hätte nicht gewundert, wenn ich plötzlich einer Fee begegnet wäre.
Seit 1910 steht das Märchenschloss mitsamt einem großzügigen Park mit Seen, Brunnen, Brücken und einem unterirdischen Tunnelsystemen dort. Wir hätten unseren Tag in Sintra wahrscheinlich nicht besser nutzen können und würden die Anlage wirklich jedem empfehlen. Ein Brunnen ist besonders bekannt, welchen man auch hinabsteigen kann. Er soll das Tor zur Hölle symbolisieren. Unten angekommen, gelangt man durch ein Höhlensystem auch wieder hinaus. 
Geöffnet ist die Anlage Montag bis Freitag von 10:00 Uhr bis 18:30 Uhr
Der Eintritt beträgt 10,00 € pro Person.

Ericeira, Nazaré und Fatima

Leider konnten wir die oben stehenden Orte nicht mehr besuchen und mussten nach Lissabon um unseren Van abzugeben. Ericeira soll einer der besten Orte zum surfen sein und wir wollten hier etwas Zeit verbringen. Nazaré ist für Surfer legendär, denn hier befindet sich die größte Welle, die jemals gesurft wurde (27,5 Meter!). Die Wellen sind hier oft sehr groß, sodass es auch für nicht-surfer sehr spannend anzusehen ist.
Für etwas Kultur sollte der Wallfahrtsort Fátima sorgen. Die Stadt beherbegt ein Heiligtum: eine römisch-katholischen Kirche, welche jährlich von mehreren Millionen Pilgern besucht wird. Die neue Basilika zur Heiligsten Dreifaltigkeit von 2009 ist die viertgrößte katholische Kirche der Welt und der bislang größte Kirchenneubau des 21. Jahrhunderts.

Wir hoffen unser kurzer Überblick über eine mögliche Route durch Portugal hat euch gefallen und wir konnten für die Reiseplanung helfen oder einfach zum Träumen einladen! Welchen Ort würdet ihr aus unserer Liste gerne besuchen?

Highlights an der Algarve – Südportugal

Highlights an der Algarve – Südportugal

Die Algarve – ein deutscher Urlaubsklassiker!
Die orangenen Steilküsten, die warmen Temperaturen und das gute Essen locken jedes Jahr viele Touristen hier hin. Doch was gibt es alles zu sehen? Wir zeigen euch unsere Highlights, welche wir mit einem Camper Van abgefahren sind.

Benagil Höhle

Wir starten unsere „Must-See“-Orte direkt mit einem absoluten Kracher: Die Benagil Höhle.
Ein bekannter Instagram Hotspot, den wir eine ganze Stunde für uns alleine hatten. Tipp: Früh aufstehen lohnt sich! Aber wie kommt man denn eigentlich in die Höhle?
Unser Ausgangspunkt ist der Praia de Benagil. Keine Sorge, in der Nähe gibt es viele kostenfreie Parkplätze. Wir haben am Tag vorher in der Nähe in einem Wald übernachtet und sind dann sehr früh an den Parkplatz gefahren, welcher noch nahe zu leer war.
Um 07:00 Uhr morgens sind wir dann vom Strand aus einfach in die Höhle geschwommen. Von diesem Strand aus liegt die Höhle linker Hand.
Das klingt jetzt vielleicht einfach, allerdings wird das nicht empfohlen, denn bei starken Wellengang kann das auch ziemlich gefährlich werden. Da wir so früh unterwegs waren, war kein Wellengang vorhanden und wir konnten sehr gemütlich schwimmen.
Wir waren zwei Mal in der Höhle, beim ersten Mal hat sich Alex auf seinem Surfbrett ins die Höhle gepaddelt, da ich dachte es wäre recht weit und ich es nicht schaffen würde die Strecke zu schwimmen. Aber es ist wirklich nur ein kurzes Stück, weshalb wir am nächsten Tag zusammen reingeschwommen sind.
Um 08:00 Uhr kamen die ersten Leute, die eine Kayak Tour gebucht hatten, wir hatten also die Höhle eine Stunde für uns alleine, was für so einen Hot Spot nicht selbstverständlich ist. Corona hat natürlich auch dazu beigetragen.
Wer nicht schwimmen möchte hat noch folgende Möglichkeiten:

  • eine der angebotenen Bootstouren machen
  • ein Kajak mieten oder eine Kajak Tour machen
  • SUP mieten und reinpaddeln
  • mit einem eigenen Surfboard, SUP oder Luftmatratze vom Strand zur Höhle paddeln.

Man kann die Höhle auch von Oben anschauen, was aber nicht annähernd so spannend ist, wie in der Höhle zu stehen. Wenn man aber schon da ist, sollte man einen Spaziergang an den Klippen machen.

Algar Seco

Die zwei berühmten Fenster an der Algarve sind ein beliebter Fotospot. Aber abgesehen davon, sind die Höhlen ziemlich interessant und man kann Touristen auf dem Boot zuwinken, während sie Fotos von einem machen. 😉
Viele kleine Treppen und Wege führen um die Felsen herum und man kann sich hier definitiv länger aufhalten, als nur für das obligatorische Instagram Foto.

In den Wintermonaten ist der Eingang zu der Höhle abgesperrt.

Ponta de Piadade

Die Felsformationen der Ponta da Piadade gehören zu den schönsten der ganzen Algarve.
Die Kalksteinküste beherbergt einige Grotten und einen gut ausgebauten Weg auf den Felsen entlang. Es gibt Treppenstufen nach unten um recht nah am Wasser den berühmten Blick auf einen Torbogen zu erhaschen.
Zur richtigen Jahreszeit scheint die Sonne beim Sonnenaufgang durch den Torbogen – spektakulär! Wir haben es leider nur zum Sonnenuntergang geschafft, was aber auch ein tolles Erlebnis war!

Arrifana

Arrifana ist vor allem für Surfer sehr interessant. Es gibt einen Sandstrand mit sehr cleanen Wellen, vor allem für Anfänger ideal. Allerdings sollte man nicht erwarten, dass es leer ist. Im Gegenteil, hier war der vollste Surfspot den wir in angefahren haben.
Um zum Strand zu kommen, ist es auf Grund von Fahreinschränkungen nötig, oberhalb zu parken und dann ca. 10 Minuten herunterlaufen. Mit dem eigenen Fahrzeug ist es nur Bewohnern erlaubt herunterzufahren. Im Sommer gibt es auch einen Shuttle, der euch von oben nach unten fährt. Der Ausblick auf den Strand von Arrifana ist übrigens schon alleine einen Zwischenstopp wert!

Strände über Strände

Es gibt unzählige wunderschöne an der Algarve. Man muss sich eigentlich keinen speziellen aussuchen, denn jeder hat etwas besonderes.
Wir möchten euch folgende Strände ans Herz legen, da sie uns besonders gut gefallen haben:
Praia da Monte Clérigo: Wer absoluter Surfanfänger ist, kann hier gut im Whitewash üben. Abgesehen davon, ist der ruhige Strand wunderschön zum entspannen. Es gibt eine handvoll Restaurants an denen man sich mal etwas gönnen kann.
Praia da Amoreira: Dieser Strand ist etwas besonderes, da am südlichen Ende des Strandes der Fluss Ribeira de Aljezur ins Meer fließt. Durch die weitläufigen Sanddünen verteilen sich die Menschen sehr gut und jeder findet ein plätzchen für sich.
Praia da Luz: Nicht unweit der schönen Stadt Lagos befindet sich der Praia da Luz. Hier kann man sehr gut (aber nicht gerade preiswert) Essen gehen. Wer gerne unter Menschen ist und wem einsame Strände zu langweilig sind, sollte hier vorbeisehen.
Praia dos Tres Irmaos: Wunderschöner Strand mit einigen Felsen im Wasser. Bei Ebbe kann man die volle Pracht der Kalksteinformationen bestaunen.

Cabo de São Vicente

In Portugal könnt ihr die südwestlichste Spitze von Europa besuchen! Klingt ehrlich gesagt etwas aufregender als es ist, denn viel gibt es hier nicht zu sehen. Einen Leuchttum, Souvenierstände und eine Kleinigkeit zu Essen neben dem Blick auf das weite Meer. Wenn man von der südlichen Algarve sowieso an die Westküste fahren möchte, kann man den Sport mitnehmen. Extra dorthin fahren würden wir aber nicht empfehlen!

Was wir verpasst haben

Leider haben wir auch so einiges verpasst, was wir gerne nachholen würden. Falls ihr etwas mehr Zeit für die Algarve mitbringt, könnt ihr sicher das ein oder andere mitnehmen, wie zum Beispiel:

  • Faro
  • Praia da Falésia
  • Praia do Ninho de Andorinha
  • Praia da Camilo
  • Lagos (haben wir leider nur oberflächlich besucht) inkl. Praia da Batata

Wir hoffen unsere Zusammenfassung unserer Algarve Highlights hilft euch bei eurer Reiseplanung! Schreibt und gerne einen Kommentar, welchen Ort ihr dort unbedingt einmal besuchen möchtet!

Die ideale Route für deinen Nordspanien Roadtrip!

Die ideale Route für deinen Nordspanien Roadtrip!

Oh, Nordspanien! Du hast uns verzaubert!
Wir haben beide bisher noch nie das spanische Festland besucht und es war unser erster gemeinsamer Besuch in Spanien überhaupt. Wir hatten keine so grossen Erwartungen, denn durch die Pandemie sind Reisen sehr stark eingeschränkt und uns war nur wichtig zu surfen. Als Spanien zwei Tage vor unserem Urlaubsbeginn kein Risikogebiet mehr war, wussten wir direkt wo wir hinfahren werden.

Shortfacts

Empfohlene Reisezeit: Juni – September
Wir waren im März, das ist nicht gerade der ideale Monat für Spanien, aber zum Surfen war es gut. Das Wasser ist eiskalt, der Swell aber ideal. Wenn ihr nicht gerade Surfer seid, solltet ihr die empfohlene Route eher im Sommer machen. Der September wäre perfekt für eine Kombination aus surfen, wandern und Städtetrips!

Empfohlene Reisedauer: mind. 2 Wochen
Wir waren drei Wochen unterwegs, haben aber dafür sehr viel Zeit in San Sebastian verbracht.

Anreise: Direkt mit dem Auto über Frankreich oder mit dem Flugzeug nach Bilbao

Länge der Route: ca. 1000 Kilometer (mit Optionaler Route ca. 1700 Kilometer)

Route: San Sebastian – San Juan de Gaztelugatxe – Bilbao – Picos de Europa – Gijon – optional: Santiago de Compostela

Parken: Abgesehen von den grösseren Städten kann man oft und viel kostenlos parken. San Sebastian hat sehr hohe Parkgebühren, wir haben hier am Stadtrand kostenfrei geparkt und sind ins Zentrum gelaufen.

Maut: Es gibt mautfreie Strassen, welche wir auch empfehlen würden. Man kommt gut von A nach B, befährt die deutlich schöneren (Küsten-)Straßen und spart Geld.
In Spaniens Mautsystem wird jeder Abschnitt abhängig von der zurückgelegten Strecke und der Fahrzeugklasse abgerechnet. 100 Kilometer kosten hier in etwa 10 €.
Bei der Auffahrt auf eine kostenpflichtige Strecke wird ein Maut-Ticket gezogen und beim verlassen der Strecke wird dann der Betrag in Bar oder mit Kreditkarte gezahlt. Wichtig: EC-Karten funktionieren hier nicht!

Wildcampen? Ist nicht erlaubt, wird aber grösstenteils geduldet. Da wir im März da waren, war es für uns zu kalt im Dachzelt. Eine Nacht haben wir im Zelt geschlafen und hatten keine Probleme.

Sicherheit in Spanien mit dem Auto: Wir haben vorab regelmässig Horrorgeschichten gehört über verschiedene Maschen, Betrüger, Autoaufbrüche oder gar Autodiebstähle. Wir können nur von unserer persönlichen Erfahrung sprechen – negative haben wir dabei keine gemacht. Die Leute Vorort waren alle super freundlich. Dennoch ist ein gesundes Maß an Vorsicht geboten.
Eine, scheinbar häufige, Masche von der wir gelesen haben wollen wir hier kurz erwähnen. Während der Fahrt macht euch jemand darauf aufmerksam, dass am Auto etwas nicht zu stimmen scheint. Wenn ihr anhaltet und die Person euch vermeintlich helfen möchte, werden Wertsachen im Auto von einer zweiten Person entwendet.
Uns ist wie gesagt so etwas nicht wiederfahren, aber sag niemals nie.
In Spanien kann man auch Unterkünfte mit Kameras an den Parkplätzen buchen, das scheint dort auch noch recht üblich zu sein.

Dieser Roadtrip ist etwas für Naturliebhaber und Surfer
Mautstrassen wurden von uns in Spanien komplett vermieden. Es dauert länger, man hat aber definitiv die schönere und günstigere Strecke.

Anreise

Wir sind mit unserem eigenen Auto angereist. Unser erster Stopp, San Sebastian, liegt praktisch an der Grenze zu Frankreich, weshalb es für uns möglich war an einem Tag  durchzufahren.
Entspannter ist natürlich, wenn man die Fahrt auf zwei oder drei Tage aufteilt und noch etwas schönes in Frankreich mitnimmt.
In Frankreich sind wir auf den Mautstrassen gefahren, da wir einfach schnell nach Spanien wollten. Pro Strecke haben wir um die 120 € für die Mautstrasse unseres Klasse 2 Wagens bezahlt.
Wem das zu anstrengend ist, hat die Möglichkeit mit dem Flugzeug zu fliegen. Auf unserer Route bietet sich hier die Stadt Bilbao oder Biarritz (welches noch in Frankreich liegt) an. In beiden Städten lassen sich auch ohne Probleme Mietwagen vom Flughafen aus mieten.

San Sebastian

Zu San Sebastian haben wir einen eigenständigen Artikel verfasst:
San Sebastian – Das darfst du nicht verpassen!
Wenn es sich zeitlich einrichten lässt, solltet ihr den sehr nahen Strand in Zarautz einen besuch abstatten. Es ist ein hübsches kleines Örtchen mit guten Wellen für Surfer.
Wenn ihr weiter westlich fahrt könnt ihr noch den „Flysch de Zumaia“ mitnehmen. Die Steilküste ist an sich schon sehr sehenwert, doch bei Ebbe lassen sich die Gesteinsformationen (Geologischer Fachbegriff „Flysch“) am Boden sehr gut erkennen. An der Küste sind verschiedene Gesteinsschichten vorhanden, welche bis zu 66 Millionen Jahre alt sind und verschiedene Zeitabschnitte der Erdgeschichte abbilden. 

San Juan de Gaztelugatxe

Zwischen San Sebastian und Bilbao findet ihr die Perle «San Juan de Gaztelugatxe», welche vor allem Bekanntheit durch „Game of Thrones“ als „Drachenstein“ erlangte. Die Insel ist mit einer Steinbrücke und wirklich vielen Treppenstufen mit dem Festland verbunden.
Es gibt vor Ort einen kostenfreien Parkplatz von dem man gemütlich einen Kilometer bis zum Beginn der Treppenstufen laufen kann. Insgesamt gilt es dann 241 Stufen zu überwinden.
Am Ende des Aufstiegs thront dann eine Kirche, dessen Ursprünge aus den 10. Jahrhundert stammen. Die Kapelle wurde zwei mal zerstört, einmal vom Piraten Francis Drake und einmal von einem Feuer. Beide Male wurde sie wieder aufgebaut und kann heute von Touristen besichtigt werden.

Zum Besichtigen benötigt es übrigens eine kostenfreie Eintrittskarte. So möchte man den Besucherstrom regulieren und ggf. den Eintritt auch unterbinden, wenn es zu viele Leute sind. Die Öffnungszeiten sind von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr. Ausserhalb der Zeiten kommt ihr ohne Probleme – und auch ohne das Ticket herein.
Das Ticket kann einfach hier Online erworben werden.
Der Ort sollte eigentlich ein Highlight für uns werden, jedoch war der der Weg auf Grund eines Erdrutsches gesperrt.
Leider konnten wir den Ort nur über unsere Drohne ansehen.

Die Kapelle auf der Insel ist nur während der Hochsaison im Sommer geöffnet

Adresse: Ermita de San Juan de Gaztelugatxe  – 48370 Bermeo
Picos de Europa

Weiter geht die Reise ins wunderschöne Fischerdorf „San Vicente de la Barquera„. Der Ort liegt direkt am Meer und man kann von hier bereits die Berge des Picos de Europa im Hintergrund sehen. Der Ort ist ein reinstes Postkartenmotiv!
Hier ist es möglich super zu surfen, vor allem wenn die Hotspots wie San Sebastian oder Mundaka zu überfüllt sind. Wir haben hier nur einen kurzen Stopp eingelegt, aber es lässt sich sicher mehrere Tage aushalten.
Für Wanderfreudige geht es nach dem Aufenthalt am Meer erst einmal in die Berge. Im zweitgrössten Nationalpark Spaniens „Picos de Europa“ findet ihr massive Berge, welche im starken Kontrast zu dem stehen, wofür Spanien sonst so bekannt ist. Wer nicht gerne wandert, kann mit dem Auto dennoch viel sehen. Die „Basilika de Santa Maria“ in Covadonga ist eine riesen Kirche mitten in den Bergen. Nicht unweit gibt es auch Bergseen (Lago Ercina und Lago de Enol) zu sehen. Auch hier kommt man gut mit dem Auto hin, allerdings nur unter der Woche. An Wochenenden ist die Zufahrt nur für Busse gestattet.

Wir möchten an dieser Stelle eine Unterkunft empfehlen: Die Casa De Aldea Granja Paraiso in Cangas de Onis.
Wir hatten so eine wundervolle Unterkunft mit sehr lieben Gastgebern. Es gab zum Frühstück selbstgemachten Käse und Eier von den eigenen Hühnern. Es gab Hängematten zum entspannen und Abends konnten wir Billard oder Dart spielen. Vom Bett aus hatten wir Blick auf die Berge – es ist wirklich ein Traum dort!
Nur die Anfahrt ist nichts für schwache Nerven. Die Wege sind recht schmal!

Playa de Gulpiyuri

Von den Bergen geht es wieder ans Meer hinunter. Bevor ihr an die Küstenstadt Gijon fahrt, solltet ihr definitiv einen Abstecher nach „Playa de Gulpiyuri“, einem Binnenstrand, machen. Hier gilt es die Flut und Ebbe Zeiten zu beachten. Wir waren bei Ebbe dort, was uns ein schönes Foto beschert hat, bei Flut kann man aber im Wasser plantschen.
Vom Strand aus kann man an der Küste entlang wandern, wir haben hier einige Kühe und auch Pferde entdeckt. Die Steilklippen sehen wirklich toll aus! 
In der Nähe findet ihr noch das hübsche Örtchen „Ribadesella“ bei dem wir essen waren und uns eine weile die Zeit am Strand vertrieben haben. Wir haben hier einen Tagesausflug von unserer Unterkunft im Picos de Europa gemacht.

 

Gijon

Der letzte Stopp unseres Roadtrips, bevor es wieder für einige Tage nach San Sebastian ging: „Gijon„.
Angekommen, solltet ihr euch nicht von der Strassenführung verunsichern lassen. Die Parkplatzsuche ist zwar etwas schwierig, aber wenn ihr einen gefunden habt, solltet ihr direkt an den „San Lorenzo Beach“ gehen. Absolut atemberaubend ist auch die Universität „Laboral de Gijon„, welche schon von weitem zu sehen ist. Wer gerne im Grünen ist, sollte sich auch den Botanischen Garten nicht entgehen lassen.

Weitere Sehenswürdigkeiten

Wir wollten gerne noch weiter nach Galizien, und zwar an die Orte „Santiago de Compostela„, „Castro de Baroña“ und dem Nationalpark „Islas Atlánticas de Galicia„. Leider konnten wir aufgrund der Covid-Beschränkungen nicht weiterreisen.

Die Hauptstadt des Baskenlandes „Bilbao“ soll viel zu bieten haben, allerdings haben wir die Stadt auf unserem Roadtrip nicht besucht. Uns wurde das Guggenheim-Museum empfohlen und würden wir wahrscheinlich auch besichtigen, wenn wir die Stadt in der Zukunft besuchen werden.

Insgesamt ist Nordspanien wunderschön und vor allem abwechslungsreich für einen Roadtrip. Man hat wundervolle grüne Bäume, die Berge, das Meer, gutes Essen und super schöne Städte. Wirklich perfekt und für uns eine sehr große Überraschung! 

San Sebastian – das darfst du nicht verpassen!

San Sebastian – das darfst du nicht verpassen!

„San Sebastian“, oder mit Baskischem Namen „Donostia“ ist eine der schönsten Küstenstädte, welche wir bisher besuchen durften. Vor allem unter Surfern beliebt, gewinnt die Stadt aber auch bei anderen Reisetypen an immer grösserer Beliebtheit. Uns hat es auch zum Surfen in die Stadt verschlagen. Durch die Pandemie war alles recht spontan und wir haben das Surfbrett ins Auto gepackt und sind 12 Stunden von der Schweiz nach San Sebastian gefahren. Lasst euch von uns inspirieren, was ihr alles in dieser schönen Stadt erleben könnt!

Anreise

Wir erwähnt sind wir selbst mit dem Auto angereist. Da San Sebastian in Nordspanien liegt, praktisch an der Grenze zu Frankreich, ist es möglich an einem Tag durchzufahren.
Wem das zu anstrengend ist, hat die Möglichkeit mit dem Flugzeug zu fliegen. San Sebastian hat keinen Flughafen, allerdings die Stadt Bilbao, oder Biarritz (welches noch in Frankreich liegt). Von diesen beiden Städten ist es auch mit den öffentlichen Verkehr möglich, schnell nach San Sebastian zu fahren.
Es ist natürlich auch möglich die komplette Strecke mit den öffentlichen Verkehrsmittel oder einem Flixbus zurückzulegen, hier müsst ihr einfach etwas mehr Zeit einplanen.

Strände und Surfen

Direkt in der Stadt gibt es zwei tolle Strände. Einmal den Playa de la Concha und den Playa de la Zurriola. Ersterer ist grösser und gut zum relaxen, zweiterer ist etwas kleiner und super um dort zu surfen.
Der Playa de la Concha hat die Form einer Muschel (daher auch der Name) und hat mittig gelegen, das historische Strandbad „La Perla“.
Die Einhemischen gehen mit ihren Hunden bei beiden Stränden regelmässig spazieren, weshalb ihr mit einiger tierischen Gesellschaft rechnen müsst, wenn ihr dort seid.
Da wir im März da waren und es eher kühl gewesen ist, haben sich nicht viele Leute am Strand aufgehalten. In den Sommermonaten platzt es tagsüber aber aus allen Nähten.

Küstenwanderung Camino del Norte

Wenn ihr in der Stadt seid, solltet ihr unbedingt die Küstenwanderung von San Sebastian nach Pasaia durchführen. Die Strecke gehört zum Camino del Norte und ist um die 7-8 Kilometer lang. Man benötigt auf den Hinweg etwa 3 Stunden. Die Strecke ist wunderschön und geht viel durch den Wald, hat einige Aussichtspunkte und oft Blick aufs Meer. Insgesamt ist sie als „einfach“ einzustufen und technisch nicht anspruchsvoll.
Die Wanderung war einer unserer Highlights auf der ganzen Spanien Reise und wir würden sie jedem empfehlen!
Der Startpunkt der Wanderung ist vielleicht ein bisschen schweirg zu finden, denn direkt bei der Tankstelle an der Avenida de Navarra (beim Playa de la Zurriola) muss in die Straße Zemoriya Kalea eingebogen werden.
Es geht erst einige Stufen nach oben und der steile Abschnitt zu Beginn ist auch der anstrengendste der ganzen Wanderung.

Klassische Bänke zum hinsetzen und relaxen gibt es auf der Strecke nicht. Die Wege sind an manchen Stellen allerdings breit genug, um sich auch mal hinsetzen zu können, ohne andere Trailrunner oder Wanderer zu stören.

Zurück kann man entweder die gleiche Strecke wandern, den Bus in Pasaia nach San Sebastian nehmen (Kosten Rund 1.50 € pro Person) oder mit dem etwas schnelleren Zug fahren.
Es ist auch möglich einen schnelleren, aber nicht so schönen Weg an der Strasse zurückzulaufen. Das dauert allerdings nur etwa eine Stunde.

Food Paradies

San Sebastian ist bekannt für sehr gutes Essen und wurde in der Vergangenheit bereits zur Welthauptstadt der Gastronomie gekürt. Abgesehen von gutem Spanischen Essen, gibt es auch leckeres internationales Essen. Übrigens: Pintxo oder auch Pincho ist der baskische Bruder der spanischen Tapas.
Auf jeden Fall probieren solltet ihr den berühmten Käsekuchen, welchen es so wohl nur hier gibt. Eher durch einen „Unfall“ entstanden, ist die Konsistenz des Käsekuchens sehr bliebt und die Basken sind sehr stolz auf ihre Kreation. Von aussen fast angebrannt, von innen noch fast flüssig – so lässt es sich am ehesten beschreiben. Man muss es aber definitiv probiert haben.
Den Käsekuchen solltet ihr im Restautant „La Viña“ probieren. Das Lokal ist bekannt für den besten Kuchen der Stadt!
Restaurant, welche uns ausserdem überzeugt haben waren:

  • Goiko – lecker Burger und Shakes
  • Santa Lucía – für Fans von Churros, mit heisser Schokolade zum dippen
  • Cervecerias La Mejillonera – definitiv die besten Patata Bravas
Viewpoints

In San Sebastian gibt es zwei wundervolle Aussichtspunkte um die Buchten und Stadt zu überblicken.
Der erste Viewpoint ist der Monte Urgull, zwischen Playa de la Concha und Playa de la Zurriola. Man kann hier entspannt nach oben laufen und hat dann einen tollen Blick auf den ersteren Strand. An der Spitze befindet sich noch eine Christusstatue, welche von vielen Seiten der Stadt zu erblicken ist.

Auf der anderen Strandseite geht es auf den Monte Igueldo. Auch hier kann man hochwandern, oder man nimmt die entspannte Variante mit der Seilbahn für 2,30 €. Man sollte aber beachten, dass man die 2,30 € „Eintrittsgebühr“ auch zahlen muss (in Bar!), wenn man zu Fuss nach oben geht, oder wenn man mit dem Auto hoch fährt. Wir würden die Seilbahn empfehlen, da die Fahrt kurzweilig ist und eine tolle Aussicht bietet.
Auf dem Monte Igueldo habt ihr abgesehen von einer tollen Aussicht noch einen kleinen Vergnügungspark, weshalb er für Familien ein tolles Ganztagsziel abgibt.

Der Dritte Viewpoint ist am Start der Küstenwanderung Camino del Norte. Wer die ganze Wanderung nicht machen möchte, sollte sich zumindest den Viewpoint ansehen. Von Playa de Zurriola geht es 10 Minuten einige Treppen nach oben. Wenn ihr angekommen seid, habt ihr eine Traumhafte Aussicht auf die ganze Stadt mit beiden Stränden.

Weitere Sehenswürdigkeiten
  • Das Rathaus: 1897 bis 1924 wurde das Rathaus als Casino genutzt.
  • Kathedrale Buen Pastor: südlich der Altstadt findet ihr die Kathedrale des guten Hirten. Sie ist so hoch, dass ihr sie nicht verfehlen könnt.
  • Punte Maria Christina: In Richtung Urumea – dem Fluss, der durch San Sebastian fliesst, findet sich diese imposante Brücke. In den vier Ecken der Brücke finden sich Statuen, welche 18 Meter in die höhe ragen.
  • Basílica de Santa María del Coro: Eine Barockkirche in der Altstadt von San Sebastian. Der Eintritt beträgt 3 €.

Abschliessend können wir nur sagen, dass wir uns in diese wunderschöne Stadt verliebt haben. Wir haben 10 Tage hier verbracht und einfach nur durch die Gassen zu flanieren lässt unser Herz höher schlagen.
Unsere Tipps lassen sich super für ein verlängertes Wochenende umsetzen, für die Stadt kann man aber gut und gerne eine Woche einplanen.
Wart ihr schon einmal in San Sebastian?