Kappadokien Reisetipps – inkl. Heißluftballonfahrt

Kappadokien Reisetipps – inkl. Heißluftballonfahrt

Jeder, der einigen Reiseaccounts auf Instagram folgt, sieht irgendwann Bilder von Kappadokien. Die karge Märchenlandschaft mit seltsamen Felsformationen und den hunderten Heißluftballons in der Luft. Doch sieht es dort wirklich so aus? Wie oft fliegen eigentlich diese Ballons oder ist das nur Photoshop? Und wie kommt man dort am besten hin?
Lest weiter und erfahrt unsere Reistipps zu einem der faszinierendsten Orte, die wir je besucht haben!

Anreise nach Kappadokien

Viele sind schon mit der Anreise ein wenig überfordert. So leicht scheint man dort nicht hinzukommen, denn Kappadokien liegt in der Zentraltürkei. Doch alles halb so wild!
Als erstes solltet ihr euch überlegen, wo ihr euch genau aufhalten möchtet. Das touristische Zentrum ist in Göreme, da hier auch die Heißluftballons starten. Wir haben 5 Nächte in Göreme verbracht und sind überall gut hingekommen. Wir würden also Göreme auch definitiv für einen Aufenthalt empfehlen. Doch wie kommt man dorthin?
Es gibt zwei Flughäfen, welche ihr ansteuern könnt. 
1. Kayseri – dies ist der etwas größere Flughafen und eine Autofahrstunde von Göreme entfernt. 
Es gibt sehr viele Flüge über Istanbul nach Kayseri. Es scheint wohl auch rare Direktflüge von München nach Kayseri zu geben, so einen haben wir selbst allerdings noch nicht entdecken können.
2. Nevşehir – dies ist ein kleinerer Flughafen von dem ihr nur noch eine halbe Stunde nach Göreme benötigt.
Flüge dorthin sind etwas seltener. Ihr solltet einfach mal beide Flughäfen vergleichen und dann buchen. 

Wenn ihr in einem gehobeneren Hotel untergebracht seid, dann bietet dieser, in der Regel, auch einen Shuttle-Abholservice an. Wir würden euch aber dringend einen Mietwagen empfehlen. Das fahren in der Gegend um Kappadokien ist unkompliziert und es gibt ausserhalb von Göreme auch einiges zu entdecken.

Übernachten in Kappadokien

Die Landschaft von Kappadokien ist für seine besonderen Felsformationen und Höhlen bekannt. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass es eine große Anzahl an Höhlenhotels gibt. Das klingt schlimmer als es ist!
Es gibt so einige luxuriöse Unterkünfte und es ist schon ein kleines Highlight in so einem Hotel zu nächtigen.
Wir selbst haben in den „Sultan Cave Suites“ übernachtet. Da es mein 30. Geburtstag war, wollte ich mir etwas gönnen. Das Hotel ist vor allem durch Instagram sehr berühmt geworden, da es eine phantastische, mit Teppichen ausgelegte, Terasse besitzt. Auf dieser befindet sich auch ein Tisch, der extra jeden Morgen frisch gedeckt wird, um ihn für das perfekte Instagram Foto zu nutzen. Aber zurück zu den Unterkünften. 

Denn keine Sorge, man muss nicht immer 100 € pro Nacht und aufwärts für eine Unterkunft zahlen, denn Kappadokien kann auch für den kleinen Geldbeutel machbar sein. Unsere Bloggerkollegin Bettina zum Beispiel hat für sage und schreibe 4,50 € pro Nacht in einer Unterkunft geschlafen. Sie hatte allerdings nicht vorab gebucht, sondern ist direkt ins „Stay in Peace Cave Hostel“ gegangen und hat mit dem Besitzer gesprochen. Die Pandemie hat ihr wahrscheinlich zusätzlich noch einen Bonus beschert, aber sie ist ein super Beispiel dafür, dass es nicht teuer sein muss.

Heißluftballonfahrt in Kappadokien

Was die meisten Menschen interessiert – fliegen dort wirklich so viele Heißluftballons? Hier gibt es ein ganz klares – Ja! Das ist wirklich so.
Und tatsächlich nicht nur zu einem Event, wie viele annehmen, sondern ungefähr 300 Tage im Jahr. Immer dann, wenn es das Wetter zulässt. Wir selbst waren im November in Kappadokien und hatten schon ein wenig sorge, ob wir zu spät dran sind. Die Sorge war allerdings unbegründet! Jeden Morgen konnten wir den Ballons zusehen und an einen Tag auch selber mitfahren. Ihr solltet wissen, dass die Ballons in der Regel zum Sonnenaufgang starten, im Sommer also wirklich sehr früh. Wir hatten da noch Glück, dass es bei uns erst um 06:30 Uhr losging.
Die Fahrt haben wir über GetYourGuide gebucht im Zusammenhang mit einer Tagestour. Es gab einen Corona-Rabatt und wir haben effektiv nur 126 € pro Person bezahlt – für eine einstündige Ballonfahrt im 16-Personen-Korb, eine Tagestour inkl. Eintrittsgeldern und Mittagessen. Das war definitiv nicht teuer.
Wir haben folgende Tour gebucht: Kappadokien: Heißluftballonfahrt und Tagestour* 

Wer die Heißluftballons nur anschauen möchte, kann dies an folgenden Orten gut machen:
1. Im Love Valley – unser absoluter Favorit! Wir haben hier die Ballons starten und landen sehen und das Tal ist groß genug, um auch mal etwas für sich zu sein bzw. um in Ruhe Fotos zu schießen. 
2. Von der Terasse eures Hotels oder eines Nachbarhotels (am Tag vorher einfach Fragen, ob man auch als Nicht-Gast die Terasse benutzen darf).
3. Vom Göreme Sunset Point – der Name lässt zwar vermuten, dass es eher zum Sonnenuntergang lohnt dorthin zu fahren, allerdings ist es auch zum Sonnenaufgang traumhaft schön!

São Vicente
Göreme Freilichtmuseum

Das Freilichtmuseum in Göreme solltet ihr nicht verpassen! Wir haben das im Zuge unserer Tagestour besucht und es war wirklich sehr wertvoll, dass wir von einer gut ausgebildeten Tourguide begleitet wurden. Vor Ort gibt es nämlich kaum Hinweisschilder und in den Höhlen selbst weiß man dann oft nicht, welcher Raum für was genutzt wurde. So wurden wir aber rundum gut informiert und konnten unsere Fragen stellen.
Es gab auch Informationen zum Geschichtlich-Religiösen Teil Kappadokiens, welcher wirklich sehr interessant ist! Es wird erklärt, wie es dazu kommt, dass es über 800 christliche Kirchen gibt und was aus den Christen wurde. Leider sprengt das den Rahmen des Beitrags, weshalb wir hier nicht darauf eingehen.
Wenn ihr das Freilichtmuseum auf eigene Faust erkunden möchtet kostet das ohne Tourguide 100 TL pro Person.

Die Valleys von Kappadokien

Kappadokien hat so einige Täler, welche erkundet werden können. Entweder ihr lauft zu Fuß oder macht eine Reittour mit einem Pferd. Kappadokien ist übrigens persisch für „Land der schönen (oder wilden) Pferde“. Hier gab es früher wilde und sehr schnelle Pferde, welche aber gut domestizert werden konnten. Dadurch konnte die Gegend sehr schnell bereist werden.
Bis heute hat sich die Tradition der Reittiere gehalten und Touristen können in der kargen Landschaft reiten.
Wir selbst sind lieber zu Fuß unterwegs gewesen. Mit dem Auto kommt man problemlos zu den Tälern und kann dort parken. Meistens zahlt man eine Art Mautgebühr, welche aber nie mehr als 10-20 TL gekostet hat.
Die schönsten Täler sind unserer Meinung nach:
Rose Valley: Hier könnt ihr eigentlich immer Heißluftballons starten und/oder landen sehen. Ist also vor allem zum Sonnenaufgang einfach nur wunderschön! Aber auch ohne die Ballons macht es Spaß zwischen den Felsen zu wandern.
Love Valley: Das Valley wurde durch seine speziellen Felsformationen bekannt, das an das männliche Geschlechtsteil erinnern. Ziemlich faszinierend, wie solche turmartigen Felsen natürlich entstehen können!
Pigeon Valley: Es gibt viele Felsen, welche spezielle „Taubenhöhlen“ haben. Viele Familien haben damals Tauben gehalten und den Kot als Düngermittel genutzt oder auch verkauft. Von diesen kleinen Höhlen kann man hier viele finden.
Red Valley: Die Felsen im Red Valley haben noch einmal eine deutlich rötere Verfärbung als die anderen Felsen. Es sieht wirklich wunderschön aus und vor allem zu Sonnenuntergang strahlt das ganze Talwirklich sehr rot!

Die Landschaft Kappadokiens entstand übrigens durch mehrere Vulkanerruptionen zweier Vulkane vor ca. 50 Millionen Jahren. Die Gegend wurde mehrmals mit einer dicken Lavaschicht bedeckt. 
Die Masse hat sich im Laufe der Jahre zu einem weichen Gestein gewandelt und so haben Wind und Wasser diese abstrakte Landschaft geformt.
Irgendwann haben Menschen dann angefangen Höhlen zu graben und sich dort angesiedelt. 

Die unterirdische Stadt Derinkuyu

Eine Geschichte, wie sie aus einem Film stammen könnte: 1963 wollte ein Mann sein Haus renovieren, bis er plötzlich eine Wand einriss und ein wahnsinnig großes Höhlensystem vorfand.
Über 60 Meter geht es hier in 8 Stockwerken hinab. In die Untergrundstadt Derinkuyu, die mit engen Gängen und Treppen miteinander verbunden sind. Über 40 solcher Untergrundstädte gibt es in Kappadokien, doch diese ist die bekannteste. Einst sollen hier bis zu 20.000 Menschen gelebt haben! Sehr faszinierend wie über die 8 Stockwerke Belüftungssysteme gebaut wurden und generell die Räumlichkeiten strukturiert wurden.
Auch hier hatten wir einen Guide, den wir direkt am Eingang angeheuert haben. 100 TL für uns 7 Leute war kein schlechter Preis. Auch hier hat sich der Guide wieder sehr gelohnt und wir würden euch dringend einen empfehlen! Sonst hätten wir nicht gewusst, dass ein spezieller Tunnel mehrere Kilometer in die benachbarte Untergrundstadt führt, wo die Gräber sind oder welche Höhlen für das Belüftungssystem verantwortlich waren.
Denn auch hier gibt es keinerlei Beschilderungen. Wenn ihr also ein bisschen Kleingeld übrig habt, gönnt euch unbedingt einen Tourguide!
Der Eintritt für die Untergrundstadt beträgt 60 TL pro Person.

Photoshooting im Teppichgeschäft

Viele Menschen kommen nach Kappadokien um tolle Bilder zu machen. Da haben sich die ein oder anderen Händler und Fotografen natürlich auf diese Dienstleistung spezialisiert.
Allen voran findet man phantastische Bilder der Galerie Ikman – nur leider kosten hier 30 Minuten „Raummiete“ ganze 70 €! Wer nur Smartphone Bilder macht kommt etwas günstiger weg.
Wir wollten gerne ein paar Bilder mit schönen Lampen machen und haben alternativ dem Geschäft „Sultan Carpets“ einen Besuch abgestattet. Eine halbe Stunde kostet hier nur 20 € – das ist ein Preis der für uns noch vertretbar war. Wir haben hier ein paar Bilder fotografiert und können die Location empfehlen. Sie ist sicher nicht so groß und spektakulär wie ersterer, aber eben deutlich günstiger.

Weitere Kappadokien Highlights

Es gibt noch einige sehr Sehenswerte Orte, welche ihr auf eure Kappadokien Liste setzen könnt. Dazu gehören die folgenden:

  • Die Festung Uçhisar (20 TL Eintritt)
  • Zelve (25 TL Eintritt)
  • Al Nazar Kirche (12,50 TL)
  • Das Töpferdorf Avanos (haben wir im Zuge der Tagestour besucht und eine kleine Vorstellung und Führung einer Töpferfamilie bekommen)
Abstecher zum Salzsee Tuz Gölü

Etwa zwei Autofahrstunden von Göreme entfernt liegt der zweitgrößte See der Türkei: Der Tuz Gölü. Wer gerne Auto fährt und nichts gegen einen etwas längeren Tagesausflug hat, sollte sich den See unbedingt merken.
Mit 32,9 % Salzanteil ist er sogar einer der salzhaltigsten Seen der Welt! Ihr solltet jedoch beachten, dass der See in den Sommermonaten größtenteils verdunstet und nur das weiße Salz hinterlässt. Die meisten Besucher kommen eigentlich hier her um die pinke Farbe des Sees zu bestaunen, da bei uns das Wasser aber nicht zu sehen war, haben wir uns mit der schneeweißen Salz Kulisse zufrieden gegeben.
Zum Sonnenuntergang ist es hier besonders schön, weshalb man gegen Mittag losfahren sollte. 
2021 ist leider die Flamingopopulation des Sees ausgestorben, da sie nicht mehr genug Nährstoffe auffinden konnten, um zu überleben. Die Flamingos waren auch ein richtiger Touristenmagnet, aber diese könnt ihr nun nicht mehr anschauen.
Übrigens findet ihr inmitten des Sees einen Stuhl der einfach nur dort steht. Eignet sich sehr gut als Fotomotiv!

Beste Reisezeit und Dauer der Reise

Die Hauptsaison in Kappadokien geht von April bis Oktober. Es herrscht Steppenklima, das heißt, dass es tagsüber stechend heiß wird, es sich dann aber zur Nacht hin sehr abkühlt. Wir waren im Anfang November in Kappadokien und hatten tagsüber um die 20-25 °C, welche sich teilweise wie über 30°C angefühlt haben. Nachts fiel es dann schon gerne unter den Nullpunkt. Die Winter sind extrem kalt mit bis zu -20 °C.
Den November können wir nicht uneingeschränkt als sehr guten Reisemonat empfehlen. Für uns war es zwar perfekt – wir hatten täglich wolkenlosen Himmel und einfach traumhaftes Wetter, allerdings scheint das im November nicht so üblich zu sein. Vielleicht wird es aber auch erst Mitte November schlechter. Jedenfalls konnten wir uns nicht über zu viele Touristen beklagen.

Wir selbst waren 5 Nächte Göreme. Wir haben das als perfekte Reisedauer empfunden und würden sogar noch eher länger bleiben. Viele kommen nur 2 Nächte, allen voran zum Ballonfahren. Wenn ihr allerdings unsere ganzen Reisetipps befolgen möchtet, solltet ihr mindestens 4 Nächte dort bleiben, denn Kappadokien ist so viel mehr als nur die Heißluftballons für das perfekte Instagram Bild!

 

Die schönsten Orte Madeiras – (fast) ohne Wandern

Die schönsten Orte Madeiras – (fast) ohne Wandern

Madeira hat – ohne übertreiben zu wollen – unser Herz gestohlen. Die Insel strotzt nur so vor wunderschöner Natur und ist vor allem für Wanderer interessant. Aber nicht jeder möchte langwierige Wanderungen hinter sich bringen.
Wir möchten euch daher die schönsten Orte der Insel vorstellen, welche sehr gut mit dem Auto und einem kurzen Spaziergang entdeckt werden können. 
Wir selbst haben auf der Insel keine Wanderung gemacht, da wir nur mit Handgepäck geflogen sind und auch kein passendes Schuhwerk dabei hatten. Wir wollen nächstes Jahr aber gerne wieder kommen – dann allerdings voll ausgestattet.

Miradouro do Guindaste

Ein wunderschöner Aussichtspunkt auf Madeira ist der Miradouro do Guindaste. Er wird auch „Crane Viewpoint“ genannt und befindet sich im Nordosten der Insel. Man kann direkt mit dem Auto zum Aussichtspunkt fahren und problemlos parken. Vom Parkplatz führt dann ein kurzer Pfad bis zu diesem schönen Ort. Wir haben ihn zum Sonnenaufgang besucht und müssen sagen, dass es einer der schönsten Orte ist um den Tag zu starten. Wir waren zu dieser Tageszeit übrigens komplett alleine dort.
Wenn ihr übrigens schon einmal in der Gegend seid, solltet ihr noch einen Abstecher nach Santana machen! Dort gibt es restaurierte, traditionelle Bauernhäuser, die allerdings mittlerweile zu touristischen Zwecken
 genutzt werden. 

Ponta de São Lourenço

Als nächstes stellen wir euch die Halbinsel Ponta de São Lourenço vor. Dieses Gebiet ist ein Naturreservat (Drohne fliegen eher schwierig!) und liegt am östlichsten Punkt Madeiras. Wir waren sehr überrascht von der Vegetation hier. Es ist eher trocken, karg und gar nicht so grün wie der Rest der Insel, was aber wahrscheinlich auch an der Jahreszeit lag.
Vielleicht ist uns dieser Ort gerade deshalb so gut in Erinnerung geblieben?
Die Wanderung auf der Ponta de São Lourenço Halbinsel gilt als eine der leichtesten, doch wenn ihr nicht wandern möchtet solltet ihr euch den Aussichtspunkt „Ponta do Rosto“ notieren. Direkt vom Parkplatz hat man bereits eine wahnsinnig tolle Aussicht. Auch hier waren wir zum Sonnenaufgang da, allerdings hatten wir diesen nicht nur für uns. Wer den perfekten Blick haben möchte, sollte noch ein klein wenig bergauf wandern (ca. 30 Minuten) um die folgende Aussicht zu 
genießen:

Capelinha de Nossa Senhora de Fátima

São Vicente – unser absoluter Lieblingsort auf Madeira. 
In dieser Region findet ihr einen alten Glockenturm, welcher über das ganze Tal thront. Nach ein paar Treppenstufen (ca. 5 Minuten) befindet ihr euch auf der Aussichtsplattform. Ein wunderschöner Ort mit unfassbarem Ausblick auf Berge und Meer! Den Glockenturm selbst kann man allerdings nicht betreten. Aber
nicht nur der Turm, sonder auch die Ortschaft ist einen Besuch wert.

São Vicente
CASCATA DOS ANJOS 

Hier gibt es einen der wohl bekanntesten Wasserfälle auf Madeira – und das nicht erst seit Instagram. Der Cascata dos Anjos in Ponta do Sol fliesst direkt auf der alten Küstenstraße ER101. Die Einheimischen nutzen den Wasserfall für eine gratis Autowäsche, während die Touristen schlange stehen für ein perfektes Foto.
Wasserfälle können für Madeira Besucher oft eine Enttäuschung werden, da sie nicht immer so voll und wuchtig sind. Wir waren im Oktober da, was ein etwas trockenerer Monat ist. Deshalb ist auch der Wasserfall nicht so üppig ausgefallen. Dennoch ein kleines Highlight, vor allem zum Sonnenuntergang!

FEENWALD – VEREDA DO FANAL

Einer der bekanntesten Orte Madeiras ist der „Feenwald“ in Fanal. Besonders schön ist es dort, wenn Nebel aufzieht und alles etwas mystisch erscheinen lässt. Wir hatten unglaubliches Glück, denn den ganzen Tag gab es perfektes Wetter, auch auf der Hochebene. Als wir uns dazu entschieden haben zum Sonnenuntergang nach Fanal zu fahren, zog gerade der Nebel auf. Schon alleine die Fahrt ist ein Highlight an sich. Die Hochebene ist ein faszinierender Ort – so eine Weite findet ihr nirgends auf Madeira.
Im Feenwald angekommen findet ihr dort hunderte Jahre alte Lorbeerbäume. Übrigens einer der größten Bestände der Welt und von UNESCO geschützt.

MIRADOURO DO VÉU DA NOIVA

Ein Wasserfall der ins Meer abfliesst? Sollte man mal gesehen haben. Auf Madeira gibt es sogar zwei von dieser Art und einer davon ist der Wasserfall Véu da Noiva. Er befindet sich an der Nordküste von Madeira, zwischen Seixal und São  Vicente. Von der Hauptstraße führt eine unauffällige Ausfahrt zu einem kleinen Parkplatz. Dort gibt es eine Aussichtsplattform um den Wasserfall zu bestaunen.

SEIXAL Black Sand Beach

Der Seixal Beach ist der wahrscheinlich schönste Strand Madeiras – wenn man schwarze Sandstrände mag. Wir tun das definitiv, vor allem da es auf Madeira nie so heiß wird, dass man sich am Sand die Füße verbrennt. Vom schwarzen Sandstrand hat man einen direkten Blick auf die tolle Steilküste, die extrem grün bewachsen ist. Mit den Wasserfällen die man hier noch findet ist es ein wahres kleines Paradies. Dieser Ort erinnert nicht umsonst sehr viele Leute an Hawaii! Direkt neben dem Strand befinden sich auch Natural Pools in denen ihr problemlos kostenfrei schwimmen könnt. Wenn das Wasser stürmisch ist würden wir auf einen Besuch der Pools aber verzichten, das kann (genauso wie in Porto Moniz) nicht ungefährlich sein.

PORTO MONIZ NATURAL POOLS

Die raue Ortschaft Porto Moniz ist vor allem für seine Natur Pools bekannt. Die Pools sind mit Meereswasser gefüllt und aus Vulkangestein entstanden. Bei gutem Wetter kann man hier also im Meer baden ohne von starken Wellengang gestresst zu werden. Doch Achtung: Es gibt zwei unterschiedliche Natur Pool Komplexe:
Die normalen „Porto Moniz Natural Swimming-Pools“ sind ein sehr gepflegter Komplex, bei dem ein kleiner Eintritt von ca. 1,50 € bezahlt werden muss. Darin sind die sanitären Einrichtungen, Umkleiden und auch ein Schließfach enthalten. Es gibt sogar fünf Lifeguards!
Direkt neben den Porto Moniz Natural Swimming-Pools befinden sich die „Piscinas Naturais Velhas“. Diese sind komplett kostenfrei, bieten aber auch keine der oben genannten Annehmlichkeiten. Zudem werden diese auch nicht so gepflegt, so sind die Treppen schon komplett von grünen Algen bedekt. Dadruch ist der Ein- und Ausstieg in die Pools eine leicht rutschige Angelegenheit. Wir würden dennoch die kostenfreie Variante bevorzugen, da es auch leerer ist!

PICO DO ARIEIRO

Der Pico do Ariero gehört zu den drei höchsten Gipfeln auf Madeira. Doch keine Sorge – ihr müsst keine guten Wanderer sein um in den Genuss der Aussicht zu kommen. Direkt am Gipfel befindet sich eine Aussichtsplattform und ein, in der Regel, gut besuchter Parkplatz. Es sollte eines unserer Highlights werden, doch statt einem tollen Sonnenaufgang sahen wir nur grauen Nebel.  Wir wollten es dennoch in die Liste packen, da es, wenn das Wetter mitspielt, eine wirklich spektakuläre Aussicht über den Wolken sein soll.

Miradouro Balcões

Wolltet ihr schon einmal Vögel aus der Hand füttern?
Das ist an diesem wundervollen Aussichtspunkt möglich! Ihr solltet also bei einem Besuch hier ein paar Brotkrümel oder Sonnenblumenkerne im Gepäck haben und die kleinen Vögel werden euer Herz im Sturm erobern! Den Aussichtspunkt erreicht ihr über eine kurze Wanderung – eigentlich eher Spazierweg – innerhalb 30 Minuten. Es ist wirklich anspruchslos und ihr müsst auch keine Höhenmeter zurücklegen.
Der Ausgangspunkt für die Wanderung liegt in Ribeiro Frio, wo es auch einige kostenlose Parkplätze gibt.

Ponta do Tristão

Hier haben wir einen kleinen Hidden Gem für euch!
Für einen tollen Sonnenuntergang solltet ihr euch zum Ponta do Tristão begeben. Die Fahrt dorthin ist nicht so einfach, lohnt sich aber in jedem Fall! Den Sonnenuntergang werdet ihr dort mit hoher wahrscheinlichkeit für euch alleine genießen können.
In der Nähe gibt es außerdem auch einen Picknickplatz (wie so viele auf Madeira – das lieben wir hier so sehr!) bei dem ihr entspannt euer Essen zu euch nehmen könnt!

Die Strassen Madeiras

Die Straßen Madeiras sind wirklich wunderschön, können aber auch gleichzeitig sehr nervenaufreibend sein. Steil, eng und kurvig ist hier eigentlich recht normal. Aber viele Straßen bieten auch wirklich atemberaubende Aussichten! Unsere Lieblingsstrecken sind:

  • VE4 von Ribeira Brava nach São Vicente
  • ER110 auf die Hochebene Paul da Serra
  • ER109 nach Ponta de São Lourenco
  • VE2 von Seixal Richtung São Vicente
  • ER101 durch Boa Ventura

Vor allem die Straße zur Hochebene ist etwas ganz besonderes! Wenn ihr Glück habt liegen die Wolken eher niedrig – es ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl so über den Wolken zu sein!

Unser nächster Besuch auf dieser wunderschönen Insel ist bereits geplant! Vielleicht schaffen wir diesmal ein paar Wanderungen. Habt ihr Madeira schon einmal besucht?

5-Seen-Wanderung in Pizol: Eine der schönsten Wanderungen der Schweiz!

5-Seen-Wanderung in Pizol: Eine der schönsten Wanderungen der Schweiz!

Die 5-Seen Wanderung auf dem Pizol wird oft als schönste Panorama Wanderung der Schweiz bezeichnet. Ursprünglich sind wir durch Instagram auf die Wanderung aufmerksam geworden, als Claudia ein phantastisches Foto vom Wildsee gesehen hat. Das Bild hat eindruck hinterlassen und seit dem wir in der Schweiz leben, möchten wir die Wanderung unbedingt machen. Im August 2021 war es endlich so weit – 4 Jahre nach der Entdeckung des Fotos!

Fakten der Wanderung
  • Wanderdistanz: 10.89 km
  • Wanderzeit: 4:30 h, mit Fotos und Pausen haben wir 6:30 h benötigt
  • Höhenmeter Aufstieg: 586 m
  • Höhenmeter Abstieg: 925 m
  • Schwierigkeitsgrad: Mittel
  • Anforderungen: Gute Wanderschuhe, Trittsicherheit, gute Kondition

    An den Wochenenden im Sommer ist die Wanderung sehr gut besucht. So auch an unserem Wochenende. Wie eine Ameisenkolonie sind wir die Wanderwege entlanggegangen. Wer Menschenmassen vermeiden möchte, sollte den Weg unbedingt unter der Woche gehen!

 

Anreise & Kosten

Die Wanderung ist sowohl sehr gut mit dem öffentlichen Verkehr, als auch mit dem Auto erreichbar. Es gibt sehr viele Parpklätze und ein Tagesticket für das Auto kostet 5 CHF.
Ein Bus von Sargans fährt bis an die Gondelstation, welche „Pizol Seilbahnen“ heißt.
Von der SBB gibt es ein 5- Seen-Wanderungs-Ticket, bei dem auf die Gondelfahrt noch 20 % Ermäßigung hinzukommt. Das haben wir genutzt, haben also unsere Zugtickets in Kombination der Seilbahntickets gekauft und noch einmal 20 % gespart. Das entsprechende Angebot findet ihr hier.
Die Kosten für die Seilbahn sind 46,00 CHF pro Person, mit Halbtax/ GA oder für Kinder sind es 23,00 CHF. Im Preis enthalten sind die Gondel-, & Sesselliftfahrten bis zur Pizolhütte und wieder Retour. 

Nach einer Gondelfahrt und zwei Sesselliftfahrten später, befinden wir uns bei der Pizolhütte auf 2227 m. Die Fahrten bis hier oben dauern schon eine gute dreiviertelstunde, weshalb wir erst um 09:00 Uhr mit der Wanderung starten konnten. Plant unbedingt genug Zeit für eure Wanderung ein, damit ihr nicht die letzte Sessellift- bzw. Gondelabfahrt verpasst!
Wir würden die Wanderung nicht nach 10:00 Uhr starten.
Die erste Gondel fährt um 08:15 Uhr.
An der Pizolhütte gehen wir noch einmal auf die Toilette, denn auf dem kompletten Wanderweg wird es keine Gelgenheit mehr geben Sanitäre Anlagen zu benutzen.

See #1 Wangsersee

Der Wangsersee ist der erste der fünf Seen. Von der Pizolhütte müsst ihr euch erst kurz links halten und etwa zehn Minuten den Hügel hochlaufen. Dort versteckt er sich. Die meisten Leute lassen den See einfach weg oder verpassen ihn, da er auf der entgegengesetzten Richtung der restlichen Wanderung liegt. 
Da er (ehrlicherweise) nicht so sehenswert ist, ist das aber gar nicht tragisch. Man kann sich auch direkt auf den Weg zum zweiten See machen und somit eine 4-Seen-Wanderung machen.

See #2 Wildsee

Der erste Teil der Wanderung führt uns steil bergauf. Für mich war das der anstrengendste Teil. Es geht später zwar noch einmal steil bergauf, aber da hat man sich bereits eingelaufen. Plötzliche Anstiege direkt zu Beginn benötigen einfach immer etwas mehr Energie bei mir! Der Pizolgletscher ist hier auch in Sichtweite. Allerdgins ist er in den letzten Jahren ziemlich geschrumpft. Durch die steinige Wildseelücke kommen wir nun also zum zweiten See: Den Wildsee.
Und ja, die Farbe ist wirklich so! Wir sind aus dem staunen nicht mehr rausgekommen und haben hier unsere erste Rast eingelegt.

See #3 Schottensee

Nach dem Aufstieg zum Wildsee geht es nun bergab zum Schottensee. Der Abstieg dauert nicht lange und der dritte See ist auch schnell zu sehen. Er ist deutlich dunkelblauer als der zweite See, jedoch auch von einer wunderschönen Farbe! Schwer zu sagen, welcher von beiden schöner ist. Mir persönlich hat der Wildsee etwas besser gefallen. Alex findet den Schottensee einen ticken besser, da man hier leichter ans Wasser kommt um sich mal abzukühlen (was auch einige Leute gemacht haben).

See #4 Schwarzsee

Nach einer weiteren Pause am Schottensee müssen wir uns nun etwas beeilen, wir wollen ja nicht die letzte Sesselliftfahrt verpassen. Erst einmal geht es wieder ein Stück bergauf, nur um euch dann wieder ein gutes Stück nach unten zu schicken. Ihr erreicht nach etwa einer Stunde den sehr dunklen Schwarzsee.

See #5 Baschalvasee

Den wunderschönen Schwarzsee bestaunen wir nicht so lange, da wir direkt weiter möchten zu unserem letzten See. Bis zur Talstation werden ab hier noch knapp zwei Stunden angegeben. Es geht erneut steil bergauf. Oben angekommen findet ihr, neben dem Blick auf das Rheintal, eine große Anzahl Steinmannlis (aufeinander gestapelte Steine). Ursprünglich waren es 5 Steinmannli, seit den 60er Jahren kamen immer mehr hinzu und mittlerweile sind es über 50.
Ab hier geht es nur noch bergab bis ihr zum letzten See kommt: den Baschalvasee.
Er wurde von Kühen nur so belagert, aber es hat sich trotzdem der ein oder andere dort für eine Rast niedergelassen.

Ende der Wanderung

Vom letzten See geht es hinunter Richtung Bergstation Gaffia. Es ist teilweise steil und das Geröll verlangt Trittsicherheit. Kurz vor der Bergstation gibt es ein kleines Berghaus, die Alte Alp Gaffia.
Bekannt ist diese vorallem für ihre Gerstensuppe. Da wir uns gut verpfelgt haben, sind wir aber nicht eingekehrt.
Die Sesselbahn bringt uns wieder zurück zur Gondelstation. Hier haben wir die Möglichkeit eines Toilettengangs endlich genutzt und uns noch einmal ausgeruht, bevor wir mit der abschliessenden Gondelfahrt unseren wunderschönen Wanderausflug beenden.

Unser Fazit zur Wanderung ist: An Wochenenden sehr voll, aber definitiv nicht ohne Grund! Die Gegend und die Seen sind wirklich einmalig schön und wir können die Wanderung jedem empfehlen.

Hast du die 5-Seen-Wanderung bereits gemacht oder hast du noch vor sie zu machen?

Eine Woche Portugal – Route für deinen Roadtrip!

Eine Woche Portugal – Route für deinen Roadtrip!

Perfekte Wellen, Steilküsten und leckeres essen! Vor allem für Camper ist Portugal sehr beliebt, da es tolle Stellplätze gibt, die Preise sehr günstig sind und das Wetter auch noch im Herbst und Winter angenehm ist.
Wir wollten ursprünglich zwei Wochen mit einem Camper Van und Surfbrett die Westküste entlangfahren, doch wegen der Pandemie mussten wir bereits nach einer Woche abbrechen. Was wir erlebt haben und welche Route wir empfehlen, könnt ihr hier nachlesen!

Shortfacts

Empfohlene Reisezeit: Frühling oder Herbst
Hier sind die Temperaturen am angenehmsten, im Sommer kann es schon recht heiß werden! Wir selbst waren im September dort und können diesen Monat als Reisemonat absolut empfehlen. Abends kühlt es etwas ab, aber mit einer leichten Jacke war es kein Problem die Sonnenuntergänge am Strand zu genießen.

Empfohlene Reisedauer: mind. 2 Wochen
Wir hatten für unsere Route zwei Wochen geplant, aber dann leider nur eine Woche geschafft. Dadurch haben wir auch einiges verpasst. Was wir noch geplant hatten, wollen wir euch aber natürlich nicht vorenthalten.

Anreise: Direkt mit dem Auto über Frankreich und Spanien oder mit dem Flugzeug nach Porto, Lissabon oder Faro. Wir sind nach Porto geflogen und von Lissabon zurück.

Länge der Route: ca. 1000 Kilometer (wir selbst sind ca. 700 Kilometer gefahren)

Route: Porto – Lissabon – Algarve – Westküste – Sintra – Ericeira – Nazare – Fatima – Lissabon

Maut: Es gibt gebührenpflichtige Autobahnen und mautfreie Strassen. Die Gebühren für die Autobahnen werden entweder an Mautstationen mit direkter Bezahlung oder durch ein elektronisches Systeme erhoben und richten sich nach der gefahrenen Strecke. Manche Camper Verleiher bieten das Erfassungsgerät für die elektrische Maut zusätzlich an. Wir selbst haben nur einmal eine kostenpflichtige Straße genommen um schnell aus Lissabon herauszufahren. Ansonsten können wir die mautfreien Straßen sehr empfehlen, da sie auch sehr schön liegen.

Wildcampen? Seit dem 09. Januar 2021 gibt es ein neues Gesetz, dass das übernachten außerhalb zugelassener Camping- und Stellplätze verbietet! Es war vorher auch schon verboten, allerdings wurde es überall toleriert, doch nun wird härter durchgegriffen. Portugal hatte massive Probleme mit Wildcampern, welche ihren Müll einfach in der Natur hinterlassen haben. Demnach darf nur noch dort geparkt werden, wo es explizit erlaubt ist.

Sicherheit mit dem Auto: Wir können nur von unserer persönlichen Erfahrung sprechen und können sagen, dass wir keinerlei negativen Vorkommnisse hatten. Gerade an der Algarve soll es öfters zu Einbrüchen und Diebstählen am und im Auto kommen, doch wir waren davon nicht betroffen und haben auch nichts dergleichen mitbekommen. Dennoch ist ein gesundes Maß an Vorsicht geboten.

Anreise nach Porto

Wir haben uns für die Anreise mit dem Flugzeug entschieden. Es ging für uns von Zürich nach Porto, denn die Flugverbindung war günstiger und wir dachten uns, dann schauen wir uns Porto auch einfach noch mit an.
Der Ersteindruck der Stadt war wirklich sehr gut, allerdings haben wir sehr wenig Zeit hier verbracht, weshalb wir keine Empfehlungen aussprechen können.
Mit dem Flixbus sind wir dann in etwa drei Stunden nach Lissabon gefahren. Der Preis betrug nur 11,48 € pro Person und ist für so eine Strecke wirklich super günstig!

Lissabon

Lissabon ist eine so große Stadt und wir könnten sicher einen eigenständigen Blogbeitrag zu Portugals Hauptstadt schreiben! Vielleicht machen wir das auch mal, wenn wir noch mehr gesehen haben.
Ihr solltet zunächst durch Lissabons Gassen schlendern und einfach mal den Flair erleben. Sehr zentral gelegen gibt es die „Pink Street“ und diese ist bekannt für ihre, nunja, pinke Straße! Sie gibt eine nette Fotolocation ab. In der Nähe werdet ihr einige Restaurants, Pubs und andere lokale finden. Irgendwann werdet ihr sicher recht schnell zum großen Platz „Praça do Comércio“ kommen. Mit seinem großen Triumphbogen und der Reiterstatue ist es ein beliebtes Touristenziel. Bis 1755 gab es hier sogar einen Palast, doch dieser wurde, wie viele Teile Lissabons, von einem starken Erdbeben zerstört.
Für viele ist es ein absolutes Highlight mit der Straßenbahn zu fahren, vor allem mit der brühmten Tram 28! Der originale Wagen aus dem Jahr 1930 ist von innen komplett aus Holz gebaut. Zudem gibt es noch drei Standseilbahnen, die optisch an die Tram 28 erinnern. Sie fahren verschiedene Hügel hinauf und hinab. damit höher gelegene Stadtviertel leichter erreicht werden.
Nicht so Zentral, aber eine Reise wert ist der „
Belém Tower“ oder auch „Torre De Beelem“. Er wurde ab 1521 als Leuchtturm genutzt und ist eines der Wahrzeichen Lissabons. Seit 1983 ist der Turm UNESCO Weltkulturerbe. Für 3 € kann man auch auf den Turm hinauf. Während wir da waren, war dieser allerdings wegen den Corona Maßnahmen gesperrt.
Auf der Gegenüberliegenden Seite existierte einst ein Zwilligsturm, welcher aber durch das bereits erwähnte große Erdbeben 1755 zerstört wurde.

In Lissabon gibt es übrigens super viele leckere Restaurants! 
Diese haben wir besucht und können sie absolut empfehlen:

  • Manteigaria: Es soll hier die leckersten Pastéis de Natas geben. Und sie sind wirklich lecker! Es handelt sich um ein Gebäck, das praktisch in ganz Portugal zu finden ist –  Blätterteig gefüllt mit Pudding und Zimt.
  • Dallas Burger Joint: Wenn wir euch erzählen, dass wir unseren besten Burger hier gegessen haben – würdet ihr es uns glauben? Es ist wirklich extrem lecker und es gibt sehr viele vegane Optionen.
  • TimeOut Market: Die große Markthalle bietet alles was das Foodie-Herz begehrt. Ob für den kleinen oder großen Hunger.
Mit dem Camper Richtung Algarve

In Lissabon haben wir dann unseren Camper abgeholt und ein Surfbrett ausgeliehen, was wir über den Anbieter Flynsurf gemacht haben. Wir hatten nicht so große Ansprüche an den Camper, weshalb uns ein Basismodell gereicht hat, in den das Brett und wir reinpassen. Mit dem Camperverlieh waren wir sehr zufrieden. Die Kommunikation ist auf Deutsch möglich gewesen, sowohl vorab als auch vor Ort.
Für den Van, Vollkaskoschutz und ein Surfbrett haben wir für 13 Tage Rund 1000,- € bezahlt.

Unser erstes Ziel war direkt an der Algarve. Wir wollten uns vom Süden wieder hocharbeiten, da es von Lissabon wieder nachhause gehen sollte. Alles was wir an der Algarve erlebt haben, könnt ihr in diesem Blogbeitrag nachlesen:

 

Highlights an der Algarve – Südportugal

Portugals Westküste

Wir starten die Westküste vom Cabo De Sao Vicente – der südwestlichsten Spitze Europas, nachdem wir die wunderschöne Algarve besucht haben. Auf dem Weg in den Norden solltet ihr die folgenden Orte anfahren:

  • Cordoama Viewpoint
  • Bordeira’s Beach
  • Arrifana
  • Praia da Monte Clérigo
  • Praia da Amoreira
  • Parque Natural do Sudoste Alentejano e Costa Vicentina
  • Porto das Barcas
  • Parque Natural da Arrabida

Wie viel Zeit ihr an den jeweiligen Orten verbringt solltet ihr für euch entscheiden. Einige Orte sind nur Aussichtspunkte und man fährt schnell weiter, andere laden zum längeren verweilen oder Surfen ein. Wir möchten hier keine Zeiten vorschlagen, denn das schöne am Reisen im Van ist ja die Flexibilität.

Quinta da Regaleira

Wenn ihr wieder vorbei an Lissabon seid, werdet ihr euch in der wunderschönen Region von Sintra wiederfinden. Es gibt einige Tagestouristen von Lissabon nach Sintra, doch ihr solltet für dieses Areal alleine zwei bis drei Tage einplanen! Es ist so wunderschön und wir ärgern uns gewaltig, dass wir nicht mehr Zeit hatten. Da wir zu diesem Zeitpunkt bereits wussten, dass wir recht bald wieder das Land verlassen müssen, haben wir nur einen einzigen Tag gehabt. Diesen einen Tag haben wir genutzt um uns ein Bucketlist Ziel zu erfüllen: Die Quinta da Regaleira.
Wir hatten eher den Eindruck wir laufen durch ein Filmsetting, als durch ein altes Anwesen. Mich hätte nicht gewundert, wenn ich plötzlich einer Fee begegnet wäre.
Seit 1910 steht das Märchenschloss mitsamt einem großzügigen Park mit Seen, Brunnen, Brücken und einem unterirdischen Tunnelsystemen dort. Wir hätten unseren Tag in Sintra wahrscheinlich nicht besser nutzen können und würden die Anlage wirklich jedem empfehlen. Ein Brunnen ist besonders bekannt, welchen man auch hinabsteigen kann. Er soll das Tor zur Hölle symbolisieren. Unten angekommen, gelangt man durch ein Höhlensystem auch wieder hinaus. 
Geöffnet ist die Anlage Montag bis Freitag von 10:00 Uhr bis 18:30 Uhr
Der Eintritt beträgt 10,00 € pro Person.

Ericeira, Nazaré und Fatima

Leider konnten wir die oben stehenden Orte nicht mehr besuchen und mussten nach Lissabon um unseren Van abzugeben. Ericeira soll einer der besten Orte zum surfen sein und wir wollten hier etwas Zeit verbringen. Nazaré ist für Surfer legendär, denn hier befindet sich die größte Welle, die jemals gesurft wurde (27,5 Meter!). Die Wellen sind hier oft sehr groß, sodass es auch für nicht-surfer sehr spannend anzusehen ist.
Für etwas Kultur sollte der Wallfahrtsort Fátima sorgen. Die Stadt beherbegt ein Heiligtum: eine römisch-katholischen Kirche, welche jährlich von mehreren Millionen Pilgern besucht wird. Die neue Basilika zur Heiligsten Dreifaltigkeit von 2009 ist die viertgrößte katholische Kirche der Welt und der bislang größte Kirchenneubau des 21. Jahrhunderts.

Wir hoffen unser kurzer Überblick über eine mögliche Route durch Portugal hat euch gefallen und wir konnten für die Reiseplanung helfen oder einfach zum Träumen einladen! Welchen Ort würdet ihr aus unserer Liste gerne besuchen?

Highlights an der Algarve – Südportugal

Highlights an der Algarve – Südportugal

Die Algarve – ein deutscher Urlaubsklassiker!
Die orangenen Steilküsten, die warmen Temperaturen und das gute Essen locken jedes Jahr viele Touristen hier hin. Doch was gibt es alles zu sehen? Wir zeigen euch unsere Highlights, welche wir mit einem Camper Van abgefahren sind.

Benagil Höhle

Wir starten unsere „Must-See“-Orte direkt mit einem absoluten Kracher: Die Benagil Höhle.
Ein bekannter Instagram Hotspot, den wir eine ganze Stunde für uns alleine hatten. Tipp: Früh aufstehen lohnt sich! Aber wie kommt man denn eigentlich in die Höhle?
Unser Ausgangspunkt ist der Praia de Benagil. Keine Sorge, in der Nähe gibt es viele kostenfreie Parkplätze. Wir haben am Tag vorher in der Nähe in einem Wald übernachtet und sind dann sehr früh an den Parkplatz gefahren, welcher noch nahe zu leer war.
Um 07:00 Uhr morgens sind wir dann vom Strand aus einfach in die Höhle geschwommen. Von diesem Strand aus liegt die Höhle linker Hand.
Das klingt jetzt vielleicht einfach, allerdings wird das nicht empfohlen, denn bei starken Wellengang kann das auch ziemlich gefährlich werden. Da wir so früh unterwegs waren, war kein Wellengang vorhanden und wir konnten sehr gemütlich schwimmen.
Wir waren zwei Mal in der Höhle, beim ersten Mal hat sich Alex auf seinem Surfbrett ins die Höhle gepaddelt, da ich dachte es wäre recht weit und ich es nicht schaffen würde die Strecke zu schwimmen. Aber es ist wirklich nur ein kurzes Stück, weshalb wir am nächsten Tag zusammen reingeschwommen sind.
Um 08:00 Uhr kamen die ersten Leute, die eine Kayak Tour gebucht hatten, wir hatten also die Höhle eine Stunde für uns alleine, was für so einen Hot Spot nicht selbstverständlich ist. Corona hat natürlich auch dazu beigetragen.
Wer nicht schwimmen möchte hat noch folgende Möglichkeiten:

  • eine der angebotenen Bootstouren machen
  • ein Kajak mieten oder eine Kajak Tour machen
  • SUP mieten und reinpaddeln
  • mit einem eigenen Surfboard, SUP oder Luftmatratze vom Strand zur Höhle paddeln.

Man kann die Höhle auch von Oben anschauen, was aber nicht annähernd so spannend ist, wie in der Höhle zu stehen. Wenn man aber schon da ist, sollte man einen Spaziergang an den Klippen machen.

Algar Seco

Die zwei berühmten Fenster an der Algarve sind ein beliebter Fotospot. Aber abgesehen davon, sind die Höhlen ziemlich interessant und man kann Touristen auf dem Boot zuwinken, während sie Fotos von einem machen. 😉
Viele kleine Treppen und Wege führen um die Felsen herum und man kann sich hier definitiv länger aufhalten, als nur für das obligatorische Instagram Foto.

In den Wintermonaten ist der Eingang zu der Höhle abgesperrt.

Ponta de Piadade

Die Felsformationen der Ponta da Piadade gehören zu den schönsten der ganzen Algarve.
Die Kalksteinküste beherbergt einige Grotten und einen gut ausgebauten Weg auf den Felsen entlang. Es gibt Treppenstufen nach unten um recht nah am Wasser den berühmten Blick auf einen Torbogen zu erhaschen.
Zur richtigen Jahreszeit scheint die Sonne beim Sonnenaufgang durch den Torbogen – spektakulär! Wir haben es leider nur zum Sonnenuntergang geschafft, was aber auch ein tolles Erlebnis war!

Arrifana

Arrifana ist vor allem für Surfer sehr interessant. Es gibt einen Sandstrand mit sehr cleanen Wellen, vor allem für Anfänger ideal. Allerdings sollte man nicht erwarten, dass es leer ist. Im Gegenteil, hier war der vollste Surfspot den wir in angefahren haben.
Um zum Strand zu kommen, ist es auf Grund von Fahreinschränkungen nötig, oberhalb zu parken und dann ca. 10 Minuten herunterlaufen. Mit dem eigenen Fahrzeug ist es nur Bewohnern erlaubt herunterzufahren. Im Sommer gibt es auch einen Shuttle, der euch von oben nach unten fährt. Der Ausblick auf den Strand von Arrifana ist übrigens schon alleine einen Zwischenstopp wert!

Strände über Strände

Es gibt unzählige wunderschöne an der Algarve. Man muss sich eigentlich keinen speziellen aussuchen, denn jeder hat etwas besonderes.
Wir möchten euch folgende Strände ans Herz legen, da sie uns besonders gut gefallen haben:
Praia da Monte Clérigo: Wer absoluter Surfanfänger ist, kann hier gut im Whitewash üben. Abgesehen davon, ist der ruhige Strand wunderschön zum entspannen. Es gibt eine handvoll Restaurants an denen man sich mal etwas gönnen kann.
Praia da Amoreira: Dieser Strand ist etwas besonderes, da am südlichen Ende des Strandes der Fluss Ribeira de Aljezur ins Meer fließt. Durch die weitläufigen Sanddünen verteilen sich die Menschen sehr gut und jeder findet ein plätzchen für sich.
Praia da Luz: Nicht unweit der schönen Stadt Lagos befindet sich der Praia da Luz. Hier kann man sehr gut (aber nicht gerade preiswert) Essen gehen. Wer gerne unter Menschen ist und wem einsame Strände zu langweilig sind, sollte hier vorbeisehen.
Praia dos Tres Irmaos: Wunderschöner Strand mit einigen Felsen im Wasser. Bei Ebbe kann man die volle Pracht der Kalksteinformationen bestaunen.

Cabo de São Vicente

In Portugal könnt ihr die südwestlichste Spitze von Europa besuchen! Klingt ehrlich gesagt etwas aufregender als es ist, denn viel gibt es hier nicht zu sehen. Einen Leuchttum, Souvenierstände und eine Kleinigkeit zu Essen neben dem Blick auf das weite Meer. Wenn man von der südlichen Algarve sowieso an die Westküste fahren möchte, kann man den Sport mitnehmen. Extra dorthin fahren würden wir aber nicht empfehlen!

Was wir verpasst haben

Leider haben wir auch so einiges verpasst, was wir gerne nachholen würden. Falls ihr etwas mehr Zeit für die Algarve mitbringt, könnt ihr sicher das ein oder andere mitnehmen, wie zum Beispiel:

  • Faro
  • Praia da Falésia
  • Praia do Ninho de Andorinha
  • Praia da Camilo
  • Lagos (haben wir leider nur oberflächlich besucht) inkl. Praia da Batata

Wir hoffen unsere Zusammenfassung unserer Algarve Highlights hilft euch bei eurer Reiseplanung! Schreibt und gerne einen Kommentar, welchen Ort ihr dort unbedingt einmal besuchen möchtet!