Wandern zur Siedelenhütte

Wandern zur Siedelenhütte

Der Furkapass ist im Sommer ein beliebtes Ziel für Motorradfahrer, aber auch für kurvenfreudige Autofahrer. Naturliebhaber können den Rhonegletscher bestaunen und mit dem Belvédère einen Instagram-Hotspot ergattern.
Am Furkapass lässt es sich aber auch gut wandern und die Wanderung zur Siedelenhütte stellen wir euch heute vor.

Startpunkt Furkapass

Die Wanderung kann an zwei Stellen beginnen. Einmal vom Siedelenbach und einmal vom Furkapass. Wir beschreiben die Wanderung vom Furkapass, weil wir bisher nur diesen Einstieg gemacht haben und denken, dass er für die meisten machbar ist.

Vom Furkapass führt der Hüttenweg leicht ansteigend über Bergwiesen bis zur Querung des Sidelenbaches (2524 m). Vorbei an einem kleinen Bergsee (2674 m) steigt man zur Sidelenhütte auf.
Ausgangspunkt: 2427 m; Postautohaltestelle Furkapass (Hotel Furkablick). Parken kann man kostenfrei.

Wanderung Fakten Hin- & Zurück:

Distanz: 6,4 km
Gehzeit: ca. 2:40 Std
Schwierigkeit: Leicht, Bergwanderweg T2, rot-weiss markiert.
Kosten: Kostenlos

Die Wanderung ist nicht schwierig, aber es ist eine Menge Geröll, so dass man ein bisschen aufpassen muss.

Wanderung zur Siedelenhütte

Ziel der Wanderung ist die Siedelenhütte. Diese ist – wie der Furkapass – nur in den Sommermonaten geöffnet. Bitte vorher auf der Homepage der Siedelenhütte nachsehen, ob sie geöffnet ist.
Die Hütte wird eher von Kletterern als von Wanderern besucht, da die Umgebung ein Paradies für Kletterer ist.

Hüttenübernachtung Siedelenhütte

Wir hatten uns für eine Hüttenübernachtung entschieden, weil wir die Umgebung bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang sehen wollten.
Hier gibt es einen berühmten Felsen, den Kleinen Kamel (2930m), der oft von Kletterern bestiegen wird und ein tolles Fotomotiv abgibt.

Eine Übernachtung mit Halbpension (Abendessen am Anreisetag und Frühstück am nächsten Morgen) kostet 76 CHF pro Person im Mehrbettzimmer.
Ich bin kein Fan von Bettenlagern, aber auf der Hütte gab es keine andere Möglichkeit.

Achtung: Ihr könnt dort nur in BAR CHF oder mit TWINT bezahlen.

Wer nur wandern will, braucht übrigens nicht zu übernachten. Für Kletterer ist sie unerlässlich, um am nächsten Morgen gestärkt in die Tour zu starten. Die Wanderung ist aber auch an einem Tag gut zu schaffen.
Für uns kam sie eigentlich nur zum Fotografieren in Frage.

Sonnenaufgang Siedelenhütte
camel rock an der Siedelenhütte
Weitere Aktivitäten um die Siedelenhütte

In der Nähe der Siedelenhütte gibt es einen Gletscher (Siedelengletscher), zu dem man wandern kann. Wir sind auch ein Stück gelaufen, aber als wir eine Gletscherspalte sahen, sind wir umgekehrt. So etwas kann sehr gefährlich sein und unerfahrene Wanderer sollten sich nicht unbedingt dort aufhalten.

Weitere Wanderwege sind der Nepali Highway (Sidelenhütte – Albert-Heim-Hütte SAC), Von Furka Süd nach Furka Nord (Rotondohütte SAC – Sidelenhütte) oder der Vier-Quellen-Weg (Sidelenhütte weiter Richtung Albert-Heim-Hütte nach Realp oder weiter über den Urschner Höhenweg nach Andermatt).

In der Nähe der Hütte gibt es auch einen Klettergarten und generell sehr viele Klettertouren.

Furkapass

Nach unserem Abstecher zum Gletscher sind wir wieder zurückgelaufen. Zuerst an der Mondlandschaft vorbei, bis es wieder schön grün wurde.
Unser Auto stand, wie in der Schweiz nicht anders zu erwarten, immer noch sicher an seinem Platz und wir konnten unseren nächsten Ausflug starten.

Fazit

Wir hoffen, dass euch unser Bericht über die Wanderung zur Siedelenhütte gefallen hat! Vor allem der Sonnenaufgang war spektakulär und allein dafür hat es sich schon gelohnt. Wir sind uns auch ganz sicher, dass wir wiederkommen werden.
Wäre so eine Hüttenübernachtung etwas für euch?

Ein Wochenende im Brandnertal

Ein Wochenende im Brandnertal

Das Brandnertal – eine kleine Region in Vorarlberg, Österreich. Die Landschaft dort lädt zum Wandern und Erholen ein und lässt sich sehr gut an einem Wochenende erkunden! Vorarlberg grenzt sowohl an die Schweiz, Liechtenstein, als auch an Deutschland und ist daher für bestimmte Regionen schnell erreichbar. Von Zürich aus haben wir etwa zwei Stunden für unsere Anreise mit dem Auto benötigt. Mit dem Zug fährt man ähnlich schnell.

Diese Reise und unser Blogartikel entstanden in Zusammenarbeit mit Brandnertal Tourismus. Vielen Dank für die Einladung! Auf unsere ehrliche Meinung hat diese Zusammenarbeit keinen Einfluss.

Wandern um den Lünersee

Wir starten den Tag mit einer Wanderung um den Lünersee. Der See wurde 2019 zum schönsten See Österreichs gekürt. Uns wundert das nicht! Der See ist eingekesselt von Bergen und hat eine wunderschöne Farbe – so wie man es sich bei einem klassischen Postkarten Motiv vorstellt.
Auf 1.970 m Höhe liegt also einer der größten Bergseen der Ostalpen an dem man Wandern, Klettern oder auch Fischen kann. Wir haben uns für eine Rundwanderung um den See entschieden. Die Wanderung ist sehr einfach, nur am Anfang gibt es einen steilen Anstieg, wenn man die Wanderung im Uhrzeigersinn startet. Das steile Stück geht aber nicht sehr lange und ist auch für weniger fitte gut machbar. Rollstuhl- oder Kinderwagen geeignet ist der Rundweg aufgrund des Anstiegs allerdings nicht.

Man hat jederzeit einen wunderschönen Blick auf den See und hat viele Möglichkeiten für einen Foto-Stopp. In der Douglass Hütte habt ihr die Möglichkeit einzukehren. Wir haben uns allerdings eine andere Berghütte ausgesucht, da wir beim erreichen der Hütte noch keinen Hunger hatten. Dazu gleich mehr. 

Wanderung Fakten:

Distanz: 6,1 km
Gehzeit: ca. 2:00 Std
Schwierigkeit: Leicht
Kosten: Berg- & Talfahrt 21,50 € pro Erwachsenen, 12,50 € pro Kind

Mittagspause in der Schattenlagant Hütte

Mit der Bergbahn sind wir wieder zurückgefahren und bis zur Hütte Schattenlagant gelaufen. Hierfür muss man von der Bergstation „Lünersee“ nur etwa 10 Minuten bergab laufen.
Es wird leckere Hausmannskost serviert, die wir nach der Wanderung verschlungen haben. Es war wirklich sehr lecker und absolut empfehlenswert!

Panoramabahn und der Natursprüngeweg

Vom Restaurant ging es mit dem Bus wieder Richtung Brand. Dort haben wir unsere nächste Bergbahn genommen (Bus-Station „Brand, Dorfbahn“). Bei der Mittelstation wird dann in eine schöne Panoramabahn umgestiegen und unser Ziel ist die Bergstation am Gipfel des „Burtschasattel“. Von dort starten wir einen schönen Spaziergang – den Natursprüngeweg. Der Weg dauert etwa 1 1/2 Stunden und das Ziel ist die mittlere Bergstation, mit der wir später wieder nach Brand herunterfahren.

Auf dem Weg gibt es interaktive Stationen zum Thema Natur. Infotafeln und Knöpfe zum Abspielen von Audiodateien in verschiedenen Sprachen inklusive.
Was machen Bäume?
Warum sind Blumen bunt?
Wie klingt ein Auerhuhn?
Das alles und mehr könnt ihr auf dem Natursprüngeweg herausfinden. Da der Weg bergab geht und nicht sonderlich anspruchsvoll ist, ist der Weg auch super für Familien mit kleinen Kindern geeignet.

São Vicente
São Vicente

Wanderung Fakten:

Distanz: 4,6 km
Höhenmeter: 38 m
Dauer: ca. 1.5 h
Schwierigkeit: leicht
Kosten: Link zu den aktuellen Preise der Bergbahnen

Kurz vor Ende des Weges kehren wir in der Alpe Parpfienz ein. Auf 1528 M. ü. M. gönnen wir uns in dem gemütlichen Alpstüble eine frische Bananenmilch, Most, Muffins und ein Speckbrot. Die Erfrischung kommt gerade sehr gelegen und von der Bananenmilch bin ich so angetan, dass ich direkt eine zweite trinke. Die Milch wird dort ganz frisch selbstproduziert und das schmeckt man!
Nur Barzahlung möglich.

Mit der Bergbahn sind wir anschließend zurück nach Brand gefahren, um den Bus zurück nach Bludenz zu nehmen. Abends war noch Zeit für einen kleinen Rundgang und ein Abendessen in der schönen Ortschaft.

Frühstück mit Aussicht

Am nächsten Morgen ging es wieder mit der Brandner Dorfbahn hinauf zum Burtschasattel (die gleiche Bergbahn wie für den Natursprüngeweg). Diesmal sind wir allerdings zum Frühstücken da.
Direkt an der Bergbahnstation liegt das Restaurant Frööd. Jeden Sonntag wird hier ein Bergfrühstücksbuffet mit regionalen Spezialitäten angeboten. Mir persönlich haben es vor allem die Nougatknödel und Vorarlberger Riebel mit Apfelmus angetan.
Das Frühstück wird von 9.15 – 10.30 Uhr angeboten, man sollte also auf jeden Fall mit der ersten Bergbahn hochfahren, um genug Zeit zum Frühstücken zu haben.
Wer noch ein besonderes Erlebnis sucht: Im Sommer bietet das Frööd ein „
Mountain BBQ Bei Vollmond“ an.

Weitere Informationen findet ihr hier.

Loischkopf Wanderung

Gestärkt von unserem Frühstück im Frööd wandern wir nun zum Loischkopf. Hierfür gehen wir entgegen der Richtung vom vorherigen Tag. Die Wanderung geht zunächst durch einen Wald und teils steil bergauf. Auf dem Weg müssen wir auf Downhill-Fahrer achten, denn diese haben hier in der Region ein kleines Paradies für sich. Die Downhill-Wege und Wanderwege kreuzen sich aber nicht allzu häufig, von daher finden wir das auch gar nicht störend. Für uns war es sogar eher interessant zuzusehen, wie sie teilweise beeindruckende Sprünge hinlegten. Nach bereits 30 Minuten gelangen wir an den Gipfel des Loischkopfs auf 1.860 m Höhe.
Das Gipfelkreuz ist übrigens nicht ganz oben auf dem Berg, da direkt nach dem Gipfelkreuz ein neuer Gipfel anfängt.
Das Highlight am Loischkopf ist definitiv die Aussicht auf Bludenz, ins Klostertal sowie das Walsertal. Wir können hier kilometerweit schauen und haben uns definitiv in die Aussicht verliebt. Eine Bank lädt zum Verweilen ein. Bringt euch also einen kleinen Snack mit und genießt das Panorama.

Distanz: 2.5 km
Höhenmeter: 130 m 
Dauer: ca. 0.5 h
Schwierigkeit: leicht

Vom Loischkopf geht es jetzt entspannt bergab. Es kommen keine steilen Abschnitte, deshalb ist die Wanderung wirklich sehr knieschonend. Wir laufen überwiegend durch Wälder und haben immer wieder einen tollen Ausblick auf die Bergkulisse.
Wir landen am Ende bei der Biker Camping Area, an der auch die Einhornbahn II fährt. Von hier fährt ein Wanderbus, der uns zu einer regulären Bushaltestelle bringt.

Distanz: 6 km
Höhenmeter: 610 m runter
Dauer: ca. 2.5 h
Schwierigkeit: leicht

Fortbewegungsmittel

Wie kommt man im Brandnertal am besten von A nach B?

Wir sind mit unserem Auto bis nach Bludenz gefahren und haben dort auch übernachtet. Vor Ort konnten wir aber alles bequem mit dem öffentlichen Verkehr fahren.
Im Bus kann man zum Beispiel eine Tageskarte bis nach Brand kaufen und damit die Busse in der Region nutzen. Die Bergbahnen muss man natürlich immer separat bezahlen, sind ihr Geld aber auf jeden Fall wert.

Weitere Informationen zu den Bergbahnen findet ihr hier.
Weitere Informationen zum Verkehrsnetz & Preise findet ihr hier.

Fazit

Wir hoffen, unser Bericht über das Brandnertal hat euch gefallen! Wochenenden in den Bergen geben uns immer so viel Energie wie eine Woche Urlaub, deshalb haben wir uns besonders über die Einladung gefreut. Wir sind uns auch sehr sicher, dass wir wieder kommen werden.
Wart ihr schon einmal im Brandnertal?

Diese Wanderungen dürft ihr auf O‘ahu nicht verpassen

Diese Wanderungen dürft ihr auf O‘ahu nicht verpassen

Wenn wir Menschen fragen, woran sie beim Wort „Hawai’i“ denken, kommt meistens: Ananas, Surfer, Cocktails und Hula. Die Inselgruppe hat allerdings auch eine fantastische Natur zu bieten!
O’ahu ist meistens die erste Anlaufstelle für Touristen, da sich hier ein internationaler Flughafen befindet sowie der berühmte Waikiki Beach.
Heute soll es aber um schöne Wanderungen gehen, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet. Alle Wanderungen (bis auf evtl. eine) sind auch für Wandermuffel gut geeignet.

1. Koko Head Crater

Wir starten direkt mit unserem Favoriten und der härtesten Wanderung auf der Liste. Es ist nämlich eher ein Workout als eine Wanderung und wird von Einheimischen auch tatsächlich als tägliche Workout Routine genutzt.
Auf Eisenbahnschienen des Zweiten Weltkrieges führt der Wanderweg steil den Koko Head hinauf. Insgesamt gilt es über 1000 Stufen zu überwinden. Der Weg selbst ist nicht so schwierig – man kann nur geradeaus gehen.
Das Problem ist eher die Steilheit. Vor allem im letzten Stück wird es so steil, dass es fast einem klettern gleicht. Auf dem Weg hinunter merkt man das dann nochmal eher.
Wir denken, es ist dennoch für jeden machbar, auch wenn das mehr Pausen bedeuten.
Die Schienenlücken sind prinzipiell aufgeschüttet und es besteht keine Gefahr. Es gibt jedoch einen sehr kurzen Abschnitt, da führen die Lücken tatsächlich in die Tiefe. Offiziell gibt es eine Umgehung an den Schienen vorbei. Sie ist ausgeschildert und gilt als eigentlicher Wanderweg. Der Großteil der Wanderer balanciert die Schienen hinauf. Wenn ihr euch unsicher seid, lauft einfach außen herum. Das dauert vielleicht nur eine Minute länger.

Am Ziel angekommen könnt ihr noch ein Stückchen weiter hoch, denn der Weg ist zwar am Schienenende offiziell vorbei, aber die beste Aussicht gibt es natürlich am Gipfel. Euch liegt dann nämlich ein 360° Panorama zu euren Füßen!

Wir empfehlen die Wanderung unbedingt zum Sonnenuntergang. Zum einen ist es am späten Nachmittag nicht mehr so heiß und das Licht am Abend in Kombination mit der Kulisse ist einfach nur spektakulär.

Distanz: 2,6 km Hin- & zurück
Höhenmeter: 270 m
Dauer: je nach Fitnesslevel 1 – 2 h
Schwierigkeit: mittel
Kosten: kostenlos
Öffnungszeiten: Die Wanderung selbst hat keine. Der Parkplatz direkt beim Start der Wanderung ist von 06:30 Uhr – 23 Uhr geöffnet.

Am Startpunkt der Wanderung liegt ein großer Parkplatz.
Für den öffentlichen Verkehr bei der Bushaltestelle „Hanauma Bay“ aussteigen.

Bei großer Hitze unbedingt eine Kopfbedeckung und viel Wasser mitnehmen. Schattenplätze sind rar auf dem Weg.

2. Diamond Head Summit Trail

Die vielleicht bekannteste Wanderung auf O’ahu: Der Diamond Head. Nicht verwunderlich, so gilt der Vulkan als Wahrzeichen Honolulus bzw. O’ahus. Der hawaiianische Name ist übrigens Lēʻahi.
Doch Achtung: Die Besuchszahlen sind streng reguliert und ihr benötigt eine Genehmigung, um hier zu wandern. Wo genau ihr euch diese bestellen könnt, steht unten im Faktenteil.

Unsere Wanderung startet um 06:00 Uhr morgens. Das ist der früheste Timeslot den wir buchen konnten. Was wir nicht ahnen: Wo sonst zum Sonnenaufgang nie etwas los ist, fühlen wir uns hier wie bei einem Ameisenmarsch. Jeder Timeslot beträgt zwei Stunden. In dieser Zeit muss man hochwandern, die Aussicht genießen, wieder runter und dann mit dem Auto das Gelände verlassen. Das klingt erstmal sportlich, doch braucht es pro Strecke tatsächlich nur etwa 30 Minuten. Somit hatten wir eine volle Stunde am Gipfel.

Die Wanderung startet ziemlich gemütlich mit leichten Steigungen. Später kommen noch Tunnel, Stufen und alte Bunker hinzu. Im Dunkeln klingt das ein wenig gruselig, da es ja aber so viele Menschen waren, wurden die Wege gut durch Stirnlampen und Smartphones beleuchtet.

Oben angekommen, waren die besten Plätze zum Sonnenaufgang schauen bereits belegt. Wir waren mehr oder weniger eingepfercht zwischen vielen Menschen. Das klingt jetzt nicht so toll und war es tatsächlich auch nicht. Warum wir die Wanderung trotzdem empfehlen? Weil man eine wirklich tolle Aussicht auf Honolulu und den Waikiki Beach hat. Wir wissen nicht, wie es sich zu anderen Tageszeiten verhält, aber zum Sonnenaufgang war es zwar schön, durch die vielen Menschen aber auch recht anstrengend.

Distanz: 3,1 km Hin- & zurück
Höhenmeter: 157 m
Dauer: ca. 1 h
Schwierigkeit: einfach
Kosten: 5 $ pro Person sowie 10 $ pro Auto
Öffnungszeiten: 06:00 Uhr – 18:00 Uhr. Maximal 2 h vor Ort. Spätester Eintritt 16 Uhr.
Zur Reservierung

Mit der Genehmigung könnt ihr direkt mit eurem Mietwagen auf den Krater und den offiziellen Parkplatz fahren. Die Genehmigungen werden vorher an einer Schranke kontrolliert.

3. Kaiwa Ridge (Lanikai Pillbox Hike)

Der Pillbox Hike war eine unserer ersten Wanderung auf Hawai’i. Nachdem wir mit dem Makapu’u Point Lighthouse Trail einen ausschließlich asphaltierten Weg hatten, waren wir hier dann doch überrascht, wie schlecht der Weg in Schuss war. Den Start der Wanderung zu finden war tatsächlich nicht ganz so einfach, denn es gibt keinen direkten Parkplatz dort. Wir haben also am wunderschönen Kailua Beach Park geparkt und sind etwa 15 Minuten zum eigentlichen Start der Wanderung gelaufen. Wir haben uns mit Locals vor Ort unterhalten und dies ist tatsächlich der kürzeste Weg dorthin. Außer natürlich, ihr nehmt euch ein Taxi und lasst euch direkt zum Start fahren.

Der Weg ist schlecht ausgebaut, sehr steil und hat teilweise Passagen in denen man sich auf allen vieren hochzieht. Das liest sich wahrscheinlich dramatischer als es ist, aber die Wanderung ist auch nicht umsonst als „schwer“ eingestuft worden. So schwer fanden wir es zwar nicht, aber schon etwas anspruchsvoller. Wenn ihr noch nie in eurem Leben gewandert seid, dann wird der Weg euch aber sicher etwas zu schaffen machen.

São Vicente

Die Wanderung ist vor allem durch die zwei „Pillboxen“ bekannt, alte Militärbunker. Die Wanderung vom Ausgangspunkt zum ersten Bunker dauert etwa 30 Minuten. Dann sind es noch weitere 10 Minuten, um den zweiten Bunker zu erreichen. Man kann auf die Bunker hinaufklettern und hat eine tolle Aussicht. Vor allem auf den wunderschönen Lanikai Beach, der einfach kristallklar und eine schöne türkisene Farbe hat.
Für uns definitiv die zweitschönste Wanderung, die wir gemacht haben.

Distanz: 2,7 km Hin- & zurück
Höhenmeter: 191 m
Dauer: ca. 1.5 h
Schwierigkeit: schwer
Kosten: kostenlos
Öffnungszeiten: 06:00–20:00

4. Makapu’u Point Lighthouse Trail

Kommen wir zum letzten Wanderweg: dem Makupu’u Point Lighthouse Trail. Unserer Meinung nach ist es der einfachste, aber auch unspektakulärste Weg. Wenn ihr nicht so viel Zeit habt, solltet ihr diese Wanderung am ehesten auslassen. Wenn ihr euch die anderen Wanderungen allerdings nicht zutraut, dann macht zumindest diese eine. Man kann direkt vor Ort parken und loslaufen.
Am Parkplatz wird davor gewarnt keine Wertsachen im Auto zu haben bzw. sichtbar liegenzulassen, da es eine „High Theft Area“ ist, also ein Bereich, in dem viele Diebstähle bzw. Einbrüche in Autos passieren.
Wir empfehlen euch generell keine Wertsachen offen im Auto liegenzulassen. Nicht in Hawai’i, nicht in den USA und überhaupt nirgendwo.

Der Weg selbst ist anspruchslos. Es ist komplett asphaltiert und ihr könnt es sogar mit Turnschuhen oder Sandalen laufen. Es gibt nur leichte Steigungen und sollte keine große Herausforderung darstellen, auch wenn ihr keine Wanderer seid.

Von oben hat man einen schönen Blick auf die Klippen, einem Leuchtturm und wenn ihr Glück habt auf Buckelwale.

Distanz: 4,0 km Hin- & zurück
Höhenmeter: 154 m
Dauer: ca. 1 h
Schwierigkeit: leicht
Kosten: kostenlos
Öffnungszeiten: 07:00 – 18:45 Uhr

Fazit

Wir hoffen, unsere Auswahl an Wanderungen hat euch gut gefallen. Sie alle sind wahrlich keine Geheimtipps mehr, aber nicht umsonst so beliebt. Sie sind gut erschlossen, in der Regel für alle machbar und bieten wirklich tolle Aussichten. Wir hatten uns selbst noch eine weitere Wanderung notiert, uns diese aber nicht zugetraut. In den Tagen vorher hatte es ordentlich geregnet und von der Wanderung wird ausdrücklich abgeraten, wenn es geregnet hatte. Wir hoffen natürlich, dass wir diese, und noch andere, Wanderungen auf O’ahu nachholen können.

Szene für Szene die Welt entdecken – Rezension

Szene für Szene die Welt entdecken – Rezension

Mit der bekanntesten Filmtouristin auf Reisen? Als großer Film und Serien Fans klingt das natürlich traumhaft!
So gerne wir Reisen sitzen wir definitiv auch gerne stundenlang auf der Couch und lassen uns in andere Welten entführen.
Umso gespannter war ich auf das Buch von Andrea David. Was ich davon halte, könnt ihr in dieser Rezension lesen.

Ich bedanke mich bei dem CONBOOK Verlag für das kostenfreie Rezensionsexemplar.
Meine Meinung zum Buch wird davon nicht beeinflusst. 

INHALTSANGABE

Filme und Serien schaffen immer wieder neue Sehnsuchtsorte. Sei es das Resort aus Dirty Dancing, die Treppe aus Rocky, das Tal, durch das die Dinosaurier in Jurassic Park liefen, oder der Wald, der in Game of Thrones zu Winterfell wurde.

Filmtouristin Andrea David reist seit zwei Jahrzehnten an legendäre Drehorte und erweckt bekannte Filmmomente zum Leben, indem sie die Szenenbilder mit ihrem tatsächlichen Drehort verschmelzen lässt.

Ihr Buch erzählt von den besonderen Entdeckungen und Begegnungen dieser Reisen und ist mit zahlreichen Fotos und über 200 persönlichen Drehort-Tipps die ideal Fernwehlektüre für Filmfans.

Facts

Broschiert: 288 Seiten
Verlag: CONBOOK; Auflage: 1 (11. Oktober 2022)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3958894356
ISBN-13: 978-3958894358
Preis: € 19,95 [D] • € 20,60 [A] • CHF 28,90 [CH]

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Andrea David has touched movies like no person before her – Jason Reitman (Regisseur Ghostbusters: Legacy)

Szene für Szene die Welt entdecken – ich war schon beim Titel Feuer und Flamme für das Buch. Als großer Film- und Reisefan war das schon fast das perfekte Buch für mich. Ich war ganz gespannt darauf, welche Orte in dem Buch auf mich warteten. Ich bin davon ausgegangen, einige der Klassiker (Jurassic Park auf Hawaii, Hobbiton auf Neuseeland oder Game of Thrones Drehorte in Dubrovnik) zu sehen, aber hoffte auch auf eher unbekannte, gar unscheinbare Orte.

Wir selbst haben bereits einige Drehorte besucht, wie zum Beispiel Hobbiton in Neuseeland (Der Herr der Ringe, Der Hobbit), Ait Ben Haddou in Marokko (Game of Thrones) oder auch die Kualoa Ranch auf Hawaii (Jurassic Park, LOST und vieles mehr).

Diese Orte sind natürlich besonders bekannt und werden auch wegen ihrer Verbindung zu den Filmen beworben.
Wenn wir in der Nähe waren und es uns soweit bekannt war, haben wir aber auch Orte besucht, welche nicht speziell beworben wurden.
Dazu zählen zum Beispiel Gaztelugatxe in Nordspanien (Game of Thrones), das Tanner/Halliwell Haus in San Fransisco (Full House, Charmed) oder das American Museum of Natural History (Nachts im Museum).

Aus 252 Filmen und Serien wurde liebevoll eine Kollektion erstellt. Gegliedert ist das ganze nach Ländern bzw. Kontinenten. 
Wir starten mit Filmkulissen aus den USA, gefolgt von Kanada und Europa und zum Schluss noch ein kurzes weltweites Kapitel für James Bond Drehorte. 

Hawaii Highlight

Wir auf der Kuala Ranch auf Hawaii – einem der bekanntesten Drehorte der Welt. Zu sehen sind noch Requisiten des Films KONG. Viele weitere Filme und Serien wurden hier gedreht.

Eine Beeindruckende Liebe zum Detail

Das Buch startet nach der Einleitung direkt mit einem meiner Lieblingsfilme. Zurück in die Zukunft. Und schnell wird mir klar, dass das Buch meine Hoffnung bestätigt: Es warten nicht nur die bekannten Touristen Hotspots auf mich, sondern viele unscheinbare Orte. Denn statt nur die berühmte Rathauskulisse in den Universal Studios zu besuchen, finden sich noch weitere Orte aus Zurück in die Zukunft in dem Buch. Zum Beispiel die Whittier High School (Hill Valley Highschool), die Puente Hills Mall (Twin Pines Mall auf dessen Parkplatz Doc den DeLorean vorführt) oder die Bushnell Avenue (das Zuhause von Lorraine). 

Und so zieht es sich über das ganze Buch. Es finden sich Drehorte zu einer bunten Mischung aus Filmen und Serien. Was mir unglaublich positiv gefällt, ist der Stil wie  Drehorte präsentiert werden. Wer Andrea Davids Instagram-Kanal (@filmtourismus) bereits kennt, weiß wovon ich schreibe. Sie hält ein Foto in der Hand, auf dem eine Filmszene abgebildet ist. Im Hintergrund sieht man den eigentlichen Drehort. Hier kann man auch tolle Veränderungen sehen, wie zum Beispiel beim Kapitel mit Edward und den Scherenhänden. Im Film war die Wohnsiedlung schön pastellfarben, aber in den Jahren hat sich einiges getan. Andrea David schafft es aber immer den perfekten Winkel zu finden, den ihr Foto ihr vorgibt und beweist eine große Liebe zum Detail.

Neben den eigentlichen Filmspots finden sich immer wieder zum Start eines Kapitels persönliche Erlebnisberichte der Autorin. So erzählt sie von Unterhaltungen mit Anwohnern direkter Drehorte, einer Wolfsichtung eines Strandes von Twilight (wie passend!), wie sie mit elf weiteren Star Wars Fans die irische Insel Skellig Michael besucht und noch vieles mehr.

Zum Schluss erinnert Andrea Davis auch an die Regeln, welche es zu beachten gibt, wenn ihr einen Drehort besucht. Respekt wird ganz großgeschrieben und Privatgrund sollte nie betreten werden. Vor allem bei Häusern, die ganz normal bewohnt werden, sollte ein Blick oder Foto von der Straße genügen.

Fazit

Ich bin hin und weg! Das Buch ist wirklich toll gegliedert und bietet ausreichend Informationen, um sich einen Überblick zu verschaffen. Ich werde definitiv vor jeder Reise einmal hineinschauen, ob es einen potenziellen Drehort gibt, welchen wir besuchen könnten. 
Ein wenig schade fand ich, dass es keine Drehorte zu Afrika, Asien, Ozeanien oder Mittel- & Südamerika gibt. Ich hoffe natürlich sehr auf weitere Bücher mit Themenschwerpunkten auf anderen Kontinenten, denn das Potenzial ist ja auf jeden Fall da.

Es standen zwar schon einige Drehorte (vor allem zu Game of Thrones) auf unserer Bucketlist, aber durch das Buch ist die Liste nun noch etwas gewachsen. Wir können jedem Film- & Reisefan das Buch nur wärmstens ans Herz legen. Ihr könnt es als klassischen Reiseführer nutzen, oder als Nachschlagwerk, wenn ihr zu einem Ort oder Film gezielt etwas wissen möchtet. Die Drehorte befinden sich zum Glück nicht nur in irgendwelchen Filmstudios, sondern können und wollen gerne von Filmfans entdeckt werden.

Gerade in Zeiten des CGI-Überschuss ist es doch etwas Schönes zu sehen, wie Filme und Serien an echten Orten zum Leben erweckt wurden. Wir hoffen selbst, dass dieses sinnlose CGI in Zukunft wieder etwas zurückgeht. Und damit meinen wir, wenn sogar ein Café plötzlich animiert wird, anstatt ein reales Café zu nehmen. Denn echte, authentische Orte machen doch oft den Charme einer Filmkulisse aus. Deshalb ist „Der Herr der Ringe“ auch definitiv zeitloser und sieht unserer Meinung nach sogar besser aus als der viel später erschienene „Der Hobbit„.

 

MEHR ÜBER DIE AUTORIN
Nusa Penida – Paradies südöstlich von Bali

Nusa Penida – Paradies südöstlich von Bali

Nusa Penida – eine absolute Trauminsel. Sie gehört zu Bali und liegt südöstlich davon zusammen mit den Inseln Nusa Lembongan und Nusa Ceningan. Balinesen kommen allerdings nicht sehr gerne hier her, da sie glauben, dass Dämonen und ein Riese die Insel bewohnen.

Obwohl Bali sehr schön ist, verpassen die Einheimischen auf Nusa Penida definitiv etwas, wenn sie sich zu sehr fürchten die Insel zu besuchen.

2018 haben wir nur eine Nacht hier verbracht und das haben wir schnell bereut. Zwei Tage, die uns so stark in Erinnerung geblieben sind, wie es nur selten der Fall ist.
Deshalb ging es 2023 erneut auf die Insel. Für 6 Tage!

WIE KOMMT MAN NACH NUSA PENIDA?

2023 sind wir mit der lokalen Fähre von Padang Bai aus gefahren, um unseren gemieteten Roller mitzunehmen. Von Padang Bai nach Nusa Penida fährt die Fähre zwei mal täglich, ausser Sonntags. Mittwochs ist es auch mal so, mal so.
Die erste Fähre fährt hierbei von Padang Bai ab ca. 10:00 Uhr und die Zweite ab 14:00 Uhr.
Von Nusa Penida zurück dann um 08:00 Uhr und die zweite Fähre um 12:00 Uhr.
Rechnet mit Abweichungen von einer Stunde und seid auf jeden Fall eine Stunde früher da.
Die Tickets kauft man am selben Tag, direkt beim Schalter. Die Kosten für einen Roller und zwei Personen lagen bei 120.000 IDR one way.
Die einzigen Personalien, die wir angeben mussten, waren unsere Vornamen.
Unsere Reisepässe mussten wir nicht vorlegen.
Die Fahrzeit beträgt ca. 1.5 Stunden, je nachdem wie der Wind und Wellengang ist.

2018 sind wir von Sanur aus mit einem Schnellboot Richtung Nusa Penida gefahren. Ihr müsst bei den Bootspreisen ziemlich aufpassen, diese variieren bis zu 400.000 Rupiah! Wir haben nur Angebote für 400.000 IDR One-Way und 600.000 IDR mit Rückfahrt gesehen, was uns zu teuer war. Uns ist dann die ganze Zeit ein Mann hinterhergelaufen und hat gerufen, dass er uns Helfen kann. Durch unseren Aufenthalt in Kuba waren wir allerdings zu misstrauisch und sind weitergegangen. Großer Fehler!

Wenn euch jemand ein Angebot macht, dann hört ihm ruhig zu. In Asien gibt es sehr viele nette Menschen, die einem etwas Gutes tun wollen. Natürlich gibt es auch Betrüger, aber wir hatten Glück. Letztlich haben wir pro Person nur 175.000 IDR bezahlt, was 25.000 IDR über dem einheimischen Preis lag.

Wir saßen mit anderen Deutschen zusammen, welche 500.000 IDR pro Person (für die Hin- und Rückfahrt) bezahlt haben. Wir waren richtig happy! 

Ich habe mich vorab erkundigt und 500.000 IDR scheint tatsächlich ein gängiger Betrag für Touristen zu sein, wenn ich mir so andere Blogs anschaue. Da man so viel aber für die Überfahrt auf eine Gili Insel bezahlt mit Rückticket, haben wir es nicht eingesehen für eine Strecke, welche halb so lang dauert, genauso viel zu bezahlen.

Wieso haben wir nicht gleich ein Rückfahrt Ticket gekauft? Wir wollten nicht zurück nach Sanur, sondern nach Padang Bai, aber diese Ticket Kombination wurde uns nicht angeboten. Also haben wir einfach gehofft für zurück wieder so einen guten Preis zu bekommen und so kam es dann auch. Letztlich mussten wir trotzdem nach Sanur, da nach Padang Bai kein Boot mehr gefahren ist. Trotzdem war das für uns die bessere Variante. Nusa Penida ist übrigens eine beliebte Tagesausflugs Insel für chinesische Touristen. Wenn ihr also das erste oder letzte Boot des Tages nehmt, dann müsst ihr euch auf sehr volle Boote gefasst machen. Unsere Hinfahrt war vormittags und sehr entspannt. Zurück hatten wir aber das letzte Boot und es war nicht sehr angenehm.

Wenn es sich für euch vermeiden lässt, nehmt die Boote gegen Mittag oder Nachmittag. 

KEINEN SCHWACHEN MAGEN!

Die Überfahrt mit dem Schnellboot dauert nach Nusa Penida ca. 35 Minuten. Diese Fahrt ist aber wirklich nichts für Menschen mit einem schwachen Magen. Es schaukelt sehr stark und es kann einem schnell schlecht werden! Es gibt verschiedene Bootsunternehmen, aber nach Nusa Penida scheint es keine schwarzen Schafe zu geben im Gegensatz zu den Unternehmen, welche zu den Gillis übersetzen. Man kann sich vorab natürlich über TripAdvisor über das jeweilige Unternehmen informieren, das haben wir aber nicht gemacht. Erst im nach hinein haben wir Erfahren, dass es wohl üble Unternehmen geben soll, welche keine Sicherheitswesten oder überhaupt Sicherheitsstandards haben. Teilweise wurde wohl Gepäck einfach ins Wasser geschmissen.

Bei uns war aber alles in bester Ordnung.

Das Gepäck wird an Deck verstaut, deshalb bringt vorher den Regenschutz an euren Rucksack an. Das Handgepäck durften wir regulär mit rein nehmen.
Wenn man ankommt, dann wird das Gepäck gesammelt am Strand deponiert und man kann sich seinen Rucksack (oder Koffer) schnappen und weiterziehen.

DIAMOND BEACH

2023 haben wir in der Koje Cottage am Diamond Beach übernachtet. Wir wollten diesmal im Osten der Insel sein, um es nicht weit zum Sonnenaufgang zu haben. Der Weg zum Diamond Beach hinunter, existiert übrigens erst seit ca. 2018. Vorher war der Strand nicht zugänglich.
Der Eintritt für den Strand beträgt 25.000 IDR pro Person und ein kleines Wasser ist im Preis inbegriffen. Das Parken kostet noch einmal 5.000 IDR. 
Der Abstieg zum Strand ist gar nicht so einfach. Die erste Hälfte geht eigentlich problemlos, da es auch ein Geländer gibt. Dann hört das Geländer auf, die Stufen werden schmaler und irgendwann gibt es dann ein Kletterseil und keine richtigen Treppen mehr. Für mich eine kleine Herausforderung, aber wenn ich das kann, dann könnt ihr das auch! Nehmt euch aber unbedingt genügend Wasser mit. Außerdem empfehlen wir festes Schuhwerk.
Der Diamond Beach ist wirklich wunderschön und zählt zu einer der schönsten Balis bzw. Nusa Penidas. Wir empfehlen euch unbedingt hierher zu kommen, allerdings nur, wenn ihr wirklich den Abstieg wagt. Ihr müsst den Eintritt nämlich auch bezahlen, selbst wenn ihr nur mal kurz die Aussicht anschauen wollt. 

1000 Islands Viewpoint

Auch östlich, gleich in der Nähe des Diamond Beach, findet ihr den 1000 Island Viewpoint. Er befindet sich direkt neben dem bekannten Fotospot „Treehouse“, welches wir euch nicht empfehlen würden. Als wir dort waren (um 6 Uhr morgens zum Sonnenaufgang), waren bereits zwei Herren dort, die pro Person 75.000 IDR für ein Foto einkassierten. Wenn man zu zweit aufs Bild möchte, muss man also knapp 9 € bezahlen. Das war es uns nicht Wert. Scheinbar sind sie nicht immer da, ihr könnt euer Glück ja mal versuchen. Wir hatten Pech.
Direkt daneben findet ihr aber den wunderschönen Aussichtspunkt – der zum Glück nichts kostet. Hier habt ihr eine Aussicht auf den Diamond Beach und er zählt definitiv zu den schönsten Ausblicken der Insel.
Ihr müsst etwas oberhalb parken und auf dem Rückweg wurden 5.000 IDR Parkgebühr fällig. Dann lauft ihr einige Stufen hinunter bis zum besagten Aussichtspunkt. Der Rückweg ist etwas anstrengend, aber es hält sich alles in Grenzen.

BROKEN BEACH

Einen kleinen Zwischenstopp solltet ihr beim Broken Beach einlegen. Die Aussicht hier ist auch wirklich unglaublich schön und wer eine Drohne dabei hat, kann tolle Aufnahmen machen! Viel mehr ausser Staunen kann man allerdings nicht, denn einen direkten Zugang zum Meer gibt es nicht.
Wer baden will, sollte bei „Angels Billabong“ vorbeischauen. Hier hat man die Möglichkeit in einem kleinen Abschnitt ins Wasser zu hüpfen. Da die Sonne schon am untergehen war, haben wir es hier aber nicht mehr hin geschafft.

Preis fürs Parken (Broken Beach & Angels Billabong): 5.000 IDR.

KELINGKING BEACH

Der berühmteste Ort auf Nusa Penida: Der Kelingking Beach. Aufgrund des Felsens, dessen Form, die an einen T-Rex erinnert, ist der Aussichtspunkt ein wahrer Instagram Star geworden. 2018 haben wir ihn verpasst und wollten ihn natürlich nachholen. Dieser Ort ist wirklich etwas besonderes. 1000 mal auf Instagram gesehen und in der Realität hat er uns trotzdem wahnsinnig beeindruckt!
Es gibt überraschenderweise keine Parkgebühren oder eine Eintrittsgebühr.
Am Aussichtspunkt angekommen, habt ihr verschiedene Möglichkeiten. Links am Zaun entlang (bergab), gelangt ihr hinunter zum Strand. Hier ist auch ein kleines Stück vom Zaun entfernt worden um Fotos direkt an der Klippe machen zu können.
Wir empfehlen, euch am Zaun eher rechts zu halten, dort könnt ihr nach oben laufen und habt eine ganz andere Aussicht und teilt sie mit fast niemanden.

Wir sind übrigens nicht zum Strand hinunter. Es war bereits Sonnenuntergang und wir wollten nicht im dunkeln wieder hinauf. Der Abstieg gilt als der härteste der Insel und generell sollte man gutes Schuhwerk dabei haben und sich nicht scheuen Teile zu erklettern. 

CRYSTAL BAY

2018 haben wir im Bintang Bungalow* übernachtet. Die Lage der Bungalows war für uns damals perfekt. Das Essen hier ist auch sehr lecker, ich kann es also rundum empfehlen. Ich habe super gerne in Bungalows geschlafen und die Bintang Bungalows sind mitten in der Natur. Der Nachteil ist, dass die Nachtaktiven Tiere wirklich sehr laut sind und ich am frühen Morgen den schreienden Hahn am liebsten den Hals umgedreht hätte. Aber das Feeling mitten im Dschungel zu sein, hat das alles wieder wett gemacht. 

Ca. 30 Gehminuten von unserer Unterkunft entfernt, war die Crystal Bay und ganz ehrlich: So kristallklares Wasser haben wir beide in unserem Leben noch nie gesehen. Erst einmal ging der Weg die ganze Zeit steil bergab (na danke, der Rückweg wird ja super). Als wir ankamen, haben wir nicht lange gezögert und sind auf zum Schnorcheln. Wir hatten immer unsere eigene Ausrüstung dabei. Zum einen aus hygienischen Gründen und zum anderen kann man jederzeit und überall schnorcheln, wo man möchte und ist nicht darauf angewiesen, ob es einen Verleihshop gibt. Wenn man keine eigene Ausrüstung hat, kann man sich diese aber problemlos hier am Strand ausleihen.
Im Wasser angekommen fängt es erst einmal mit den toten Korallen an und plötzlich ist alles bunt. Wirklich nicht weit vom Strand entfernt sieht man die hübschesten Korallen und Fische. Hier kann es, nebenbei erwähnt, zu sehr starken Wellengang und Strömungen kommen. Bei uns ging es noch, zeitweise waren es ein paar höhere Wellen. Wer nicht sicher im Schwimmen ist, sollte die Wellen beobachten und überlegen, ob er ins Wasser geht oder nicht.

Wir waren so begeistert, dass wir nicht mehr aus dem Wasser wollten. Irgendwann muss man ja aber mal eine Pause einlegen und wir haben für 25.000 IDR eine Kokosnuss gekauft, um das frische Kokoswasser zu trinken. Mehr Urlaubsfeeling ging an diesem Tag wirklich nicht mehr.

Im September/Oktober kann man an der Crystal Bay übrigens den Mola Mola (Mondfisch) entdecken, welcher bis zu drei Meter groß wird. Da wir im Juni da waren, war uns der Anblick dieses Phänomens leider nicht möglich. 

TAUCHEN MIT MANTAS

2023 war es endlich soweit, nachdem wir 2018 die Mantas verpasst haben.
Wir haben einen Tauchtrip zum Manta Point gebucht. Wir haben übrigens gelernt, dass es einen Manta Point (zum Tauchen) und eine Manta Bay (zum Schnorcheln) gibt. Die Wahrscheinlichkeit Mantas anzutreffen ist am Manta Point höher, allerdings schwimmen die Mantas auch deutlich tiefer und zum Schnorcheln wäre das nichts. Gebucht haben wir unseren Tauchtrip über „Purple Dive“ und können diese Tauchbase auch guten Gewissens weiterempfehlen. Für knapp 100 € pro Person haben wir zwei Tauchgänge gemacht. Einmal zum Manta Point und einmal zu einen Korallenriff vor Nusa Lembongan. Zudem war im Preis auch noch ein einfaches Mittagessen inbegriffen.

Die Tauchschule war super professionell und die Leute wirklich sehr lieb! Wir waren unglaublich aufgeregt, ob wir denn endlich Mantas sehen. Einige der Mitarbeiter haben total mit uns mitgefiebert, da sie wussten, dass wir am besagten Tag unseren Hochzeitstag feiern.

Und dann war es so weit. Wir tauchen bereits ein paar Minuten, die Sicht ist sehr gut und ich höre eine kleine Glocke. Unser Instructor hatte die Glocke dabei um uns auf besondere Fische aufmerksam zu machen. Ich drehe mich zu ihm und sehe plötzlich einen riesigen Manta. Er kreist um einen Felsen. Wir schauen ganz aufgeregt, aber schwimmen nicht direkt auf ihn zu. Alle Taucher respektieren den Raum, den der Manta einnimmt. Wir warten und er schwimmt auf uns zu. Wir schwimmen parallel zu ihm und er fängt an zu wenden – Direkt auf mich zu. Weiche ich nun links oder recht aus? Ich werde kurz nervös und weiche schließlich nach links aus. Boah – was für ein Moment! Da Schwebt er ganz majestätisch an uns vorbei.
Dieser Augenblick hat sich bei uns ganz fest eingespeichert. Während ich diese Zeilen schreibe bin ich am Dauergrinsen. Schon alleine dafür hat es sich gelohnt wieder nach Nusa Penida zurückzukehren.

Bericht von 2018:
Ich wollte unbedingt Mantas sehen. So sehr. Aber wir wussten nicht so genau wie wir das anstellen sollten. Am Anreisetag war es zu spät und am Abreisetag mussten wir bis 12:00 Uhr auschecken, zudem ging die Fähre um 14:00 Uhr – das war alles recht knapp.
Als ich am Abreisetag nach dem Frühstück an der Rezeption nachfragte, war die nette Dame so enthusiastisch uns zu helfen und hat gleich mehrere Leute angerufen, um uns etwas zu organisieren. Es ging so schnell, wir hatten gar nicht realisiert was da passiert. Ich wollte ja eigentlich nur eine kurze Auskunft. Die Manta Tour hätten wir nämlich wahrscheinlich einfach von Bali aus noch buchen können. Es wäre also nicht schlimm gewesen, wenn es an diesen zwei Tagen nicht geklappt hätte. Aber alle waren so bemüht, das war klasse. Auschecken mussten wir also erst um 16:00 Uhr, ohne Aufpreis und wir konnten dann die letzte Fähre um 17:00 Uhr nehmen.
Mit dem Scooter wurden wir dann zu einer Base gefahren, welche die Manta Schnorchel Tour anbietet. Für den ganzen Hin- und Rück Transport sowie die Tour haben wir übrigens 350.000 IDR bezahlt.
Als Erstes haben wir den Manta Point angesteuert aber leider hatten wir Pech. Man sagt dem Manta Point eine Garantie von 98 % nach. Aber das mit diesen Prozenten ist ja so eine Sache. Scheinbar sind die Mantas morgens aktiver, gegen 08:00 Uhr hätte man ein Paar sehen können. Wir haben es erst gegen 11:00 Uhr geschafft, das war allerdings schon zu spät. Alex hat noch einen kleinen Manta gesehen, der aber sehr schnell davonschwamm und ich hab einfach nur ins Blaue gesehen. Ich war Anfangs so enttäuscht, aber die restliche Tour war trotzdem so schön, dass ich mich schnell wieder gefangen habe. Da wir keine Mantas gesehen haben, hat der Guide einen extra Ort angesteuert, also insgesamt vier Schnorchel Plätze. Ich weiß leider nicht, wie die Plätze hießen, aber wir haben unter anderem auch Buddha Statuen unter Wasser gesehen und Fische, die über einen Meter groß waren. Es war phänomenal. Wegen dieser unfassbar schönen Unterwasserwelt bleibt uns Nusa Penida auf jeden Fall in Erinnerung.

Die Rückreise

Das Hotel hat unsere Rückfahrt organisiert und wir haben wieder nur 175.000 RP pro Person bezahlt. Insgesamt für Hin- und Rückfahrt also 350.000 RP. Bei den Bootstickets hatten wir wirklich immer Glück im Gegensatz zu den Taxis. Es ist die gleiche Prozedur wie bei der Hinfahrt und wir sind wieder in Sanur gelandet.

Von Sanur aus ging es für uns dann mit dem Taxi nach Ubud.

Das lohnt sich nicht!

Wir haben auch Orte besucht, welche sich unserer Meinung nach vom Aufwand nicht gelohnt haben.
Zum einen der Suwehan Beach. Das liegt vor allem an der unfassbar steilen Straße dorthin. Wenn man es mal geschafft hat, ist das aber nur die halbe Miete. Man muss natürlich auch wieder einen Abstieg zum Strand runter wagen. Wir haben es gelassen – die Straße war schon abenteuerlich genug.
Der zweite Ort ist der Manta Point (Aussichtspunkt). Auch hier liegt es wieder an der Straße. Diese ist unbefestigt und wirklich schwierig zu befahren (zumindest mit 2 Personen und einem schweren Kamera Rucksack). Wir haben uns auf dem Weg einen Platten Reifen eingefangen – das war es wirklich nicht Wert.