Ponta de São Lourenço – Wanderung auf Madeira

Ponta de São Lourenço – Wanderung auf Madeira

Die Wanderung auf der Ponta de São Lourenço Halbinsel bietet einen tollen Kontrast zum Rest der Insel. Denn, wenn man Madeira erkundet, ist man fast immer umgeben von viel Grün. Die Vegetation im Nordosten der Insel ist allerdings recht karg und trocken.
Das macht sie allerdings auf keinen Fall weniger schön oder uninteressant!
Die Wanderung wird oft zwischen leicht und mittelschwer beschrieben. Wir tendieren eher zu mittelschwer. Die Wege sind bis auf das letzte steile Stück zwar nicht so anspruchsvoll, allerdings gibt es keinen einzigen Schattenplatz und die Hitze kann einem dann schon mal zu schaffen machen.

 

Fakten

Distanz: 7,2 km
Wanderzeit: 2:45 h
Schwierigkeitsgrad: mittel
Höhenmeter: ⇑ 310 m ⇓ 310 m

Wegpunkte: Parkplatz – Casa do Sardinha – Ponta de Furado (Gipfel) – Parkplatz

Bei dieser Wanderung lauft ihr vom Parkplatz bis zum (zu Fuß möglichen) Ende der Halbinsel und das auf der gleichen Strecke zurück.
Die Wanderung ist sehr gut frequentiert, weshalb es Sinn ergibt so früh wie möglich loszulaufen.

Benötigtes Equipment: gute Wanderschuhe, Kopfbedeckung, Wasser, optional: Wanderstöcke, genügend Verpflegung

Parken: Ihr könnt direkt am Start der Wanderung kostenfrei parken. Am Startpunkt befindet sich ein kleiner Foodtruck.

Drohnen: Das komplette Gebiet Ponta de São Lourenço ist ein Naturschutzgebiet. Das bedeutet ihr benötigt zu eurer regulären Genehmigung (ANN) noch eine zweite Sondergenehmigung (ICNF) um dort zu fliegen. Wenn ihr noch über Wasser fliegt, benötigt ihr außerdem das Okay des Kapitäns (AMN), welcher für die Gewässer um Madeira zuständig ist.
Es ist also möglich, dass ihr bis zu drei Genehmigungen benötigt, um dort legal zu fliegen.

Sonnenaufgang am Ponta de Rosto

Bevor ihr euch an die Wanderung wagt, solltet ihr den Sonnenaufgang am Ponta de Rosto genießen. Der Ort ist mittlerweile schon recht bekannt, ist aber tatsächlich einer der schönsten Stellen auf der Insel, um den Tag zu starten.
Wir sind vom Ponta de Rosto etwa 30 Minuten weiter auf einen kleinen Berg hochgelaufen, um von dort den Sonnenaufgang anzuschauen. Wenn ihr noch die Wanderung vor euch habt, ist das vielleicht etwas viel, aber für uns hat sich der Abstecher definitiv gelohnt, denn der Ausblick war atemberaubend. 

Start der Wanderung

Der Startpunkt der Wanderung befindet sich an einem Parkplatz am Ende der ER109.
Bringt euch auf jeden Fall genug Wasser mit, damit ihr euch auf dem Rückweg kein überteuertes Wasser beim Foodtruck kaufen müsst.
Nehmt außerdem eine Kopfbedeckung mit. Die Sonne kann erbarmungslos sein und ihr werdet keinen Schattenplatz finden.

Der Weg führt zunächst bergab auf einem Schotterweg. Bereits zu Beginn habt ihr einen Blick auf die eher schroffe Landschaft mit dem Meer immer im Sichtfeld.

Auf dem Weg, der sich mal über Stufen und mal über das Gestein wechselt, habt ihr regelmäßig einen tollen Blick auf die Klippen.

Der höchste Punkt der Wanderung liegt bei 125 Metern. Da ihr aber ständig auf und ab lauft, sammeln sich doch einige Höhenmeter an.

Ihr könnt die ganze Zeit nur einem Weg folgen, bis sich irgendwann eine Gabelung zeigt. Es spielt allerdings keine Rolle wo ihr langgeht, denn hier kommt ein kleiner Loop bis zum Restaurant Casa do Sardinha.  Wie eine kleine Oase liegt die Einkehrmöglichkeit, mit Picknicktischen umzingelt von Palmen, in der kargen Landschaft eingebettet. 
Wer Lust hat, kann sich jetzt etwas Kleines gönnen. Wir sind übrigens nicht eingekehrt, sondern bei der Gabelung rechts gelaufen. Dort sind, bevor man zum Restaurant kommt, auch ein paar Picknicktische, bei denen wir unser mitgebrachtes verzehren konnten.
An diesem Punkt gibt es übrigens Kajak Verleihe. Wenn ihr also mal Lust habt die Halbinsel auf dem Wasserweg zu erkunden, wäre hier eine Möglichkeit das zu tun.

Offiziell ist der Wanderweg dann beim Restaurant auch zu Ende. Doch wir wollen noch ein kleines Stück weiter gehen.
Hinter dem Gebäude findet sich ein steiler Weg auf den Gipfel Pico de Furado.
Dieser Teil kann auch im trockenen Zustand sehr rutschig sein, deshalb ist gutes Schuhwerk umso wichtiger. Das ist noch der schwerste Teil der ganzen Wanderung, allerdings ist er auch recht kurz.

Von oben bietet sich dann ein toller Rundumblick und erst dann hat sich bei uns das „Geschafft!“ Gefühl eingestellt. Wir wandern eben am liebsten für eine schöne Aussicht.
Bei gutem Wetter habt ihr übrigens Blick auf die unbewohnte Insel Ilhas Desertas, welche auch noch Teil von Madeira ist.
Und an besonders klaren Tagen ist es sogar möglich bis nach Porto Santo zu schauen!

Auf dem gleichen Weg könnt ihr nun wieder zurücklaufen. Je nachdem wie ihr beim kleinen Loop gelaufen seid, könnt ihr jetzt die andere Richtung nehmen. Der Großteil des Wegs ist aber gleich, diesmal habt ihr nur eine andere Perspektive auf die Kulisse.

Fotospot auf dem Rückweg

Wenn ihr von der Halbinsel herunterfahren möchtet, empfehlen wir noch einen bestimmten Fotospot. 
Wenn ihr von der ER109 Richtung Aussichtspunkt „Ponta do Rosto“ fahrt, findet sich nach dem Kreisverkehr eine malerische Straße.
In Google findet ihr sie in der Nähe von „Vulcão Penha de Águia“.
Den Ausblick habt ihr, wenn ihr wieder zurück Richtung ER109 schaut.

Wir hoffen, unsere Impressionen zu der Wanderung haben euch gefallen. Für uns ist dieser Ort einfach wunderschön, auch wenn er zwischenzeitlich sehr stark besucht ist. Wer nicht gerne wandert, sollte zumindest bis zum Aussichtspunkt fahren, welchen wir gleich zu Beginn des Artikels erwähnt haben.
Wie sieht es aus, haben wir euch Lust auf diesen tollen Weg gemacht?

25 Fontes & Risco Wasserfall – Wanderung auf Madeira

25 Fontes & Risco Wasserfall – Wanderung auf Madeira

Die Wanderung zu den 25 Fontes und dem Risco Wasserfall gehört zu den beliebtesten Wanderungen auf Madeira und ist deshalb auch ganzjährig einer der am stärksten besuchten Wege der Insel.
Das liegt an der guten Anbindung und dem nicht so anspruchsvollen Weg. 

Fakten

Distanz: 10,2 km
Wanderzeit: 4 h
Schwierigkeitsgrad: mittel
Höhenmeter: ⇑ 450 m ⇓ 450 m

Wegpunkte: Parkplatz – Forsthaus – Risco Wasserfall – 25 Fontes – Forsthaus – Parkplatz

Benötigtes Equipment: gute Wanderschuhe, optional: Wanderstöcke, genügend Verpflegung, Badekleidung

Parken: Ihr könnt direkt am Start der Wanderung kostenfrei auf einem Schotterparkplatz parken.

Start am Parkplatz

nStartpunkt der Wanderung ist in Rabacal. Direkt an der ER105 befindet sich ein großer Schotterparkplatz, von dem die Wanderug gestartet werden kann. Direkt am Anfang gibt es eine Abzweigung, bei der ihr euch links auf dem asphaltierten Weg halten solltet, wenn ihr die einfachere Variante laufen wollt.
Wenn ihr eine untouristische und anstrengendere Route laufen möchtet, könnt ihr hier direkt nach rechts abbiegen. Bei diesem Weg umlauft ihr die Levada und trefft etwa bei der Hälfte auf den Hauptweg. Da die Strecke wirklich gut besucht ist und man sich an sehr engen Abschnitten aneinander vorbeiquetschen muss, wäre das eine gute Alternative.
Wir selbst sind sie aber nicht gelaufen und können daher keine Erfahrungen mit euch teilen.
Der asphaltierte Anfang ist noch recht unspektakulär, obwohl es immerwiedr schöne Aussichten gibt. Wir sind nur nicht so große Fans vom Wandern auf Asphalt und fragten uns wann die Levada endlich losgeht.
Es geht hier schon gut bergab. Das wird also wieder eine Wanderung, bei welcher der Rückweg sehr anstrengend wird!
Nach ca. 30 Minuten erreicht ihr ein Forsthaus. Hier kann man auch einkehren und sich vor allem nach der Wanderung mit Leckerein den Bauch vollschlagen.
Diese 30 Minuten lassen sich auch mit einem Shuttle Bus überbrücken, welcher ca.
2 € pro Person kostet. 

Risco Wasserfall

Vom Forsthaus aus folgt ihr nun der Beschilderung in Richtung 25 Fontes und Risco Wasserfall auf einem schmalen Wanderpfad. So gefällt uns der Weg schon viel besser!
Es geht entlang der moosbewachsenen Levada und vorbei an wunderschönen Bäumen. Es wird immer grüner und genauso haben wir es uns vorgestellt.
Nach relativ kurzer Zeit erreicht ihr eine Abzweigung. Links geht es zu den 25 Quellen (25 Fontes) und rechts, bzw. geradeaus zum Risco Wasserfall. Wir selbst sind zuerst zum Risco Wasserfall.
Wir waren schon recht spät dran, da wir an diesem Tag zuerst zum Sonnenaufgang beim Pico do Arieiro waren. Da es zu bewölkt war, sind wir dann lieber auf die Hochebene zum wandern gefahren. Wären wir früher dran gewesen, hätten wir uns erst die 25 Fontes angesehen, da es hier tagsüber sehr voll wird.

Nach einem eher kurzer Spaziergang von einem Kilometer landet ihr direkt am Risco Wasserfall. Der Weg ist sehr anspruchslos, hat keine Steigung und ist relativ breit.
Der Risco Wasserfall fliesst ganze 100 Meter hinab, doch leider kommt man nicht näher als zur Aussichtsplattform heran.
Wir fanden es dort wirklich schön, allerdings muss er nach ein paar Regentagen deutlich beeindruckender sein.

Ursprünglich führte der Wanderweg noch durch einen Tunnel direkt unter dem Wasserfall entlang. Dieser ist aber mittlerweile aus Sicherheitsgründen abgesperrt und der Weg endet bei der Aussichtsplattform.

Hier lassen sich übrigens auch, wie beim Vereda dos Balcões, Vögel füttern. Sie sind genauso zutraulich und wir haben hier mit ihnen eine kleine Mittagspause verbracht. Wir haben hier vielleicht etwas zu viel Zeit gelassen, aber wir waren einfach in bester Gesellschaft.

 

25 Fontes

Nun lauft ihr vom Risco Wasserfall den Kilometer zurück zur Abzweigung und folgt dem Schild Richtung „25 Fontes“. Der Weg zu den Quellen führt euch über viele Stufen hinab.
Manchmal ist der Weg so eng, dass zwei Leute nicht nebeneinander laufen können. Wenn Gegenverkehr kommt, dann müsst ihr warten und die anderen erstmal vorbei lassen. Oder die anderen warten für euch.
Es gibt aber immer wieder diese Menschen, für die warten ein Fremdwort ist. Sie laufen dann einfach, obwohl ihr mitten auf dem Weg seid. Dann müsst ihr euch aneinander vorbeiquetschen. 

Wenn ihr eine Brücke erreicht geht es auch mal wieder bergauf – eine willkommene Abwechslung für unsere Beine. Es geht vorbei an alten Lorbeerbäume und immer entlang der Levada Kanälen.  

Ihr merkt, dass ihr angekommen seid, wenn plötzlich noch mehr Menschen auftauchen (außer natürlich ihr seid zum Sonnenaufgang unterwegs). Die 25 Fontes sind wie eine kleine Schlucht. Die Wände sind mit grünem Moos bewachsen und rundherum fließen überall kleine Wasserströme herab. Es sieht wirklich wunderschön aus, doch wenn ihr tagsüber unterwegs seid, werdet ihr nicht alleine sein.

Einige trauen sich in ihre Badekleidung zu hüpfen und sich eine Abkühlung im eiskalten Wasser zu holen.

Rückweg

Die Wanderung ist kein Rundwanderweg, das heißt wir müssen den selben Weg wieder zurücklaufen.
Entweder ihr lauft den normalen Weg zurück bis zum Forsthaus oder ihr folgt der alternativen, aber deutlich anstrengenderen Route (Lagoa do Vento Wanderweg).

Im Forsthaus könnt ihr nun also entweder einkehren oder direkt weiter und den asphaltierten Weg hinauf. Wir fanden übrigens diesen Abschnitt am anstrengendsten an der ganzen Wanderung. Aber es ist absolut machbar.
Wenn ihr keine Lust mehr habt, könnt ihr euch natürlich auch für einen Shuttle Bus entscheiden, welcher euch zurück zum Parkplatz bringt.

Wenn ihr eine geführte Wanderung bucht, werdet ihr übrigens mit großer Wahrscheinlichkeit den asphaltierten Abschnitt nicht laufen müssen.

Wir hoffen unsere Impressionen zu der Wanderung haben euch gefallen. Obwohl es sehr überlaufen war, können wir die Wandeurng auf jeden Fall empfehlen. Allerdings zum Sonnenaufgang und dann zuerst zu den 25 Fontes statt zum Risco Wasserfall.

Wanderung vom Pico do Arieiro zum Pico Ruivo – die schönste Wanderung Madeiras

Wanderung vom Pico do Arieiro zum Pico Ruivo – die schönste Wanderung Madeiras

Die Wanderung vom Pico do Arieiro zum höchsten Gipfel Madeiras, dem Pico Ruivo gilt als ein absolutes Highlight der Insel. Für uns ist sie in jedem Fall eine der schönsten Wanderungen Madeiras, sogar eine der schönsten die wir generell gelaufen sind. Allerdings ist sie auch eine der schwierigsten Wanderungen der Insel! Ihr solltet dafür schwindelfrei sein und eine gewisse Kondition sowie Erfahrung im alpinen Gelände mitbringen.

Fakten

Distanz: 11.7 km
Wanderzeit: 7:15 h
Schwierigkeitsgrad: schwer
Höhenmeter: ⇑ 1000 m ⇓ 1000 m

Wegpunkte: Pico do Arieiro – Pico Ruivo – Pico do Arieiro
Bei dem Weg wandert ihr vom dritthöchsten Gipfel (Arieiro), vorbei am zweithöchsten Gipfel (Torres) zum höchsten Gipfel (Ruivo) und das auf der gleichen Strecke zurück.

Benötigtes Equipment: gute Wanderschuhe, Taschenlampe (Smartphone oder besser: Stirnlampe), optional: Wanderstöcke, genügend Verpflegung 

Parken: Ihr könnt direkt am Start der Wanderung kostenfrei parken. Am Startpunkt befindet sich ein Café, ein WC (kostet 0,50 €) und eine Militärstation.
Achtung: Durch die Radarstation der portugiesischen Luftstreikkräfte könnt ihr nicht direkt im Umkreis mit eurer Drohne fliegen.

Sonnenaufgang am Pico Arieiro

Der Sonnenaufgang auf dem Pico do Arieiro gilt als einer der schönsten den ihr auf der Insel haben könnt. Wenn ihr Glück habt, liegt euch ein Wolkenmeer zu Füßen und der Sonnenaufgang geht spektakulär über den Wolken auf! Doch die Betonung liegt auf „Wenn ihr Glück habt„. Das war tatsächlich unser vierter Anlauf für einen Sonnenaufgang dort und unser dritter Anlauf für die Wanderung.
Im Oktober 2021 waren wir Mitten in den Wolken und haben unsere eigene Hand vor den Augen nicht gesehen. Beim zweiten Mal hatten wir es ein paar Tage vor der eigentlichen Wanderung versucht. Der Wind war zu diesem Zeitpunkt aber so stark, dass wir auch keine Lust hatten mehrere Stunden so unterwegs zu sein.
Und dann kam unser Tag. Das Wetter war perfekt. Wir über den Wolken und eine traumhafte Aussicht jagte die nächste. Pflichtprogramm ist also diese Wanderung zum Sonnenaufgang zu starten! Allerdings auch weil sie so lange dauert und ihr vor Sonnenuntergang zurück sein solltet.

Start der Wanderung

Der Startpunkt der Wanderung befindet sich direkt hinter dem Hauptgebäude in dem sich das Café und WC befinden. Unterhalb des ersten Aussichtspunkt folgt ihr links dem Pfad in Richtung Pico Ruivo, welcher zu jeder Zeit gut ausgeschildert ist. Euch werden zwei Wege vorgeschlagen, allerdings ist einer der Passagen aus Sicherheitsgründen seit längerer Zeit nicht mehr passierbar und wird es in Zukunft vielleicht auch nicht mehr. Ihr könnt also nur einem Weg folgen.
Der Weg führt zunächst bergab – und das noch eine ganze weile. Bereits zu Beginn eröffnet sich ein malerisches Panorama. Madeira – wie schön möchtest du eigenltich noch werden? Wer nicht viel Wandern möchte, sollte zumindest ein kleines Stück den Pfad gehen, es ist wirklich unbeschreiblich schön! Nach rund 700 Metern gibt es einen Aussichtspunkt: den Miradouro do Ninho da Manta. 

Weiter geht es bergab über viele Treppenstufen den teilweise sehr schmalen Pfad entlang. Es geht so stark bergab, dass wir uns beim Hinweg bereits über den Rückweg gedanken machen. Das wird anstrengend…
Dennoch, die Berglandschaft von Madeira sieht mit jeder Minute anders aus und so tragen die interessanten Bergformationen und die immer wieder aufziehenden und sich ständig verändernden Wolkenformationen ihr Bestes dazu bei.
Auf dem Weg findet ihr insgesamt fünf Tunnel, welche durchquert werden müssen. Die Tunnel sind teilweise recht lang und wir empfehlen eine Stirnlampe. Wir hatten nur unsere Smatphones, was auch gereicht hat, aber nicht so komfortabel und hell war.

Irgendwann kommt ihr an steil nach oben führenden Stahltreppen an. Sie sind etwas in die Jahre gekommen, aber erledigen den Job: Nämlich euch 300 Höhenmeter nach oben zu bringen. Die Stufen sind zwar schwierig zu begehen, aber machbar, da ihr überall eine Sicherung habt und euch festhalten könnt. Generell ist der ganze Weg, bis auf einen kurzen Abschnitt, sehr gut gesichert. Wir haben uns zu jeder Zeit wohl gefühlt, auch wenn der Weg stellenweise durch sehr anspruchsvolles Terrain geführt hat. Ich habe übrigens Wanderstöcke dabei gehabt und würde die Strecke nicht ohne laufen wollen. Alex kam gut zurecht, hat aber generell eine bessere Koordination und Gleichgewicht als ich.
Wenn ihr die Passhöhe dank der Stahltreppen überwunden habt, werdet ihr mit einer grandiosen Aussicht am Sonnenplateu belohnt!
Nun geht es erstmal durch eine recht ausgetrocknete Landschaft. Vor einigen Jahren gab es hier einen starken Waldbrand, der bis heute seine Spuren hinterlassen hat. Die Bäume sind weiß und verleihem der Gegend etwas sehr mystisches. Wir fühlen uns wie in einem Märchen, während wir die traurige Landschaft durchqueren.

Pico Ruivo

Nach rund 6 Kilometern erreichen wir die Berghütte Casa do Ruivo. Hier kann man sich ausruhen, etwas Trinken oder Essen. Unser Blick war allerdings auf den Gipfel gerichtet, denn wir hatten es noch nicht ganz geschafft. Die letzten Stufen bis zum Gipfel des Pico Ruivo haben sich gefühlt wie Kaugummi gezogen, waren wir doch schon drei Stunden unterwegs und hatten noch keine Pause gemacht.
Doch als wir es endlich geschafft haben, haben wir uns über unsere Verpflegung hergemacht und die Aussicht genossen. Leider hat es ziemlich schnell zugezogen und es war irgendwann nicht mehr so viel von der Aussicht zu sehen. Als wir uns ausgeruht hatten, ging es also den kompletten Weg wieder zurück.
Und der Rückweg war tatsächlich anstrengender als der Hinweg. Vor allem die letzte Stunde bergauf zum Pico do Arieiro ging gut in die Beine. Besser als jedes Workout!

Sonnenuntergang am Pico do Arieiro

Wenn ihr, so wie wir, etwa 7 Stunden für die Wanderung benötigt und zum Sonnenaufgang startet, seid ihr natürlich für den Sonnenuntergang zu früh dran.
Was wir euch aber empfehlen, ist entweder (beim Café oder im Auto) darauf zu warten, wenn das Wetter passt oder ein anderes Mal wieder zu kommen.
Wir fanden den Sonnenuntergang am Gipfel einfach nur traumhaft, da die Sonne zwischen den Bergen untergeht und die Kulisse einmal mehr wie gemalt aussieht.

Wir hoffen unsere Impressionen zu der Wanderung haben euch gefallen. Für uns ist dieser Ort ein kleines Paradies für Wanderfreunde. Und auch wer nicht gerne wandert, sollte zumindest bis zur ersten Aussichtsplattform laufen.
Wie sieht es aus, haben wir euch Lust auf diesen spektakulären Weg gemacht?

Die schönsten Orte Madeiras – (fast) ohne Wandern

Die schönsten Orte Madeiras – (fast) ohne Wandern

Madeira hat – ohne übertreiben zu wollen – unser Herz gestohlen. Die Insel strotzt nur so vor wunderschöner Natur und ist vor allem für Wanderer interessant. Aber nicht jeder möchte langwierige Wanderungen hinter sich bringen.
Wir möchten euch daher die schönsten Orte der Insel vorstellen, welche sehr gut mit dem Auto und einem kurzen Spaziergang entdeckt werden können. 
Wir selbst haben auf der Insel keine Wanderung gemacht, da wir nur mit Handgepäck geflogen sind und auch kein passendes Schuhwerk dabei hatten. Wir wollen nächstes Jahr aber gerne wieder kommen – dann allerdings voll ausgestattet.

Miradouro do Guindaste

Ein wunderschöner Aussichtspunkt auf Madeira ist der Miradouro do Guindaste. Er wird auch „Crane Viewpoint“ genannt und befindet sich im Nordosten der Insel. Man kann direkt mit dem Auto zum Aussichtspunkt fahren und problemlos parken. Vom Parkplatz führt dann ein kurzer Pfad bis zu diesem schönen Ort. Wir haben ihn zum Sonnenaufgang besucht und müssen sagen, dass es einer der schönsten Orte ist um den Tag zu starten. Wir waren zu dieser Tageszeit übrigens komplett alleine dort.
Wenn ihr übrigens schon einmal in der Gegend seid, solltet ihr noch einen Abstecher nach Santana machen! Dort gibt es restaurierte, traditionelle Bauernhäuser, die allerdings mittlerweile zu touristischen Zwecken
 genutzt werden. 

Ponta de São Lourenço

Als nächstes stellen wir euch die Halbinsel Ponta de São Lourenço vor. Dieses Gebiet ist ein Naturreservat (Drohne fliegen eher schwierig!) und liegt am östlichsten Punkt Madeiras. Wir waren sehr überrascht von der Vegetation hier. Es ist eher trocken, karg und gar nicht so grün wie der Rest der Insel, was aber wahrscheinlich auch an der Jahreszeit lag.
Vielleicht ist uns dieser Ort gerade deshalb so gut in Erinnerung geblieben?
Die Wanderung auf der Ponta de São Lourenço Halbinsel gilt als eine der leichtesten, doch wenn ihr nicht wandern möchtet solltet ihr euch den Aussichtspunkt „Ponta do Rosto“ notieren. Direkt vom Parkplatz hat man bereits eine wahnsinnig tolle Aussicht. Auch hier waren wir zum Sonnenaufgang da, allerdings hatten wir diesen nicht nur für uns. Wer den perfekten Blick haben möchte, sollte noch ein klein wenig bergauf wandern (ca. 30 Minuten) um die folgende Aussicht zu 
genießen:

Capelinha de Nossa Senhora de Fátima

São Vicente – unser absoluter Lieblingsort auf Madeira. 
In dieser Region findet ihr einen alten Glockenturm, welcher über das ganze Tal thront. Nach ein paar Treppenstufen (ca. 5 Minuten) befindet ihr euch auf der Aussichtsplattform. Ein wunderschöner Ort mit unfassbarem Ausblick auf Berge und Meer! Den Glockenturm selbst kann man allerdings nicht betreten. Aber
nicht nur der Turm, sonder auch die Ortschaft ist einen Besuch wert.

São Vicente
CASCATA DOS ANJOS 

Hier gibt es einen der wohl bekanntesten Wasserfälle auf Madeira – und das nicht erst seit Instagram. Der Cascata dos Anjos in Ponta do Sol fliesst direkt auf der alten Küstenstraße ER101. Die Einheimischen nutzen den Wasserfall für eine gratis Autowäsche, während die Touristen schlange stehen für ein perfektes Foto.
Wasserfälle können für Madeira Besucher oft eine Enttäuschung werden, da sie nicht immer so voll und wuchtig sind. Wir waren im Oktober da, was ein etwas trockenerer Monat ist. Deshalb ist auch der Wasserfall nicht so üppig ausgefallen. Dennoch ein kleines Highlight, vor allem zum Sonnenuntergang!

FEENWALD – VEREDA DO FANAL

Einer der bekanntesten Orte Madeiras ist der „Feenwald“ in Fanal. Besonders schön ist es dort, wenn Nebel aufzieht und alles etwas mystisch erscheinen lässt. Wir hatten unglaubliches Glück, denn den ganzen Tag gab es perfektes Wetter, auch auf der Hochebene. Als wir uns dazu entschieden haben zum Sonnenuntergang nach Fanal zu fahren, zog gerade der Nebel auf. Schon alleine die Fahrt ist ein Highlight an sich. Die Hochebene ist ein faszinierender Ort – so eine Weite findet ihr nirgends auf Madeira.
Im Feenwald angekommen findet ihr dort hunderte Jahre alte Lorbeerbäume. Übrigens einer der größten Bestände der Welt und von UNESCO geschützt.

MIRADOURO DO VÉU DA NOIVA

Ein Wasserfall der ins Meer abfliesst? Sollte man mal gesehen haben. Auf Madeira gibt es sogar zwei von dieser Art und einer davon ist der Wasserfall Véu da Noiva. Er befindet sich an der Nordküste von Madeira, zwischen Seixal und São  Vicente. Von der Hauptstraße führt eine unauffällige Ausfahrt zu einem kleinen Parkplatz. Dort gibt es eine Aussichtsplattform um den Wasserfall zu bestaunen.

SEIXAL Black Sand Beach

Der Seixal Beach ist der wahrscheinlich schönste Strand Madeiras – wenn man schwarze Sandstrände mag. Wir tun das definitiv, vor allem da es auf Madeira nie so heiß wird, dass man sich am Sand die Füße verbrennt. Vom schwarzen Sandstrand hat man einen direkten Blick auf die tolle Steilküste, die extrem grün bewachsen ist. Mit den Wasserfällen die man hier noch findet ist es ein wahres kleines Paradies. Dieser Ort erinnert nicht umsonst sehr viele Leute an Hawaii! Direkt neben dem Strand befinden sich auch Natural Pools in denen ihr problemlos kostenfrei schwimmen könnt. Wenn das Wasser stürmisch ist würden wir auf einen Besuch der Pools aber verzichten, das kann (genauso wie in Porto Moniz) nicht ungefährlich sein.

PORTO MONIZ NATURAL POOLS

Die raue Ortschaft Porto Moniz ist vor allem für seine Natur Pools bekannt. Die Pools sind mit Meereswasser gefüllt und aus Vulkangestein entstanden. Bei gutem Wetter kann man hier also im Meer baden ohne von starken Wellengang gestresst zu werden. Doch Achtung: Es gibt zwei unterschiedliche Natur Pool Komplexe:
Die normalen „Porto Moniz Natural Swimming-Pools“ sind ein sehr gepflegter Komplex, bei dem ein kleiner Eintritt von ca. 1,50 € bezahlt werden muss. Darin sind die sanitären Einrichtungen, Umkleiden und auch ein Schließfach enthalten. Es gibt sogar fünf Lifeguards!
Direkt neben den Porto Moniz Natural Swimming-Pools befinden sich die „Piscinas Naturais Velhas“. Diese sind komplett kostenfrei, bieten aber auch keine der oben genannten Annehmlichkeiten. Zudem werden diese auch nicht so gepflegt, so sind die Treppen schon komplett von grünen Algen bedekt. Dadruch ist der Ein- und Ausstieg in die Pools eine leicht rutschige Angelegenheit. Wir würden dennoch die kostenfreie Variante bevorzugen, da es auch leerer ist!

PICO DO ARIEIRO

Der Pico do Ariero gehört zu den drei höchsten Gipfeln auf Madeira. Doch keine Sorge – ihr müsst keine guten Wanderer sein um in den Genuss der Aussicht zu kommen. Direkt am Gipfel befindet sich eine Aussichtsplattform und ein, in der Regel, gut besuchter Parkplatz. Es sollte eines unserer Highlights werden, doch statt einem tollen Sonnenaufgang sahen wir nur grauen Nebel.  Wir wollten es dennoch in die Liste packen, da es, wenn das Wetter mitspielt, eine wirklich spektakuläre Aussicht über den Wolken sein soll.

Miradouro Balcões

Wolltet ihr schon einmal Vögel aus der Hand füttern?
Das ist an diesem wundervollen Aussichtspunkt möglich! Ihr solltet also bei einem Besuch hier ein paar Brotkrümel oder Sonnenblumenkerne im Gepäck haben und die kleinen Vögel werden euer Herz im Sturm erobern! Den Aussichtspunkt erreicht ihr über eine kurze Wanderung – eigentlich eher Spazierweg – innerhalb 30 Minuten. Es ist wirklich anspruchslos und ihr müsst auch keine Höhenmeter zurücklegen.
Der Ausgangspunkt für die Wanderung liegt in Ribeiro Frio, wo es auch einige kostenlose Parkplätze gibt.

Ponta do Tristão

Hier haben wir einen kleinen Hidden Gem für euch!
Für einen tollen Sonnenuntergang solltet ihr euch zum Ponta do Tristão begeben. Die Fahrt dorthin ist nicht so einfach, lohnt sich aber in jedem Fall! Den Sonnenuntergang werdet ihr dort mit hoher wahrscheinlichkeit für euch alleine genießen können.
In der Nähe gibt es außerdem auch einen Picknickplatz (wie so viele auf Madeira – das lieben wir hier so sehr!) bei dem ihr entspannt euer Essen zu euch nehmen könnt!

Die Strassen Madeiras

Die Straßen Madeiras sind wirklich wunderschön, können aber auch gleichzeitig sehr nervenaufreibend sein. Steil, eng und kurvig ist hier eigentlich recht normal. Aber viele Straßen bieten auch wirklich atemberaubende Aussichten! Unsere Lieblingsstrecken sind:

  • VE4 von Ribeira Brava nach São Vicente
  • ER110 auf die Hochebene Paul da Serra
  • ER109 nach Ponta de São Lourenco
  • VE2 von Seixal Richtung São Vicente
  • ER101 durch Boa Ventura

Vor allem die Straße zur Hochebene ist etwas ganz besonderes! Wenn ihr Glück habt liegen die Wolken eher niedrig – es ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl so über den Wolken zu sein!

Unser nächster Besuch auf dieser wunderschönen Insel ist bereits geplant! Vielleicht schaffen wir diesmal ein paar Wanderungen. Habt ihr Madeira schon einmal besucht?

Eine Woche Portugal – Route für deinen Roadtrip!

Eine Woche Portugal – Route für deinen Roadtrip!

Perfekte Wellen, Steilküsten und leckeres essen! Vor allem für Camper ist Portugal sehr beliebt, da es tolle Stellplätze gibt, die Preise sehr günstig sind und das Wetter auch noch im Herbst und Winter angenehm ist.
Wir wollten ursprünglich zwei Wochen mit einem Camper Van und Surfbrett die Westküste entlangfahren, doch wegen der Pandemie mussten wir bereits nach einer Woche abbrechen. Was wir erlebt haben und welche Route wir empfehlen, könnt ihr hier nachlesen!

Shortfacts

Empfohlene Reisezeit: Frühling oder Herbst
Hier sind die Temperaturen am angenehmsten, im Sommer kann es schon recht heiß werden! Wir selbst waren im September dort und können diesen Monat als Reisemonat absolut empfehlen. Abends kühlt es etwas ab, aber mit einer leichten Jacke war es kein Problem die Sonnenuntergänge am Strand zu genießen.

Empfohlene Reisedauer: mind. 2 Wochen
Wir hatten für unsere Route zwei Wochen geplant, aber dann leider nur eine Woche geschafft. Dadurch haben wir auch einiges verpasst. Was wir noch geplant hatten, wollen wir euch aber natürlich nicht vorenthalten.

Anreise: Direkt mit dem Auto über Frankreich und Spanien oder mit dem Flugzeug nach Porto, Lissabon oder Faro. Wir sind nach Porto geflogen und von Lissabon zurück.

Länge der Route: ca. 1000 Kilometer (wir selbst sind ca. 700 Kilometer gefahren)

Route: Porto – Lissabon – Algarve – Westküste – Sintra – Ericeira – Nazare – Fatima – Lissabon

Maut: Es gibt gebührenpflichtige Autobahnen und mautfreie Strassen. Die Gebühren für die Autobahnen werden entweder an Mautstationen mit direkter Bezahlung oder durch ein elektronisches Systeme erhoben und richten sich nach der gefahrenen Strecke. Manche Camper Verleiher bieten das Erfassungsgerät für die elektrische Maut zusätzlich an. Wir selbst haben nur einmal eine kostenpflichtige Straße genommen um schnell aus Lissabon herauszufahren. Ansonsten können wir die mautfreien Straßen sehr empfehlen, da sie auch sehr schön liegen.

Wildcampen? Seit dem 09. Januar 2021 gibt es ein neues Gesetz, dass das übernachten außerhalb zugelassener Camping- und Stellplätze verbietet! Es war vorher auch schon verboten, allerdings wurde es überall toleriert, doch nun wird härter durchgegriffen. Portugal hatte massive Probleme mit Wildcampern, welche ihren Müll einfach in der Natur hinterlassen haben. Demnach darf nur noch dort geparkt werden, wo es explizit erlaubt ist.

Sicherheit mit dem Auto: Wir können nur von unserer persönlichen Erfahrung sprechen und können sagen, dass wir keinerlei negativen Vorkommnisse hatten. Gerade an der Algarve soll es öfters zu Einbrüchen und Diebstählen am und im Auto kommen, doch wir waren davon nicht betroffen und haben auch nichts dergleichen mitbekommen. Dennoch ist ein gesundes Maß an Vorsicht geboten.

Anreise nach Porto

Wir haben uns für die Anreise mit dem Flugzeug entschieden. Es ging für uns von Zürich nach Porto, denn die Flugverbindung war günstiger und wir dachten uns, dann schauen wir uns Porto auch einfach noch mit an.
Der Ersteindruck der Stadt war wirklich sehr gut, allerdings haben wir sehr wenig Zeit hier verbracht, weshalb wir keine Empfehlungen aussprechen können.
Mit dem Flixbus sind wir dann in etwa drei Stunden nach Lissabon gefahren. Der Preis betrug nur 11,48 € pro Person und ist für so eine Strecke wirklich super günstig!

Lissabon

Lissabon ist eine so große Stadt und wir könnten sicher einen eigenständigen Blogbeitrag zu Portugals Hauptstadt schreiben! Vielleicht machen wir das auch mal, wenn wir noch mehr gesehen haben.
Ihr solltet zunächst durch Lissabons Gassen schlendern und einfach mal den Flair erleben. Sehr zentral gelegen gibt es die „Pink Street“ und diese ist bekannt für ihre, nunja, pinke Straße! Sie gibt eine nette Fotolocation ab. In der Nähe werdet ihr einige Restaurants, Pubs und andere lokale finden. Irgendwann werdet ihr sicher recht schnell zum großen Platz „Praça do Comércio“ kommen. Mit seinem großen Triumphbogen und der Reiterstatue ist es ein beliebtes Touristenziel. Bis 1755 gab es hier sogar einen Palast, doch dieser wurde, wie viele Teile Lissabons, von einem starken Erdbeben zerstört.
Für viele ist es ein absolutes Highlight mit der Straßenbahn zu fahren, vor allem mit der brühmten Tram 28! Der originale Wagen aus dem Jahr 1930 ist von innen komplett aus Holz gebaut. Zudem gibt es noch drei Standseilbahnen, die optisch an die Tram 28 erinnern. Sie fahren verschiedene Hügel hinauf und hinab. damit höher gelegene Stadtviertel leichter erreicht werden.
Nicht so Zentral, aber eine Reise wert ist der „
Belém Tower“ oder auch „Torre De Beelem“. Er wurde ab 1521 als Leuchtturm genutzt und ist eines der Wahrzeichen Lissabons. Seit 1983 ist der Turm UNESCO Weltkulturerbe. Für 3 € kann man auch auf den Turm hinauf. Während wir da waren, war dieser allerdings wegen den Corona Maßnahmen gesperrt.
Auf der Gegenüberliegenden Seite existierte einst ein Zwilligsturm, welcher aber durch das bereits erwähnte große Erdbeben 1755 zerstört wurde.

In Lissabon gibt es übrigens super viele leckere Restaurants! 
Diese haben wir besucht und können sie absolut empfehlen:

  • Manteigaria: Es soll hier die leckersten Pastéis de Natas geben. Und sie sind wirklich lecker! Es handelt sich um ein Gebäck, das praktisch in ganz Portugal zu finden ist –  Blätterteig gefüllt mit Pudding und Zimt.
  • Dallas Burger Joint: Wenn wir euch erzählen, dass wir unseren besten Burger hier gegessen haben – würdet ihr es uns glauben? Es ist wirklich extrem lecker und es gibt sehr viele vegane Optionen.
  • TimeOut Market: Die große Markthalle bietet alles was das Foodie-Herz begehrt. Ob für den kleinen oder großen Hunger.
Mit dem Camper Richtung Algarve

In Lissabon haben wir dann unseren Camper abgeholt und ein Surfbrett ausgeliehen, was wir über den Anbieter Flynsurf gemacht haben. Wir hatten nicht so große Ansprüche an den Camper, weshalb uns ein Basismodell gereicht hat, in den das Brett und wir reinpassen. Mit dem Camperverlieh waren wir sehr zufrieden. Die Kommunikation ist auf Deutsch möglich gewesen, sowohl vorab als auch vor Ort.
Für den Van, Vollkaskoschutz und ein Surfbrett haben wir für 13 Tage Rund 1000,- € bezahlt.

Unser erstes Ziel war direkt an der Algarve. Wir wollten uns vom Süden wieder hocharbeiten, da es von Lissabon wieder nachhause gehen sollte. Alles was wir an der Algarve erlebt haben, könnt ihr in diesem Blogbeitrag nachlesen:

 

Highlights an der Algarve – Südportugal

Portugals Westküste

Wir starten die Westküste vom Cabo De Sao Vicente – der südwestlichsten Spitze Europas, nachdem wir die wunderschöne Algarve besucht haben. Auf dem Weg in den Norden solltet ihr die folgenden Orte anfahren:

  • Cordoama Viewpoint
  • Bordeira’s Beach
  • Arrifana
  • Praia da Monte Clérigo
  • Praia da Amoreira
  • Parque Natural do Sudoste Alentejano e Costa Vicentina
  • Porto das Barcas
  • Parque Natural da Arrabida

Wie viel Zeit ihr an den jeweiligen Orten verbringt solltet ihr für euch entscheiden. Einige Orte sind nur Aussichtspunkte und man fährt schnell weiter, andere laden zum längeren verweilen oder Surfen ein. Wir möchten hier keine Zeiten vorschlagen, denn das schöne am Reisen im Van ist ja die Flexibilität.

Quinta da Regaleira

Wenn ihr wieder vorbei an Lissabon seid, werdet ihr euch in der wunderschönen Region von Sintra wiederfinden. Es gibt einige Tagestouristen von Lissabon nach Sintra, doch ihr solltet für dieses Areal alleine zwei bis drei Tage einplanen! Es ist so wunderschön und wir ärgern uns gewaltig, dass wir nicht mehr Zeit hatten. Da wir zu diesem Zeitpunkt bereits wussten, dass wir recht bald wieder das Land verlassen müssen, haben wir nur einen einzigen Tag gehabt. Diesen einen Tag haben wir genutzt um uns ein Bucketlist Ziel zu erfüllen: Die Quinta da Regaleira.
Wir hatten eher den Eindruck wir laufen durch ein Filmsetting, als durch ein altes Anwesen. Mich hätte nicht gewundert, wenn ich plötzlich einer Fee begegnet wäre.
Seit 1910 steht das Märchenschloss mitsamt einem großzügigen Park mit Seen, Brunnen, Brücken und einem unterirdischen Tunnelsystemen dort. Wir hätten unseren Tag in Sintra wahrscheinlich nicht besser nutzen können und würden die Anlage wirklich jedem empfehlen. Ein Brunnen ist besonders bekannt, welchen man auch hinabsteigen kann. Er soll das Tor zur Hölle symbolisieren. Unten angekommen, gelangt man durch ein Höhlensystem auch wieder hinaus. 
Geöffnet ist die Anlage Montag bis Freitag von 10:00 Uhr bis 18:30 Uhr
Der Eintritt beträgt 10,00 € pro Person.

Ericeira, Nazaré und Fatima

Leider konnten wir die oben stehenden Orte nicht mehr besuchen und mussten nach Lissabon um unseren Van abzugeben. Ericeira soll einer der besten Orte zum surfen sein und wir wollten hier etwas Zeit verbringen. Nazaré ist für Surfer legendär, denn hier befindet sich die größte Welle, die jemals gesurft wurde (27,5 Meter!). Die Wellen sind hier oft sehr groß, sodass es auch für nicht-surfer sehr spannend anzusehen ist.
Für etwas Kultur sollte der Wallfahrtsort Fátima sorgen. Die Stadt beherbegt ein Heiligtum: eine römisch-katholischen Kirche, welche jährlich von mehreren Millionen Pilgern besucht wird. Die neue Basilika zur Heiligsten Dreifaltigkeit von 2009 ist die viertgrößte katholische Kirche der Welt und der bislang größte Kirchenneubau des 21. Jahrhunderts.

Wir hoffen unser kurzer Überblick über eine mögliche Route durch Portugal hat euch gefallen und wir konnten für die Reiseplanung helfen oder einfach zum Träumen einladen! Welchen Ort würdet ihr aus unserer Liste gerne besuchen?