Tipps zum Polarlichter fotografieren

Tipps zum Polarlichter fotografieren

„Wie habt ihr die Polarlichter fotografiert?“ war eine der meistgestellten Fragen auf unsere Instagram Bilder. Wir möchten kein ewig langen Beitrag verfassen mit unglaublich komplexen Einstellungen. Wir sind selbst keine Profis und das Fotografieren der Nordlichter ist eine schwierige Sache, denn sie können sehr schnell sein und oft unterschiedlich hell leuchten. Uns ist sogar passiert, dass wir mal überbelichtet haben, da der Mond sehr hell geleuchtet hat.
Wir möchten dennoch eine kurze Zusammenfassung bereitstellen für alle, die danach suchen.
Voraussetzungen
Die Aurora Borealis sieht man am besten in der Polarregion. Diese Region gibt es sowohl um den Nord- als auch den Südpol. Dieses Gebiet ist als Aurora-Zone oder das Aurora-Oval bekannt.
Im Norden fängt die Zone ab der Polargrenze an. In Finnland (wo wir waren) also um Rovaniemi oder nördlicher. Für die Nordlichter gilt: Je weiter nördlich man fährt, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, sie zu erleben. Doch keine Sorge, wir waren auch „nur“ in Rovaniemi unterwegs und haben sie mehr als intensiv erlebt.
Eigentlich sind die Lichter das ganze Jahr über aktiv, allerdings ist es im Sommer zu hell um sie sehen zu können. Hier kommt schon die erste Bedingung für die Nordlichter: Es sollte so finster wie möglich sein.
Der Winter dauert in der Arktis von Ende September bis März. Ihr solltet eure Reise also am besten zu dieser Jahreszeit unternehmen. Bedenkt aber, dass es zu dieser Zeit nur um die vier Stunden Tageslicht hat. Perfekt für Nordlichter, eher weniger für andere Aktivitäten. 
Wenn ihr euch ausserdem in einer Stadt befindet, fahrt unbedingt aus der Stadt heraus, denn die Lichtverschmutzung, welche Städte verursachen, behindern das Vorhaben.
Die Aurora erscheint dann zwischen 17:00 Uhr und bis in die frühen Morgenstunden. Oft nur für wenige Minuten, wenn man Glück hat mehrere Stunden. Und wir hatten unfassbares Glück: Von 19:30 Uhr bis vier Uhr morgens konnten wir fast durchgehend Nordlichter am Himmel sehen.
Ein weiteres Kriterium um die Lichter zu sehen, ist ein (nahe zu) wolkenfreier Himmel. Wir hatten vier Tage lang einen stark bewölkten Himmel und es war wirklich überhaupt nichts zu sehen.
Zusammengefasst:

  • Beste Reisezeit: Ende September bis März
  • Ort: Arktis, umso nördlicher desto besser
  • Wolkenfreier Himmel
  • Keine Lichtverschmutzung durch Städte
Wie weiß ich, dass Nordlichter erscheinen werden?
Eine 100 % Garantie gibt es leider nicht. Wir waren jede Nacht wach – auch an den bewölkten Nächten, da wir immer die Hoffnung hatten doch etwas sehen zu können.
Es gibt heutzutage aber tolle kleine Helfer: Aurora Apps, welche einen benachrichtigen, wenn Nordlichter am Himmel sind. Wir haben zwei während unserer Finnland Reise genutzt. Einmal „Aurora Alert – Rovaniemi“ und einmal nur „Aurora“ (oder „Polarlicht-Vorhersage“).
Die erste App ist natürlich nur auf Rovaniemi beschränkt, hat aber perfekt funktioniert. Wir wurden per Push-Up Benachrichtigung informiert, als die Lichter am Himmel waren.
Bei der „Aurora“ App kann man noch mehr die aktuellen Lichter, unabhängig vom Standort, tracken. Dort kann man aber zusätzlich seinen Standort angeben und wird auch hier benachrichtigt, wenn die Möglichkeit von Nordlichtern besteht.
In den Apps wird auch der sogenannte KP-Index angezeigt. Er gilt allgemein als sehr verlässlich, allerdings auch nicht unfehlbar. Der KP-Index geht von einer Skala von eins bis neun, wobei eins wenig Aktivität und neun eine hohe Aktivität bedeutet.
Die Bilder, welche ihr hier seht haben einen KP-Wer zwischen 2 und 5.3. Das war das höchste gemessene laut unserer App. Wir finden schon 5.3 übermäßig spektakulär, wie die Lichter am Himmel tanzen und regelrecht aufleuchten. Wir können uns gar nicht vorstellen, was bei einem Wert von 9 am Himmel los sein muss.
Zusammengefasst:

  • „Aurora“-App zum tracken der Nordlichter
  • KP-Wert von 1-9 um die Intensität vorauszusagen.
  • Bei KP-Werten von 3-5 sind die Lichter schon mit bloßem Auge sehr intensiv wahrnehmbar
Die richtige Ausrüstung

Natürlich könnt ihr versuchen mit dem Smartphone die Nordlichter zu fotografieren. Bei starker Intensität wird euch das mit modernen Modellen auch gelingen. Wir haben auch einige Bilder mit dem iPhone gemacht und waren positiv überrascht! Im Vergleich zu den Bildern mit unserer Kamera sind diese aber doch stark verrauscht.
Deshalb empfehlen wir euch die Fortografie mit einer Kamera, welche ihr manuell einstellen könnt.
Ausserdem ein lichtstarkes Objektiv, idealerweise eine Blende von 2.8 oder besser. Vorzugsweise Weitwinkel.
Ein Stativ, damit nichts verwackelt und optional ein Fernauslöser.
Eine Stirnlampe kann bei ziemlicher Dunkelheit helfen, wir haben sie durch den hellen Mond nicht benötigt.

Kamera Einstellung

Wie gesagt sind wir keine Fotografie-Profis, aber wir finden unsere Bilder doch ganz passabel. Deshalb hier unsere Kamera Einstellung zum Fotografieren der Aurora:

Blende 1.8 bzw. 2.8
ISO zwischen 1600 und 6400
Belichtungszeiten zwischen 1/4 Sekunden und 5 Sekunden
WB bei 3400 K
Bildstabilisator unbedingt ausschalten
Schärfe auf unendlich

Wir hatten zudem Vollmond, was den Vordergrund sehr hell erscheinen lässt – wir werfen sogar einen Schatten auf unseren Bildern.
Ein heller Vollmond ist eigentlich sehr kontraproduktiv für die Polarlichter, da es bei schwacher Intensität sein kann, dass man die Lichter dadurch nicht mehr sieht. Zum Glück hatten wir sehr leuchtstarke Nordlichter in dieser Nacht und keine Probleme beim beobachten und fotografieren.

Wenn ihr nicht so schnell bewegende Nordlichter habt, könnt ihr euch an diesen Verschlusszeiten orientieren:
Langsam bewegende Lichter: 5 – 15 Sekunden
Schwache Lichter: 15 – 25 Sekunden

São Vicente
São Vicente
São Vicente
Wir hoffen unsere Zusammenfassung hilft dem ein oder anderen beim Nordlicht-Abenteuer! Dieses Spektakel zu beobachten und auch fotografieren zu dürfen war ein absolutes Highlight in unserem Leben. Wir haben wirklich schon tolle Erlebnisse gehabt, aber das ist auf einem anderen Level.
Wir hoffen, dass ihr euch den Wunsch von Nordlichtern erfüllen könnt. Aber denkt daran, es gehört auch eine gehörige Portion Glück dazu! In der Natur lässt sich nichts erzwingen.
Highlights in Rovaniemi und Umgebung

Highlights in Rovaniemi und Umgebung

Hallo Rovaniemi! 
Unsere Lappland Reise war eine kleine Herausforderung, aber sie war auch etwas ganz besonderes! Wir waren knapp eine Woche in und um Rovaniemi unterwegs und finden die Gegend ist ein super Ausgangspunkt um Lappland zu erkunden und um nach Polarlichtern zu suchen.

Anreise

Man sollte meinen es wäre schwierig an so abgelegene Orte zu kommen, doch Rovaniemi hat einen eigenen Flughafen. Über Helsinki kommt ihr täglich und ohne Probleme an den arktischen Zirkel.

Wir selbst sind mit dem Nachtzug von Helsinki angereist. Mit dem berühmten Santa Claus Zug sind wir in 12 Stunden angereist. Der Zug fährt hierbei von 19:00 Uhr bis 07:00 Uhr morgens. Bei wolkenfreiem Himmel soll man sogar Polarlichter sehen können. Es gibt Kabinen mit eigener Nasszelle (Dusche & Toilette) und Zimmer ohne, welche allerdings nur ein wenig günstiger sind. Wir haben zu zweit für die Fahrt in einer Schlafkabine mit Nasszelle nur 89 € bezahlt. Buchen könnt ihr die Fahrt ganz einfach über das Zugunternehmen VR.

Wer einen Roadtrip plant, kann natürlich auch mit dem Auto hinfahren. Wir haben uns in Rovaniemi erst vor Ort einen Mietwagen geliehen. Die Reifen haben keine Schneeketten, sondern Spikes. Dadurch fährt es sich relativ rutschsicher. Ihr solltet allerdings routinierte Autofahrer sein, da es ungewohnt ist auf so eisigen verschneiten Straßen zu fahren. Die allgemeine Höchstgeschwindigkeit in Finnland beträgt 50 km/h innerorts und 80 km/h ausserorts. Beide Limits gelten immer dann, wenn sonst nichts anderes ausgeschildert ist. Auf größeren Straßen darf man im Sommer 100 km/h fahren und auf Autobahnstrecken sogar 120 km/h.

Temperaturen

Im Winter wird es in Rovaniemi und Lappland generell klirrend kalt. 
Als wir aus dem Zug ausstiegen wurden wir mit -25°C begrüßt. Wir mussten direkt loshusten, weil unsere Lungen brannten. Und unsere Nasenhaare sind direkt eingefroren. Habt ihr unter solchen bedingungen schon einmal durch die Nase geatmet? Fühlt sich lustig an!
Wir empfehlen euch vorher ein richtiges Wintershopping zu betreiben, außer ihr besitzt warme Ski Kleidung.
Für solche Temperaturen benötigt ihr wirklich alles:

🩲 reguläre Unterwäsche
👖 lange, enganliegende Thermounterwäsche
👖 Skihose/Winterwanderhose
👕 dicke flauschige Fleecejacke / dicker Pullover
🧥 dicke Winterjacke / Skijacke
🧦 Thermosocken
🥾 warme gefütterte Schuhe
🧤 gute Handschuhe: Fäustlinge halten wärmer, alternativ Ski Handschuhe

🧣 Mütze & Schal

 

Wenn ihr in einem Sportfachgeschäft einkaufen geht, steht oft dabei für welche Temperaturen Kleidungsstücke ausgelegt sind. Ihr solltet außerdem unbedingt die Kaputze der Jacke (& Fleecejacke/Pullover) über euren Kopf drüberziehen, denn die meiste Wärme verlieren Menschen über den Kopf! Wenn der gut eingepackt ist, dann werdet ihr gut durchhalten können.

Und jetzt starten wir mit unseren Highlights in Rovaniemi!

 

Husky Schlittenfahrt

In Lappland wird oft beworben mit Rentieren oder Huskys eine Schlittentour zu unternehmen. Bei Tiertourismus sind wir immer eher vorsichtig und skeptisch. Eine Rentierfahr kam für uns persönlich nicht in Frage, da Rentiere auch sonst nicht mit Menschen zu tun haben. Huskys hingegen schon.
Wir haben in einer sehr nachhaltigen Unterkunft genächtigt, welche uns eine nachhaltige Tour von Bearhills Husky empfohlen haben. Das Unternehmen wirbt damit, dass die Hunde an erster Stelle stehen, sie gute Löhne zahlen und so nachhaltig wie Möglich arbeiten. 
Das klang für uns super und wir haben gebucht. Es gibt zwei Touren, eine Sonnenaufgangs- und eine Sonnenuntergangstour. Da es nur vier Stunden Sonnenlicht im Winter gibt, finden die Touren von 09:00 Uhr bis 12:00 uhr und von 12:00 Uhr bis 15:00 Uhr statt.
Wir hatten die Sonnenaufgangstour gewählt. Wir wurden von unserer Unterkunft abgeholt. Vor Ort hatte man die Möglichkeit sich gute Kleidung auszuleihen, falls man nicht sowarme Sachen hat. Dann gab es eine Einweisung wie man den Schlitten fährt und wie wir mit den Hunden umgehen müssen.
Ich hatte nachgefragt, was passiert, wenn ein Hund mal keine Lust hat rauszugehen. Dann muss er auch nicht, allerdings kommt das wohl sehr selten vor. 
Die eigentlich Fahrt geht dann 1.5 Stunden. Durch die Wälder und über einen zugefrorenen See. Eine Person sitzt im Schlitten (in dem Fall ich) und die andere Person (in dem Fall Alex) lenkt und schiebt auch mit an, wenn es mal bergauf geht. 
Nach der Hälfte der Zeit haben die zwei Parteien auch die Möglichkeit zu tauschen.
Es ist wirklich traumhaft und ein ganz einzigartiges Erlebnis.

São Vicente
São Vicente
São Vicente
Ounasvaara Winter Trail
Für unsere Wanderfreunde haben wir einen tollen Tipp!
1.5 Kilometer östlich der Stadt fängt der Ounasvaara Winter Trail an, ihr könnt also bequem dorthin laufen. Wenn ihr ausserhalb der Stadt eure Unterkunft habt, gibt es aber auch Parkplätze.
Der Weg hat kaum Höhenmeter und ist insgesamt etwa 6 Kilometer lang, also recht bequem zu laufen.
Die Dauer ist mit 3 Stunden angegeben, wir haben durch das fotografieren und eine kleine Pause (wie immer) etwas länger gebraucht. Auf dem Weg werdet ihr einen Aussichtsturm und eine Feuerstelle finden.
Vom Aussichtsturm hat man noch einmal einen tollen Blick über die Wälder. Im Winter sind die Stufen nur komplett zugefroren, hier ist also große Vorsicht beim auf und abstieg geboten.
Es gibt nicht nur Wege für Wanderer, sondern auch separate Routen für Langläufer oder Fatbike fahrer.
Ihr könntet also auch einen Tag wandern und einen anderen Langlaufski ausleihen und eine andere Strecke durch den Wald nehmen.
Polarlichter gucken am Norvajärvi

Der Norvajärvi ist ein See nicht unweit von Rovaniemi. Ihr fahrt etwa 20 Minuten von der Stadt nördlich zum See. Im Winter ist natürlich alles zugefroren, aber das ist genau das was wir möchten.
Viel Platz und keine Lichtverschmutzung um die Polarlichter zu fotografieren. Tatsächlich kann man sie auch in Rovaniemi direkt sehen, allerdings eher schwach. Wir hatten die ganze Woche Pech mit den Nordlicht, aber am letzten Abend war es dann so weit. Der Ort scheint unter Fotografen ein beliebtes Ziel zu sein, es kamen sogar ganze Busse an den kleinen Parkplatz gefahren.
Ein Geheimtipp also nicht, doch es verteilt sich sehr gut und irgendwie war es auch schön das ganze „Oooooh!“ und „Woooow!“ zu hören, während man eines der beeindruckendsten Naturspektakel beobachtet.

Das Santa Claus Village & der Arctic Circle

Na, wer von euch wollte schon einmal den Weihnachtsmann besuchen?
Das könnt ihr im offiziellen Santa Claus Village. Das Dorf ist ein liebevoll angelegtes Areal, bei dem es die Weihnachtswerkstatt gibt, das Postamt, das Büro des Weihnachtsmanns, eine Rentierfarm, eine Huskyfarm, … und mindestens doppelt so viele Souveniershops und Restaurants.
Es ist also ein kleines Kommerz Paradies und wenn man seine kleine Rosarote Weihnachtsbrille abnimmt, fällt das auch ziemlich schnell auf. Was wir schade finden ist, dass es scheinbar mehr als einen Weihnachtsmann gibt. Als wir geparkt hatten ist uns direkt ein riesen Schild ins Auge gesprungen „meet Santa here“. Da sind wir natürlich direkt hin. Später gibt es in einem weiteren Gebäude ein weiteres „meet Santa here“-Schild. Und huch – da ist ja ein zweiter Weihnachtsmann. Ein Ausdruck des Fotos mit ihm kostet übrigens mindestens 30 € (je nach Größe) und spielt keine Rolle bei welchem ihr seid.
Wir wissen natürlich, dass keiner von beiden ein echter Weihnachtsmann ist, aber dennoch trübt das etwas das weihnachtliche Gesamtbild.
Warum empfehlen wir dennoch das Dorf zu besuchen?
Nun, erst einmal ist der Eintritt geundsätzlich frei. Viele Aktivitäten oder Eintritte in spezielle Gebäude kosten extra. Aber wir fanden es trotzdem schön über das Gelände zu schlendern und vor allem dem Postamt einen besuch abzustatten.
Leider gibt es keine Stempel mehr für den Reisepass, aber wir konnten uns eine Karte schicken lassen, welche erst an Weihnachten ankommt. Finden wir super schön die Idee! Es gibt noch ein großes Regal, bei dem Briefe aus aller Welt an den Weihnachtsmann verstaut werden. Es gibt eine richtige Adresse, an welche die Briefe versendet werden können. Das Team um den Weihnachtsmann bemüht sich auch jeden einzelnen zu beantworten.
Warum solltet ihr noch einen Besuch hierher wagen? Natürlich um einen plausch mit dem Weihnachtsmann zu halten – das ist nämlich gratis. Ob ihr euch ein Foto kauft bleibt natürlich euch überlassen.
Und das vielleicht wichtigste: Hier ist der nördliche Polarkreis (arctic circle) sehr eindeutig eingezeichnet. Die Gegend nördlich des Nördlichen Polarkreises nennt man einfach „die Arktis“. Die Linie zur Arktis zu überqueren ist auch schon ein kleines Highlight wie wir finden!

Der Nördliche Polarkreis ist ein Kreis, der auf der Breite 66°33′45.9″ nördlich des Äquators verläuft. Er bezeichnet die südlichste Breite, auf der die Sonne 24 Stunden über dem Horizont bleiben kann – dieses Naturphänomen ist als die Mitternachtssonne im Sommer und als Polarnacht („Kaamos“) im Winter bekannt.

Zitiert von visitrovaniemi.fi

Schlafen in einem Glasiglu

Die Recherche für eine Übernachtung im Glasiglu stellte sich am Anfang ziemlich schnell als eine sehr deprimierende Geschicht raus. 700 € aufwärts und wirklich schnell in den vierstelligen Bereich kamen wir pro Nacht, als wir auf der Suche waren. Es war zwar unser Hochzeitstag, aber hatten wir Lust so viel Geld für eine Nacht zu zahlen? Eher nicht.
Nach einer Weile haben wir ein kleinen Glücksgriff gemacht. Wir haben eine nachhaltige Lodge gebucht, welche ein kleines eigenes Glasiglu besitzt. Das Iglu steht mitten in der Natur an einen gefrorenen See und nicht umzingelt von anderen Glasiglus – genau unser Ding! 
Natürlch war es deshalb nicht billig, aber 400 € die Nacht klang für uns besser als mindestens das doppelte. Zumal die Lodge insgesamt für 6-8 Leute Platz hat. Im Iglu aber natürlich nur für zwei.
Wir hatten in den zwei Nächten übrigens kein Glück mit den Polarlichtern. Es war so bewölkt, dass man nicht einmal die Sterne gesehen hat. Dennoch war es ein wunderschönes Erlebnis!
Wenn ihr auch gerne eine etwas privatere Lodge mit Glasiglu buchen möchtet empfehlen wir euch von Herzen die Ollero Eco Lodge!

Fazit
Liebes Lappland,
du warst eine Reise voller kleiner Herausforderungen.
Viele blaue flecken habe ich mir eingefangen, weil ich nicht nur einmal auf dem glatten Boden ausgerutscht bin.
Meine Nase habe ich mir im Zug so doll angehauen, dass sie mehrere Tage geschwollen war.
Wir sind mit dem Auto im Schnee stecken geblieben.
Tagelang war es bewölkt und wir haben keine Sonne gesehen, bei den sowieso nur 4 Stunden Tageslicht.
Du hast uns mit -25° empfangen, sodass unsere Lungen brannten und wir direkt loshusten mussten.
Aber du warst auch eine Reise voller ersten Male! 
Zum ersten Mal…
…sind wir in einem Nachtzug gefahren 
…haben wir erfahren, wie es sich anfühlt, wenn die Nasenhaare einfrieren 
…haben wir den nördlichen Polarkreis überschritten 
…haben wir in einem Glasiglu geschlafen 
…sind wir mit Schneeschuhen wandern gegangen 
…haben wir eine Husky-Schlittentour gemacht 
…sind einen Wintertrail gelaufen 
…waren gemeinsam in einer Sauna 
…haben wir den echten Weihnachtsmann besucht 
…haben wir Nordlichter am Himmel tanzen sehen 
Du warst eine Reise ausserhalb der Komfortzone, aber hast uns auch mit so vielen wundervollen Momenten belohnt. Die Erinnerung an dich werden wir ganz besonders im Herzen tragen. Danke!