Gelmersee & Gelmerbahn Tipps

Gelmersee & Gelmerbahn Tipps

Vielleicht habt ihr schon ein Video der Gelmerbahn in den sozialen Medien gesehen? Eine offene Bahn , der mit Höchstgeschwindigkeit einen Berg in den Alpen hinunterfährt. Nun, so schnell ist sie nicht wirklich, aber die Zeitrafferaufnahme hat ihr einen gewissen Bekanntheitsgrad verschafft.
Zusammen mit dem Gelmersee gehört die Gelmerbahn zu den lohnendsten Ausflugszielen im Kanton Bern. Alle Tipps zum Gelmersee & Gelmerbahn gibt es hier.

Gelmersee
Anreise Gelmerbahn & Gelmersee

Der Gelmersee ist sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Mit dem Auto bietet sich eine Rundfahrt über Furka-, Grimsel- und Sustenpass an. Weitere Ausflugsziele in der Region oder was ihr vielleicht kombinieren könnt, findet ihr am Ende des Artikels.

Die Talstation mit Kasse befindet sich 5 Gehminuten vom Parkplatz Handeck, Gelmerbahn entfernt.

Die Gelmerbahn ist von Innertkirchen aus mit dem Auto oder Postauto in 20 Minuten erreichbar.
Postauto-Haltestelle: Handegg, Gelmerbahn
Für die Anreise mit dem Auto kann dieser Parkplatz benutzt werden: Link
Für die Wanderung zum Gelmersee empfehlen wir den Parkplatz Handegg.

Wandern zum Gelmersee

Wir sind schon zweimal zum Gelmersee gelaufen, weil wir vor der ersten Bahn am See sein wollten. Die erste Bahn geht um 09:00 Uhr.
Auch diese Variante können wir wärmstens empfehlen und schreiben sie deshalb gleich am Anfang. Warum? Die Wanderung ist nicht sehr anstrengend und wenn man oben die Ruhe genossen hat, kann man mit einer der ersten Gondeln hinunter fahren. Diese werden ziemlich leer sein und die Wahrscheinlichkeit, dass ihr ganz vorne seid, ist sehr hoch.

Der Rückweg ist natürlich auch möglich, wir empfehlen aber die Gelmerbahn.
Den Voucher könnt ihr im Voraus online kaufen. Am Ticketschalter müsst ihr es dann aber in ein richtiges Ticket (Zeitticket) umtauschen. Da ihr aber vor Öffnung der Kasse hochgewandert seid, habt ihr nur eueren Voucher.
Wir haben das dem Ticketkontrolleur kurz gezeigt, ihm die Situation geschildert und es war überhaupt kein Problem.

Tickets könnt ihr hier vorab online kaufen.
Weitere Informationen findet ihr im Abschnitt „Gelmerbahn“.

Wandern zum Gelmersee

Wanderung Hinweg (Parkplatz zum Gelmersee):

Distanz: 1,6 km
Gehzeit: ca. 1 Std
Schwierigkeit: Leicht, Bergwanderweg T2, rot-weiss markiert.
Höhenmeter: 240 m
Kosten: Kostenlos

Picknick am Gelmersee

Am Gelmersee angekommen, geniesst man die Ruhe. Ab 9.15 Uhr wird es voller und um 10 oder 11 Uhr ist es richtig voll. Dort haben wir unser Picknick aufgebaut und gefrühstückt. Danach haben wir eine Rundwanderung um den See gemacht.

Gelmersee Umrundung

Wenn man schon mal da ist, warum nicht gleich eine Runde um den See drehen? Es gibt einen Wanderweg rund um den See. Er ist größtenteils ausreichend ausgebaut und markiert. Es gibt aber auch Stellen, die sehr schmal werden oder durch unbefestigtes Gelände führen. Insgesamt ist die Wanderung als Mittelschwer einzustufen.
Ausgangs- und Endpunkt ist die Bergstation der Gelmerbahn.

Rundweg Gelmersee:

Distanz: 4,7 km
Gehzeit: ca. 2 Std
Schwierigkeit: Mittel.
Höhenmeter: 170 m
Kosten: Kostenlos

Gelmersee
Gelmerbahn

Wir möchten euch hier ja nicht nur Gelmersee, sondern auch Gelmerbahn Tipps geben.
In 12 Minuten bringt sie euch ans Ziel. Mit einer Steigung von 106 Prozent ist sie die steilste offene Standseilbahn Europas.

Öffnungzeiten:

Juni, September, Oktober: 9.00–16.00 Uhr (letzte Bergfahrt 15.48 Uhr, letzte Talfahrt 16.00 Uhr)

Juli, August: 9.00–17.00 Uhr (letzte Bergfahrt 16.36 Uhr, letzte Talfahrt 16.48 Uhr)

Preise:

Erwachsene retour CHF 36.00 / einfach CHF 18.00
Kinder 6–15 Jahre retour CHF 18.00 / einfach CHF 9.00

Keine Halbtax, GA oder Swiss Travel Card Rabatte.

Eine frühzeitige Online-Reservierung wird dringend empfohlen, da es beim Ticketkauf an der Talstation zu längeren Wartezeiten kommen kann.

Mit dem gekauften Ticket-Voucher kann die Zeitkarte für Berg- und Talfahrt spätestens 15 Minuten vor Abfahrt an der Bahnkasse abgeholt werden. Die reservierten Sitzplätze sind sonst nicht garantiert. Wenn ihr (vor Sonnenaufgang) aufsteigt und euren Voucher nicht in eine Zeitkarte umtauschen könnt, dann lest noch einmal den Abschnitt Wanderung zum Gelmersee.

Bitte beachtet, dass ihr euch vorab für ein Zeitfenster entscheiden müsst und dieses auch nicht verschieben könnt. Wenn ihr es verpasst, dann ist das Ticket ungültig.

 

Gelmerbahn
Sehenswertes in der Umgebung

Der Gelmersee eignet sich theoretisch für einen Tagesausflug ohne weitere Ausflüge. Wir haben ihn auch schon mit anderen Aktivitäten kombiniert, z.B. mit der Wanderung zur Siedelenhütte am Furkapass.
Generell ist eine Kombination von Grimsel-, Susten- und Furkapass mit einem Besuch des Rhonegletschers möglich.

Relativ nah am Gelmersee findet sich noch eine Hängebrücke mit dem Namen „Handeckfallbrücke“. Die Brücke ist 70 Meter lang und bietet einen schönen Blick auf den Handeck-Wasserfall, welcher 45 Meter tief in eine Schlucht stürzt.

Wir hoffen unsere Gelmersee & Gelmerbahn Tipps helfen euch für eure Planung oder haben euch für einen neuen Ort inspirieren können.

Wandern zur Siedelenhütte

Wandern zur Siedelenhütte

Der Furkapass ist im Sommer ein beliebtes Ziel für Motorradfahrer, aber auch für kurvenfreudige Autofahrer. Naturliebhaber können den Rhonegletscher bestaunen und mit dem Belvédère einen Instagram-Hotspot ergattern.
Am Furkapass lässt es sich aber auch gut wandern und die Wanderung zur Siedelenhütte stellen wir euch heute vor.

Startpunkt Furkapass

Die Wanderung kann an zwei Stellen beginnen. Einmal vom Siedelenbach und einmal vom Furkapass. Wir beschreiben die Wanderung vom Furkapass, weil wir bisher nur diesen Einstieg gemacht haben und denken, dass er für die meisten machbar ist.

Vom Furkapass führt der Hüttenweg leicht ansteigend über Bergwiesen bis zur Querung des Sidelenbaches (2524 m). Vorbei an einem kleinen Bergsee (2674 m) steigt man zur Sidelenhütte auf.
Ausgangspunkt: 2427 m; Postautohaltestelle Furkapass (Hotel Furkablick). Parken kann man kostenfrei.

Wanderung Fakten Hin- & Zurück:

Distanz: 6,4 km
Gehzeit: ca. 2:40 Std
Schwierigkeit: Leicht, Bergwanderweg T2, rot-weiss markiert.
Kosten: Kostenlos

Die Wanderung ist nicht schwierig, aber es ist eine Menge Geröll, so dass man ein bisschen aufpassen muss.

Wanderung zur Siedelenhütte

Ziel der Wanderung ist die Siedelenhütte. Diese ist – wie der Furkapass – nur in den Sommermonaten geöffnet. Bitte vorher auf der Homepage der Siedelenhütte nachsehen, ob sie geöffnet ist.
Die Hütte wird eher von Kletterern als von Wanderern besucht, da die Umgebung ein Paradies für Kletterer ist.

Hüttenübernachtung Siedelenhütte

Wir hatten uns für eine Hüttenübernachtung entschieden, weil wir die Umgebung bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang sehen wollten.
Hier gibt es einen berühmten Felsen, den Kleinen Kamel (2930m), der oft von Kletterern bestiegen wird und ein tolles Fotomotiv abgibt.

Eine Übernachtung mit Halbpension (Abendessen am Anreisetag und Frühstück am nächsten Morgen) kostet 76 CHF pro Person im Mehrbettzimmer.
Ich bin kein Fan von Bettenlagern, aber auf der Hütte gab es keine andere Möglichkeit.

Achtung: Ihr könnt dort nur in BAR CHF oder mit TWINT bezahlen.

Wer nur wandern will, braucht übrigens nicht zu übernachten. Für Kletterer ist sie unerlässlich, um am nächsten Morgen gestärkt in die Tour zu starten. Die Wanderung ist aber auch an einem Tag gut zu schaffen.
Für uns kam sie eigentlich nur zum Fotografieren in Frage.

Sonnenaufgang Siedelenhütte
camel rock an der Siedelenhütte
Weitere Aktivitäten um die Siedelenhütte

In der Nähe der Siedelenhütte gibt es einen Gletscher (Siedelengletscher), zu dem man wandern kann. Wir sind auch ein Stück gelaufen, aber als wir eine Gletscherspalte sahen, sind wir umgekehrt. So etwas kann sehr gefährlich sein und unerfahrene Wanderer sollten sich nicht unbedingt dort aufhalten.

Weitere Wanderwege sind der Nepali Highway (Sidelenhütte – Albert-Heim-Hütte SAC), Von Furka Süd nach Furka Nord (Rotondohütte SAC – Sidelenhütte) oder der Vier-Quellen-Weg (Sidelenhütte weiter Richtung Albert-Heim-Hütte nach Realp oder weiter über den Urschner Höhenweg nach Andermatt).

In der Nähe der Hütte gibt es auch einen Klettergarten und generell sehr viele Klettertouren.

Furkapass

Nach unserem Abstecher zum Gletscher sind wir wieder zurückgelaufen. Zuerst an der Mondlandschaft vorbei, bis es wieder schön grün wurde.
Unser Auto stand, wie in der Schweiz nicht anders zu erwarten, immer noch sicher an seinem Platz und wir konnten unseren nächsten Ausflug starten.

Fazit

Wir hoffen, dass euch unser Bericht über die Wanderung zur Siedelenhütte gefallen hat! Vor allem der Sonnenaufgang war spektakulär und allein dafür hat es sich schon gelohnt. Wir sind uns auch ganz sicher, dass wir wiederkommen werden.
Wäre so eine Hüttenübernachtung etwas für euch?

Szene für Szene die Welt entdecken – Rezension

Szene für Szene die Welt entdecken – Rezension

Mit der bekanntesten Filmtouristin auf Reisen? Als großer Film und Serien Fans klingt das natürlich traumhaft!
So gerne wir Reisen sitzen wir definitiv auch gerne stundenlang auf der Couch und lassen uns in andere Welten entführen.
Umso gespannter war ich auf das Buch von Andrea David. Was ich davon halte, könnt ihr in dieser Rezension lesen.

Ich bedanke mich bei dem CONBOOK Verlag für das kostenfreie Rezensionsexemplar.
Meine Meinung zum Buch wird davon nicht beeinflusst. 

INHALTSANGABE

Filme und Serien schaffen immer wieder neue Sehnsuchtsorte. Sei es das Resort aus Dirty Dancing, die Treppe aus Rocky, das Tal, durch das die Dinosaurier in Jurassic Park liefen, oder der Wald, der in Game of Thrones zu Winterfell wurde.

Filmtouristin Andrea David reist seit zwei Jahrzehnten an legendäre Drehorte und erweckt bekannte Filmmomente zum Leben, indem sie die Szenenbilder mit ihrem tatsächlichen Drehort verschmelzen lässt.

Ihr Buch erzählt von den besonderen Entdeckungen und Begegnungen dieser Reisen und ist mit zahlreichen Fotos und über 200 persönlichen Drehort-Tipps die ideal Fernwehlektüre für Filmfans.

Facts

Broschiert: 288 Seiten
Verlag: CONBOOK; Auflage: 1 (11. Oktober 2022)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3958894356
ISBN-13: 978-3958894358
Preis: € 19,95 [D] • € 20,60 [A] • CHF 28,90 [CH]

Auf Amazon bestellen.

Andrea David has touched movies like no person before her – Jason Reitman (Regisseur Ghostbusters: Legacy)

Szene für Szene die Welt entdecken – ich war schon beim Titel Feuer und Flamme für das Buch. Als großer Film- und Reisefan war das schon fast das perfekte Buch für mich. Ich war ganz gespannt darauf, welche Orte in dem Buch auf mich warteten. Ich bin davon ausgegangen, einige der Klassiker (Jurassic Park auf Hawaii, Hobbiton auf Neuseeland oder Game of Thrones Drehorte in Dubrovnik) zu sehen, aber hoffte auch auf eher unbekannte, gar unscheinbare Orte.

Wir selbst haben bereits einige Drehorte besucht, wie zum Beispiel Hobbiton in Neuseeland (Der Herr der Ringe, Der Hobbit), Ait Ben Haddou in Marokko (Game of Thrones) oder auch die Kualoa Ranch auf Hawaii (Jurassic Park, LOST und vieles mehr).

Diese Orte sind natürlich besonders bekannt und werden auch wegen ihrer Verbindung zu den Filmen beworben.
Wenn wir in der Nähe waren und es uns soweit bekannt war, haben wir aber auch Orte besucht, welche nicht speziell beworben wurden.
Dazu zählen zum Beispiel Gaztelugatxe in Nordspanien (Game of Thrones), das Tanner/Halliwell Haus in San Fransisco (Full House, Charmed) oder das American Museum of Natural History (Nachts im Museum).

Aus 252 Filmen und Serien wurde liebevoll eine Kollektion erstellt. Gegliedert ist das ganze nach Ländern bzw. Kontinenten. 
Wir starten mit Filmkulissen aus den USA, gefolgt von Kanada und Europa und zum Schluss noch ein kurzes weltweites Kapitel für James Bond Drehorte. 

Hawaii Highlight

Wir auf der Kuala Ranch auf Hawaii – einem der bekanntesten Drehorte der Welt. Zu sehen sind noch Requisiten des Films KONG. Viele weitere Filme und Serien wurden hier gedreht.

Eine Beeindruckende Liebe zum Detail

Das Buch startet nach der Einleitung direkt mit einem meiner Lieblingsfilme. Zurück in die Zukunft. Und schnell wird mir klar, dass das Buch meine Hoffnung bestätigt: Es warten nicht nur die bekannten Touristen Hotspots auf mich, sondern viele unscheinbare Orte. Denn statt nur die berühmte Rathauskulisse in den Universal Studios zu besuchen, finden sich noch weitere Orte aus Zurück in die Zukunft in dem Buch. Zum Beispiel die Whittier High School (Hill Valley Highschool), die Puente Hills Mall (Twin Pines Mall auf dessen Parkplatz Doc den DeLorean vorführt) oder die Bushnell Avenue (das Zuhause von Lorraine). 

Und so zieht es sich über das ganze Buch. Es finden sich Drehorte zu einer bunten Mischung aus Filmen und Serien. Was mir unglaublich positiv gefällt, ist der Stil wie  Drehorte präsentiert werden. Wer Andrea Davids Instagram-Kanal (@filmtourismus) bereits kennt, weiß wovon ich schreibe. Sie hält ein Foto in der Hand, auf dem eine Filmszene abgebildet ist. Im Hintergrund sieht man den eigentlichen Drehort. Hier kann man auch tolle Veränderungen sehen, wie zum Beispiel beim Kapitel mit Edward und den Scherenhänden. Im Film war die Wohnsiedlung schön pastellfarben, aber in den Jahren hat sich einiges getan. Andrea David schafft es aber immer den perfekten Winkel zu finden, den ihr Foto ihr vorgibt und beweist eine große Liebe zum Detail.

Neben den eigentlichen Filmspots finden sich immer wieder zum Start eines Kapitels persönliche Erlebnisberichte der Autorin. So erzählt sie von Unterhaltungen mit Anwohnern direkter Drehorte, einer Wolfsichtung eines Strandes von Twilight (wie passend!), wie sie mit elf weiteren Star Wars Fans die irische Insel Skellig Michael besucht und noch vieles mehr.

Zum Schluss erinnert Andrea Davis auch an die Regeln, welche es zu beachten gibt, wenn ihr einen Drehort besucht. Respekt wird ganz großgeschrieben und Privatgrund sollte nie betreten werden. Vor allem bei Häusern, die ganz normal bewohnt werden, sollte ein Blick oder Foto von der Straße genügen.

Fazit

Ich bin hin und weg! Das Buch ist wirklich toll gegliedert und bietet ausreichend Informationen, um sich einen Überblick zu verschaffen. Ich werde definitiv vor jeder Reise einmal hineinschauen, ob es einen potenziellen Drehort gibt, welchen wir besuchen könnten. 
Ein wenig schade fand ich, dass es keine Drehorte zu Afrika, Asien, Ozeanien oder Mittel- & Südamerika gibt. Ich hoffe natürlich sehr auf weitere Bücher mit Themenschwerpunkten auf anderen Kontinenten, denn das Potenzial ist ja auf jeden Fall da.

Es standen zwar schon einige Drehorte (vor allem zu Game of Thrones) auf unserer Bucketlist, aber durch das Buch ist die Liste nun noch etwas gewachsen. Wir können jedem Film- & Reisefan das Buch nur wärmstens ans Herz legen. Ihr könnt es als klassischen Reiseführer nutzen, oder als Nachschlagwerk, wenn ihr zu einem Ort oder Film gezielt etwas wissen möchtet. Die Drehorte befinden sich zum Glück nicht nur in irgendwelchen Filmstudios, sondern können und wollen gerne von Filmfans entdeckt werden.

Gerade in Zeiten des CGI-Überschuss ist es doch etwas Schönes zu sehen, wie Filme und Serien an echten Orten zum Leben erweckt wurden. Wir hoffen selbst, dass dieses sinnlose CGI in Zukunft wieder etwas zurückgeht. Und damit meinen wir, wenn sogar ein Café plötzlich animiert wird, anstatt ein reales Café zu nehmen. Denn echte, authentische Orte machen doch oft den Charme einer Filmkulisse aus. Deshalb ist „Der Herr der Ringe“ auch definitiv zeitloser und sieht unserer Meinung nach sogar besser aus als der viel später erschienene „Der Hobbit„.

 

MEHR ÜBER DIE AUTORIN
Eine Woche Portugal – Route für deinen Roadtrip!

Eine Woche Portugal – Route für deinen Roadtrip!

Perfekte Wellen, Steilküsten und leckeres essen! Vor allem für Camper ist Portugal sehr beliebt, da es tolle Stellplätze gibt, die Preise sehr günstig sind und das Wetter auch noch im Herbst und Winter angenehm ist.
Wir wollten ursprünglich zwei Wochen mit einem Camper Van und Surfbrett die Westküste entlangfahren, doch wegen der Pandemie mussten wir bereits nach einer Woche abbrechen. Was wir erlebt haben und welche Route wir empfehlen, könnt ihr hier nachlesen!

Shortfacts

Empfohlene Reisezeit: Frühling oder Herbst
Hier sind die Temperaturen am angenehmsten, im Sommer kann es schon recht heiß werden! Wir selbst waren im September dort und können diesen Monat als Reisemonat absolut empfehlen. Abends kühlt es etwas ab, aber mit einer leichten Jacke war es kein Problem die Sonnenuntergänge am Strand zu genießen.

Empfohlene Reisedauer: mind. 2 Wochen
Wir hatten für unsere Route zwei Wochen geplant, aber dann leider nur eine Woche geschafft. Dadurch haben wir auch einiges verpasst. Was wir noch geplant hatten, wollen wir euch aber natürlich nicht vorenthalten.

Anreise: Direkt mit dem Auto über Frankreich und Spanien oder mit dem Flugzeug nach Porto, Lissabon oder Faro. Wir sind nach Porto geflogen und von Lissabon zurück.

Länge der Route: ca. 1000 Kilometer (wir selbst sind ca. 700 Kilometer gefahren)

Route: Porto – Lissabon – Algarve – Westküste – Sintra – Ericeira – Nazare – Fatima – Lissabon

Maut: Es gibt gebührenpflichtige Autobahnen und mautfreie Strassen. Die Gebühren für die Autobahnen werden entweder an Mautstationen mit direkter Bezahlung oder durch ein elektronisches Systeme erhoben und richten sich nach der gefahrenen Strecke. Manche Camper Verleiher bieten das Erfassungsgerät für die elektrische Maut zusätzlich an. Wir selbst haben nur einmal eine kostenpflichtige Straße genommen um schnell aus Lissabon herauszufahren. Ansonsten können wir die mautfreien Straßen sehr empfehlen, da sie auch sehr schön liegen.

Wildcampen? Seit dem 09. Januar 2021 gibt es ein neues Gesetz, dass das übernachten außerhalb zugelassener Camping- und Stellplätze verbietet! Es war vorher auch schon verboten, allerdings wurde es überall toleriert, doch nun wird härter durchgegriffen. Portugal hatte massive Probleme mit Wildcampern, welche ihren Müll einfach in der Natur hinterlassen haben. Demnach darf nur noch dort geparkt werden, wo es explizit erlaubt ist.

Sicherheit mit dem Auto: Wir können nur von unserer persönlichen Erfahrung sprechen und können sagen, dass wir keinerlei negativen Vorkommnisse hatten. Gerade an der Algarve soll es öfters zu Einbrüchen und Diebstählen am und im Auto kommen, doch wir waren davon nicht betroffen und haben auch nichts dergleichen mitbekommen. Dennoch ist ein gesundes Maß an Vorsicht geboten.

Anreise nach Porto

Wir haben uns für die Anreise mit dem Flugzeug entschieden. Es ging für uns von Zürich nach Porto, denn die Flugverbindung war günstiger und wir dachten uns, dann schauen wir uns Porto auch einfach noch mit an.
Der Ersteindruck der Stadt war wirklich sehr gut, allerdings haben wir sehr wenig Zeit hier verbracht, weshalb wir keine Empfehlungen aussprechen können.
Mit dem Flixbus sind wir dann in etwa drei Stunden nach Lissabon gefahren. Der Preis betrug nur 11,48 € pro Person und ist für so eine Strecke wirklich super günstig!

Lissabon

Lissabon ist eine so große Stadt und wir könnten sicher einen eigenständigen Blogbeitrag zu Portugals Hauptstadt schreiben! Vielleicht machen wir das auch mal, wenn wir noch mehr gesehen haben.
Ihr solltet zunächst durch Lissabons Gassen schlendern und einfach mal den Flair erleben. Sehr zentral gelegen gibt es die „Pink Street“ und diese ist bekannt für ihre, nunja, pinke Straße! Sie gibt eine nette Fotolocation ab. In der Nähe werdet ihr einige Restaurants, Pubs und andere lokale finden. Irgendwann werdet ihr sicher recht schnell zum großen Platz „Praça do Comércio“ kommen. Mit seinem großen Triumphbogen und der Reiterstatue ist es ein beliebtes Touristenziel. Bis 1755 gab es hier sogar einen Palast, doch dieser wurde, wie viele Teile Lissabons, von einem starken Erdbeben zerstört.
Für viele ist es ein absolutes Highlight mit der Straßenbahn zu fahren, vor allem mit der brühmten Tram 28! Der originale Wagen aus dem Jahr 1930 ist von innen komplett aus Holz gebaut. Zudem gibt es noch drei Standseilbahnen, die optisch an die Tram 28 erinnern. Sie fahren verschiedene Hügel hinauf und hinab. damit höher gelegene Stadtviertel leichter erreicht werden.
Nicht so Zentral, aber eine Reise wert ist der „
Belém Tower“ oder auch „Torre De Beelem“. Er wurde ab 1521 als Leuchtturm genutzt und ist eines der Wahrzeichen Lissabons. Seit 1983 ist der Turm UNESCO Weltkulturerbe. Für 3 € kann man auch auf den Turm hinauf. Während wir da waren, war dieser allerdings wegen den Corona Maßnahmen gesperrt.
Auf der Gegenüberliegenden Seite existierte einst ein Zwilligsturm, welcher aber durch das bereits erwähnte große Erdbeben 1755 zerstört wurde.

In Lissabon gibt es übrigens super viele leckere Restaurants! 
Diese haben wir besucht und können sie absolut empfehlen:

  • Manteigaria: Es soll hier die leckersten Pastéis de Natas geben. Und sie sind wirklich lecker! Es handelt sich um ein Gebäck, das praktisch in ganz Portugal zu finden ist –  Blätterteig gefüllt mit Pudding und Zimt.
  • Dallas Burger Joint: Wenn wir euch erzählen, dass wir unseren besten Burger hier gegessen haben – würdet ihr es uns glauben? Es ist wirklich extrem lecker und es gibt sehr viele vegane Optionen.
  • TimeOut Market: Die große Markthalle bietet alles was das Foodie-Herz begehrt. Ob für den kleinen oder großen Hunger.
Mit dem Camper Richtung Algarve

In Lissabon haben wir dann unseren Camper abgeholt und ein Surfbrett ausgeliehen, was wir über den Anbieter Flynsurf gemacht haben. Wir hatten nicht so große Ansprüche an den Camper, weshalb uns ein Basismodell gereicht hat, in den das Brett und wir reinpassen. Mit dem Camperverlieh waren wir sehr zufrieden. Die Kommunikation ist auf Deutsch möglich gewesen, sowohl vorab als auch vor Ort.
Für den Van, Vollkaskoschutz und ein Surfbrett haben wir für 13 Tage Rund 1000,- € bezahlt.

Unser erstes Ziel war direkt an der Algarve. Wir wollten uns vom Süden wieder hocharbeiten, da es von Lissabon wieder nachhause gehen sollte. Alles was wir an der Algarve erlebt haben, könnt ihr in diesem Blogbeitrag nachlesen:

 

Highlights an der Algarve – Südportugal

Portugals Westküste

Wir starten die Westküste vom Cabo De Sao Vicente – der südwestlichsten Spitze Europas, nachdem wir die wunderschöne Algarve besucht haben. Auf dem Weg in den Norden solltet ihr die folgenden Orte anfahren:

  • Cordoama Viewpoint
  • Bordeira’s Beach
  • Arrifana
  • Praia da Monte Clérigo
  • Praia da Amoreira
  • Parque Natural do Sudoste Alentejano e Costa Vicentina
  • Porto das Barcas
  • Parque Natural da Arrabida

Wie viel Zeit ihr an den jeweiligen Orten verbringt solltet ihr für euch entscheiden. Einige Orte sind nur Aussichtspunkte und man fährt schnell weiter, andere laden zum längeren verweilen oder Surfen ein. Wir möchten hier keine Zeiten vorschlagen, denn das schöne am Reisen im Van ist ja die Flexibilität.

Quinta da Regaleira

Wenn ihr wieder vorbei an Lissabon seid, werdet ihr euch in der wunderschönen Region von Sintra wiederfinden. Es gibt einige Tagestouristen von Lissabon nach Sintra, doch ihr solltet für dieses Areal alleine zwei bis drei Tage einplanen! Es ist so wunderschön und wir ärgern uns gewaltig, dass wir nicht mehr Zeit hatten. Da wir zu diesem Zeitpunkt bereits wussten, dass wir recht bald wieder das Land verlassen müssen, haben wir nur einen einzigen Tag gehabt. Diesen einen Tag haben wir genutzt um uns ein Bucketlist Ziel zu erfüllen: Die Quinta da Regaleira.
Wir hatten eher den Eindruck wir laufen durch ein Filmsetting, als durch ein altes Anwesen. Mich hätte nicht gewundert, wenn ich plötzlich einer Fee begegnet wäre.
Seit 1910 steht das Märchenschloss mitsamt einem großzügigen Park mit Seen, Brunnen, Brücken und einem unterirdischen Tunnelsystemen dort. Wir hätten unseren Tag in Sintra wahrscheinlich nicht besser nutzen können und würden die Anlage wirklich jedem empfehlen. Ein Brunnen ist besonders bekannt, welchen man auch hinabsteigen kann. Er soll das Tor zur Hölle symbolisieren. Unten angekommen, gelangt man durch ein Höhlensystem auch wieder hinaus. 
Geöffnet ist die Anlage Montag bis Freitag von 10:00 Uhr bis 18:30 Uhr
Der Eintritt beträgt 10,00 € pro Person.

Ericeira, Nazaré und Fatima

Leider konnten wir die oben stehenden Orte nicht mehr besuchen und mussten nach Lissabon um unseren Van abzugeben. Ericeira soll einer der besten Orte zum surfen sein und wir wollten hier etwas Zeit verbringen. Nazaré ist für Surfer legendär, denn hier befindet sich die größte Welle, die jemals gesurft wurde (27,5 Meter!). Die Wellen sind hier oft sehr groß, sodass es auch für nicht-surfer sehr spannend anzusehen ist.
Für etwas Kultur sollte der Wallfahrtsort Fátima sorgen. Die Stadt beherbegt ein Heiligtum: eine römisch-katholischen Kirche, welche jährlich von mehreren Millionen Pilgern besucht wird. Die neue Basilika zur Heiligsten Dreifaltigkeit von 2009 ist die viertgrößte katholische Kirche der Welt und der bislang größte Kirchenneubau des 21. Jahrhunderts.

Wir hoffen unser kurzer Überblick über eine mögliche Route durch Portugal hat euch gefallen und wir konnten für die Reiseplanung helfen oder einfach zum Träumen einladen! Welchen Ort würdet ihr aus unserer Liste gerne besuchen?

Highlights an der Algarve – Südportugal

Highlights an der Algarve – Südportugal

Die Algarve – ein deutscher Urlaubsklassiker!
Die orangenen Steilküsten, die warmen Temperaturen und das gute Essen locken jedes Jahr viele Touristen hier hin. Doch was gibt es alles zu sehen? Wir zeigen euch unsere Highlights, welche wir mit einem Camper Van abgefahren sind.

Benagil Höhle

Wir starten unsere „Must-See“-Orte direkt mit einem absoluten Kracher: Die Benagil Höhle.
Ein bekannter Instagram Hotspot, den wir eine ganze Stunde für uns alleine hatten. Tipp: Früh aufstehen lohnt sich! Aber wie kommt man denn eigentlich in die Höhle?
Unser Ausgangspunkt ist der Praia de Benagil. Keine Sorge, in der Nähe gibt es viele kostenfreie Parkplätze. Wir haben am Tag vorher in der Nähe in einem Wald übernachtet und sind dann sehr früh an den Parkplatz gefahren, welcher noch nahe zu leer war.
Um 07:00 Uhr morgens sind wir dann vom Strand aus einfach in die Höhle geschwommen. Von diesem Strand aus liegt die Höhle linker Hand.
Das klingt jetzt vielleicht einfach, allerdings wird das nicht empfohlen, denn bei starken Wellengang kann das auch ziemlich gefährlich werden. Da wir so früh unterwegs waren, war kein Wellengang vorhanden und wir konnten sehr gemütlich schwimmen.
Wir waren zwei Mal in der Höhle, beim ersten Mal hat sich Alex auf seinem Surfbrett ins die Höhle gepaddelt, da ich dachte es wäre recht weit und ich es nicht schaffen würde die Strecke zu schwimmen. Aber es ist wirklich nur ein kurzes Stück, weshalb wir am nächsten Tag zusammen reingeschwommen sind.
Um 08:00 Uhr kamen die ersten Leute, die eine Kayak Tour gebucht hatten, wir hatten also die Höhle eine Stunde für uns alleine, was für so einen Hot Spot nicht selbstverständlich ist. Corona hat natürlich auch dazu beigetragen.
Wer nicht schwimmen möchte hat noch folgende Möglichkeiten:

  • eine der angebotenen Bootstouren machen
  • ein Kajak mieten oder eine Kajak Tour machen
  • SUP mieten und reinpaddeln
  • mit einem eigenen Surfboard, SUP oder Luftmatratze vom Strand zur Höhle paddeln.

Man kann die Höhle auch von Oben anschauen, was aber nicht annähernd so spannend ist, wie in der Höhle zu stehen. Wenn man aber schon da ist, sollte man einen Spaziergang an den Klippen machen.

Algar Seco

Die zwei berühmten Fenster an der Algarve sind ein beliebter Fotospot. Aber abgesehen davon, sind die Höhlen ziemlich interessant und man kann Touristen auf dem Boot zuwinken, während sie Fotos von einem machen. 😉
Viele kleine Treppen und Wege führen um die Felsen herum und man kann sich hier definitiv länger aufhalten, als nur für das obligatorische Instagram Foto.

In den Wintermonaten ist der Eingang zu der Höhle abgesperrt.

Ponta de Piadade

Die Felsformationen der Ponta da Piadade gehören zu den schönsten der ganzen Algarve.
Die Kalksteinküste beherbergt einige Grotten und einen gut ausgebauten Weg auf den Felsen entlang. Es gibt Treppenstufen nach unten um recht nah am Wasser den berühmten Blick auf einen Torbogen zu erhaschen.
Zur richtigen Jahreszeit scheint die Sonne beim Sonnenaufgang durch den Torbogen – spektakulär! Wir haben es leider nur zum Sonnenuntergang geschafft, was aber auch ein tolles Erlebnis war!

Arrifana

Arrifana ist vor allem für Surfer sehr interessant. Es gibt einen Sandstrand mit sehr cleanen Wellen, vor allem für Anfänger ideal. Allerdings sollte man nicht erwarten, dass es leer ist. Im Gegenteil, hier war der vollste Surfspot den wir in angefahren haben.
Um zum Strand zu kommen, ist es auf Grund von Fahreinschränkungen nötig, oberhalb zu parken und dann ca. 10 Minuten herunterlaufen. Mit dem eigenen Fahrzeug ist es nur Bewohnern erlaubt herunterzufahren. Im Sommer gibt es auch einen Shuttle, der euch von oben nach unten fährt. Der Ausblick auf den Strand von Arrifana ist übrigens schon alleine einen Zwischenstopp wert!

Strände über Strände

Es gibt unzählige wunderschöne an der Algarve. Man muss sich eigentlich keinen speziellen aussuchen, denn jeder hat etwas besonderes.
Wir möchten euch folgende Strände ans Herz legen, da sie uns besonders gut gefallen haben:
Praia da Monte Clérigo: Wer absoluter Surfanfänger ist, kann hier gut im Whitewash üben. Abgesehen davon, ist der ruhige Strand wunderschön zum entspannen. Es gibt eine handvoll Restaurants an denen man sich mal etwas gönnen kann.
Praia da Amoreira: Dieser Strand ist etwas besonderes, da am südlichen Ende des Strandes der Fluss Ribeira de Aljezur ins Meer fließt. Durch die weitläufigen Sanddünen verteilen sich die Menschen sehr gut und jeder findet ein plätzchen für sich.
Praia da Luz: Nicht unweit der schönen Stadt Lagos befindet sich der Praia da Luz. Hier kann man sehr gut (aber nicht gerade preiswert) Essen gehen. Wer gerne unter Menschen ist und wem einsame Strände zu langweilig sind, sollte hier vorbeisehen.
Praia dos Tres Irmaos: Wunderschöner Strand mit einigen Felsen im Wasser. Bei Ebbe kann man die volle Pracht der Kalksteinformationen bestaunen.

Cabo de São Vicente

In Portugal könnt ihr die südwestlichste Spitze von Europa besuchen! Klingt ehrlich gesagt etwas aufregender als es ist, denn viel gibt es hier nicht zu sehen. Einen Leuchttum, Souvenierstände und eine Kleinigkeit zu Essen neben dem Blick auf das weite Meer. Wenn man von der südlichen Algarve sowieso an die Westküste fahren möchte, kann man den Sport mitnehmen. Extra dorthin fahren würden wir aber nicht empfehlen!

Was wir verpasst haben

Leider haben wir auch so einiges verpasst, was wir gerne nachholen würden. Falls ihr etwas mehr Zeit für die Algarve mitbringt, könnt ihr sicher das ein oder andere mitnehmen, wie zum Beispiel:

  • Faro
  • Praia da Falésia
  • Praia do Ninho de Andorinha
  • Praia da Camilo
  • Lagos (haben wir leider nur oberflächlich besucht) inkl. Praia da Batata

Wir hoffen unsere Zusammenfassung unserer Algarve Highlights hilft euch bei eurer Reiseplanung! Schreibt und gerne einen Kommentar, welchen Ort ihr dort unbedingt einmal besuchen möchtet!