Rundreise Phuket – einmal um die Insel, bitte!

Rundreise Phuket – einmal um die Insel, bitte!

Phuket ist eine von Thailands meistbesuchtesten Inseln und die meisten kommen, um Partys zu feiern. Vor allem der Patong Beach wird regelmäßig zum Ballermann Südostasiens. Phuket kann aber auch anders – und wir sind wirklich froh, diese Seite der Insel kennengelernt zu haben. Denn wenn wir nicht dort zum Surfen hingefahren wären, hätten wir diese Insel wahrscheinlich nie besucht. Man muss jedoch dazu sagen, dass wir in der Regenzeit dort waren, weshalb sich auch nur wenige Touristen dort aufgehalten haben. Zudem hatten wir auch noch Glück mit dem Wetter, denn es hat trotz besagter Regenzeit nur äußerst selten geregnet.
Hier findet ihr also unsere Route für eine Phuket Rundreise, welche übrigens an einem Tag gut mit dem Roller machbar ist. 

EINEN ROLLER MIETEN

Wie bereits in der Thailand Übersicht beschrieben, ist das mit dem Mieten eines Rollers gar nicht so einfach. Die meisten fahren nämlich nicht legal. Ich hinterlege euch diesbezüglich den Abschnitt noch einmal:

Thailand ist ein wahnsinnig beliebtes Reiseziel für Europäer und viele mieten sich gerne einen Roller vor Ort. Verständlicherweise ist das fahren mit einem Roller in einem Land wie Thailand ein tolles Erlebnis. Was viele nicht wissen: Sie fahren praktisch ohne Führerschein, denn der deutsche Internationale Führerschein ist in Thailand nicht anerkannt!
Für die Rollervermietung und etwaigen Polizeikontrollen wird dies keine Rolle spielen. Solltet ihr aber einen Unfall in Thailand haben, wird eure deutsche Kranken-, Unfall-, oder Haftpflichtversicherung eventuell für keinen Schaden aufkommen. Wenn ihr einen Blechschaden am Roller habt, ist das vielleicht noch verschmerzbar. Bei einem Personenschaden kann es aber sehr teuer werden und solche Kosten möchte man keinem zumuten.
Jetzt wird es spannend: Es gibt zwei Internationale Führerscheine. Solltet ihr den Führerschein haben, gemäß eines Abkommens aus 1926, fahrt ihr legal in Thailand. Da jeder ausgestellte Führerschein von heute allerdings gemäß des Abkommens aus 1968 ist, muss man den 1926er Führerschein explizit anfordern. Dies ist ein wenig umständlich, da selbst die Führerscheinstellen von diesem Schein keine Ahnung haben. Wenn ihr aber auf der Sicheren Seite sein wollt, solltet ihr diese Variante wählen.
Dass Versicherungen nicht gezahlt haben, da sie sich auf Fahren ohne Führerschein berufen, ist scheinbar noch nicht vorgekommen. Über die Rechtslage und das Risiko sollte dennoch jeder Bescheid wissen.
Diese ganze Prozedur ist übrigens nicht für den Schweizer Internationalen Führerschein gültig, denn hier besteht ein Abkommen. Mit unseren Schweizer Führerschein (mit Zusatz Klasse A) sind wir also komplett legal gefahren.
Der Zusatz Klasse A ist obligatorisch, denn 50er Roller findet man in Thailand vergebens.
Leider kann ich zu den Regelungen für Österreich nichts sagen.

Gemietet haben wir unseren Roller direkt in unserer Unterkunft. Meistens ist es in den Unterkünften etwas teurer, aber es vermittelt uns einen sichereren Eindruck als beim Verleih. Das ist allerdings der persönliche Geschmack. Schaut aber, dass ihr einen Helm dazubekommt. Meiner saß nicht gut und ich habe ihn zweimal austauschen müssen, bis er gepasst hat.

UNSERE ROUTE

1. PHUKET TOWN

Wir starten unsere Reise in Phuket Town. Hier waren wir für vier Tage untergebracht und dachten, es wäre eine gute Idee, von hier aus eine Tagestour zu starten. Die Stadt ist recht interessant, da sie Bauten im Sino-portugiesischen Stil (ein Mix aus portugiesischer Kolonialarchitektur und chinesischen Elementen) hat. Alex hat die Stadt von Anfang an begeistert, ich habe allerdings zwei oder drei Tage gebraucht um mich an die Stadt zu gewöhnen. Da wir zuvor unser Hotel in Strand Nähe hatten und nun in dieser recht chaotischen und lauten Stadt untergebracht waren, war das zunächst erst einmal ein kleiner Schock für mich. Aber als ich ihn überwunden habe, konnte auch ich so langsam den Charme der Stadt entdecken. Besonders hervorzuheben ist natürlich Old Phuket Town, in denen die Kolonialbauten zu finden sind. 
Wer Zeit hat, sollte einen Abstecher zum Jui Tui Tempel machen. Einem chinesisch-taotischen Tempel, welcher dem Vegetarier Gott Kiu Wong gewidmet ist. Solltet ihr zum berühmten Vegetarier Festival in Phuket sein, ist auf dem Tempel Platz einiges los. 

2. WAT CHALONG 

Wir empfehlen euch einen Besuch des größten buddhistischen Klosters Phukets: Wat Chalong. In Phuket gibt es übrigens 29 dieser Tempel.
Wat Chalong liegt etwa 8 km südöstlich der Stadt Phuket an der Straße 4021. Die Anlage ist recht weitläufig und besteht aus mehreren Gebäuden. Im Hauptgebäude gibt es gegen eine Spende von 20 Baht (oder wer möchte auch mehr) Räucherstäbchen und kleine Blattgold Blättchen. Diese Blattgold Blättchen könnt ihr an eine der verschiedenen Statuen anbringen und für positive Dinge wie gute Gesundheit etc. beten. Rechts neben dem Haupttempel befindet sich der große Chedi, der eine menge goldener Buddhas beherbergt. Man kann mehrere Etagen nach oben auf eine Aussichtsplattform laufen und hat so einen tollen Ausblick auf die ganze Tempel Anlage.
Für alle die nicht vertraut sind mit Tempelbesuchen:
1. Schultern und Knie sollten bedeckt sein
2. Bevor ihr den Tempel betretet, müsst ihr eure Schuhe ausziehen
3. Die Buddha-Figuren nicht anfassen
Geöffnet täglich von 08:00 Uhr bis 17:00 Uhr, der Eintritt ist frei.

3. LAERN PROM THEP VIEWPOINT

Auf der Route liegt der Learn Prom Thep Viewpoint. Hier haben wir nur eine kurz Rast gemacht und die Aussicht genossen. Eine der schönsten Viewpoints auf Phuket wie wir finden.

4. KARON VIEW POINT

Der Karon View Point ist der berühmteste Aussichtspunkt in Phuket. Das liegt daran, dass man von hier drei Strände auf einmal sehen kann: Karin Beach, Kata Beach und Kata Noi. Dies ist auch der Grund, weshalb sogar Busse hier halten und die Touristen massenhaft herbringen. Wir hatten diesen Viewpoint bereits vorab an einem anderen Tag besucht. Wir waren um 9:00 Uhr morgens dort und können diese Uhrzeit auch weiterempfehlen, denn es gab zu dieser Uhrzeit nur sehr wenige weitere Besucher. Als wir jedoch an unserem Rundreise Tag hier vorbeikamen, standen ein Bus uns recht viele Taxis dort. Entsprechend auch viele Leute. Wenn euch die Massen nicht viel ausmachen, dann gönnt euch einen Moment bei der tollen Aussicht. 

5. BIG BUDDAH

Der Big Buddha ist so ziemlich die bekannteste Sehenswürdigkeit auf der Insel. Bei jedem Touranbieter findet ihr ein Bild der Statue. Die Anlage ist noch nicht fertig gebaut, da sie auf Basis von Spendengeldern gefertigt wird, wenn ihr also dort seid, lasst doch etwas vor Ort. Der Buddha thront aber bereits fertig mit seinen 45 Metern Höhe und Marmorverkleidung über die gesamte Anlage.
Abgesehen von einer schönen Aussicht kann man in den Buddha und eine Ausstellung zum Bau der Statue ansehen. Es gibt mehrere kleine Statuen und man kann sich auch von Mönchen segnen lassen.
Geöffnet ist der Big Buddha von 06:00 Uhr bis 19:00 Uhr, der Eintritt ist frei.

6. KATA BEACH

Wir müssen ehrlich gestehen, wir haben uns schon ein wenig in den Kata Beach verliebt. Wir haben hier eine ganze Woche mit Surfen verbracht. Es soll der beste Strand zum Surfen in der Regensaison sein. Bei unserer Roller Tour haben wir noch einmal einen kurzen Stopp am Strand eingelegt um eine kleine Runde zu schwimmen und uns so etwas abzukühlen. 
Wer mehr zum Kata Beach lesen möchte oder zu unserer Surf Erfahrung kann unseren Beitrag hier lesen.

7. WAT PHRA THONG

Unser nächstes Ziel war Wat Phra Thong. Dort soll ein Buddha Kopf aus dem Boden ragen. Klang irgendwie seltsam, also wollten wir es uns natürlich ansehen. Abgesehen von dem schönen Tempel und dem – mit Blattgold überzogenen – Buddha gibt es hier aber tatsächlich nicht so viel zu sehen. Dennoch kann man hier absolute Ruhe genießen, da der Tempel von Touristen nur wenig besucht wird. Als wir die Anlage besucht hatten, war kein anderer Mensch anwesend.

Die Legende besagt, dass ein kleiner Junge und sein Wasserbüffel an just jener Stelle, an der heute der Buddha zu sehen ist, einen Pfahl vermutete, der aus der Erde ragte. Der Junge band seinen Wasserbüffel daran an, woraufhin beiden sofort schlecht wurde. Die Dorfbewohner wurden neugierig und schauten sich den Pfahl an. Beim Ausgraben stellte sich heraus, dass der Pfahl das Haarbüschel einer Buddhastatue war. Doch es gelang den Dorfbewohnern nicht, diese vollends auszugraben. Sie errichteten deshalb einen Tempel über der Statue. 

Im 18. Jahrhundert versuchten sich auch Angreifer aus Burma noch einmal daran, den Buddha auszugraben, doch auch ihnen gelang es nicht. Sie wurden der Legende zufolge von einem Schwarm Hornissen davon abgehalten. Diese Legende und die noch heute zum Teil in der Erde steckende Statue machen für viele Reisende den besonderen Reiz des Tempels Wat Phra Thong aus.

– Die Legende von Wat Phra Thong, Zitiert von Asien.org

Neben dem Wat Phra Thong befindet sich noch ein weiterer Tempel: Der Wat Phra Nang Sang, der älteste Tempel der Insel. Gute 250 Jahre ist er alt. Wenn ihr Zeit habt, besucht beide. Wir haben uns nur ersteren angesehen, da die Zeit schon ein wenig gedrängt hatte und wir noch zu einem Naturschutzgebiet wollten.
Wir haben uns hier auch Räucherstäbchen mit Blattgold Blättchen gekauft. Es gab Statuen die für verschiedene Symbole standen. Gesundheit, Freiheit, Wohlstand, etc. Wir haben jeweils drei Blättchen gehabt und je einen pro Statue angebracht. Wofür wir gebetet haben behalten wir aber für uns  
Öffnungszeiten: 08:00 Uhr bis 17:30 Uhr. Eintritt frei.

8. GIBBON REHABILITATION-CENTER / KAO PHRA THAEO PARK

Im Nordosten der Insel befindet sich das Naturschutzgebiet Kao Phra Thaeo Park. Das Areal ist 22 km² groß und ist das letzte Fleckchen Regenwald auf Phuket. Am Eingang befindet sich ein relativ großer Parkplatz. Der Eintritt beträgt 200 Baht für das ganze Gebiet und man könnte eigentlich einen kompletten Tag hier verbringen. Wenn man von Richtung Thalang kommt, kann man in etwa zwei Stunden den Park durchqueren bis man beim Gibbon Rehabilitation Center ist. Wir sind von der anderen Seite gekommen, haben also das Rehabilitation-Center gleich zuerst besichtigen können. Das Center ist von 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet. Hier werden verletzte Gibbons gepflegt, oder jene die zu alt, oder psychisch geschädigt sind, um wieder ausgewildert zu werden. Die Gibbons befinden sich in Gehgen und man kann sie beobachten und ihren recht außergewöhnlichen Lauten zuhören. Vor den Gehegen befinden sich ein paar Informationsschilder über die Gibbons und die in Südostasien leider immer noch recht verbreitet nicht artgerechte Haltung. Die Gibbon Babys werden von ihren Eltern getrennt (welche auch oftmals direkt erschossen werden), dressiert, kastriert, ihre Zähne werden gezogen und als Touristen Attraktion in Bars und Restaurants für Selfies ausgenutzt. Viele Besucher solcher Orte finden es niedlich und machen sich keine Gedanken darüber. 
Solltet ihr so etwas auf Reisen jemals beobachten, unterstützt dies bitte nicht. Die Tiere werden schrecklich gequält und haben auch starke psychische Probleme.
Das Gelände des Rehabilitation-Center selber, ist recht klein. Auch hier kann man wieder eine Spende da lassen oder ein Souvenir kaufen, um das Center zu unterstützen.
Wir sind anschließend noch ein wenig durch das Naturschutzgebiet spaziert und bis zum Bang Pae Wasserfall gekommen. Hier haben wir noch einmal gerastet und sind dann zurück zu unserem Roller gegangen. 

9. ZURÜCK NACH PHUKET TOWN

Nach dieser Rundreise ging es zurück zu unserer Unterkunft in Phuket Old Town. Die Rundreise, welche wir unternommen hatten, hat uns positiv überrascht. Mit dem Roller kommt man einfach noch einmal an ein paar anderen Ecken und schönen Landschaften vorbei, wie man sie bei einer Taxifahrt vielleicht nicht hätte. Der Sprit ist nicht teuer und wie ihr sicher mitbekommen habt, hat ausser dem Naturschutzgebiet nichts Eintritt gekostet. Es ist also sogar ein sehr günstiger Ausflugstag, an dem man die Highlights von Phuket erleben kann. Es hat sich definitiv gelohnt, da wir Phuket so noch besser kennenlernen durften und es uns noch mehr bestätigt hat, dass die Insel etwas ganz besonderes sein kann, wenn man weiß, wann und wo man sich umschauen sollte.

BONUS TIPPS 

Es gibt weitere Orte, welche wir besucht haben, jedoch nicht bei dieser Rundfahrt. Sie sind aber definitiv einen Besuch wert, weshalb ich sie hier als Bonus auflisten möchte:

SÜDOSTZIPFEL PHUKETS

Südöstlichlich von Phuket ragt ein kleiner Zipfel ins Meer. Hier haben wir uns drei Tage im wunderschönen Amatara Wellness Resort mit Privatstrand gegönnt. Die Strände hier sind wunderschön und noch sauber. Hier hatten wir auch unseren schönsten Sonnenaufgang- sowie Untergang. Die meisten Leute Besuchen diesen Abschnitt auf Phuket aufgrund des Marine Biological Research Center. Es ist wie ein Aquarium, welches Besucht werden kann und Fische zeigt, welche um die Insel herum leben oder noch ein paar Exoten auf Lager hat. Wir haben es Besucht, aber fanden es, um ehrlich zu sein, nicht zu spannend. Aquarien haben für uns mittlerweile einen negativen Eindruck (wie auch Zoos) und wir werden in Zukunft auf solche Einrichtungen wohl verzichten. 
Restaurants empfehlen wir ja selten, denn jeder hat einen anderen Geschmack, dennoch möchten wir das Ba´an Rao Restaurant & Bar besonders hervorheben. Wir waren zweimal hier essen und wir hatten das beste Essen während unserer Reise hier. Lasst euch vom eher heruntergekommenen Außenbild nicht erschrecken und probiert es aus – es ist wirklich sehr lecker und das Personal super freundlich.

FLUGHAFEN STRAND – MAI KHAO BEACH

Einen schönen Strand gibt es praktisch am Flughafen: Der Mai Khao Beach. Es ist möglich den Flugzeugen beim Starten und Landen zuzusehen. Der Strand ist aber nicht nur wegen des Flugverkehrs einen Besuch Wert. Er ist kilometerlang und war fast menschenleer. 

SCHNORCHELN BEI RACHA ISLAND

Wir hatten einen Schnorchel Trip bei Racha Island gebucht. An sich hatten wir einen tollen Tag und haben viele schöne Fische gesehen, jedoch müssen wir leider das viele Plastik erwähnen. Es waren so einige Tüten und Plastikflaschen im Wasser, was uns wieder einmal zeigt, dass man dringend etwas gegen dieses Plastikproblem unternehmen sollte.
An sich gibt es wirklich traumhaftes Wasser in Thailand, aber wenn man genauer hinsieht, kann man das Plastik einfach nicht übersehen. Dennoch bieten sich die umliegenden Inseln zum Tauchen und Schnorcheln an.

Surfcamp in Phuket

Surfcamp in Phuket

Ihr wollt im September nach Thailand fliegen? Ist da nicht Regenzeit?
Diese und andere skeptische nachfragen haben wir erhalten, als wir unsere Reisepläne kundtaten.

Aber ja, denn wir wollen ein Surfcamp besuchen und die Surfsaison ist nun mal in der Regenzeit.

Surfen in Thailand ist für viele immer noch ein Geheimtipp. Denkt man für einen Surftrip doch eher an Bali, Australien oder Hawaii. Aber Thailand, vor allem Phuket, hat ein paar tolle Ecken um das Wellenreiten zu lernen. Surfen zu lernen stand schon lange auf Alex Bucketlist – also musste der Punkt auch endlich mal erfüllt werden. Mit viel Sonnencreme und einer Freundin im Gepäck haben wir uns auf den Weg nach Phuket gemacht.

Wir müssen beide ehrlich gestehen, wenn wir nicht zum Surfen gekommen wären, hätten wir Phuket wohl nie einen Besuch abgestattet. Zu touristisch und zugemüllt – da hatten wir eigentlich eher weniger Lust drauf. Das Image des „Malle in Südostasien“ hat das noch bekräftigt. Dass wir von Phuket so begeistert sein werden, haben wir beide nicht erwartet. Wahrscheinlich trifft das Image überwiegend in der Hauptsaison zu. In der Regenzeit waren wenig Touristen unterwegs und die Restaurants teilweise leergefegt, wenn wir zum Essen kamen. Wir haben allerdings Patong – der Partymeile – keinen Besuch abgestattet, was uns eine relativ ruhige Reise bescherte.

REGENZEIT IN PHUKET – WAS BEDEUTET DAS?

Dauerregen? Fehlanzeige. Es hat ab und zu einen kurzen Schauer gegeben, die nicht einmal eine Stunde anhielten. Diese Regenschauer traten alle 2-3 Tage und meistens einmal am Tag auf. Manchmal waren wir morgens oder abends noch im Zimmer und haben nicht mal mitbekommen, dass es regnet. Manchmal waren wir gerade essen oder bei einer Massage – da hat der Regen auch nicht gestört. Wir waren nur einmal mitten im Regen und hatten für diesen Fall ein Regencape dabei. Unter Regenzeit haben wir uns etwas anderes vorgestellt – die Leute in unserem Umfeld übrigens auch.
Durch den Regen schießt die Luftfeuchtigkeit in die Höhe und es gibt auch mehr Mücken als in der Trockenzeit, deshalb solltet ihr ein gutes Spray einpacken. Wir würden das reisen in der Regenzeit aber jederzeit wiederholen. Weniger Touristen und günstigere Preise (Hotels bis zu 40 % günstiger) haben uns Willkommen geheißen.

DER KATA BEACH – UNSER ZUHAUSE FÜR EINE WOCHE

Für eine Woche nisten wir uns am Kata Beach ein. Hier haben wir das Surfcamp gebucht. Ich muss sagen, ich hatte mir „Surfcamp“ irgendwie anders vorgestellt. Mit mehr Leuten, die Abends zusammen ein Bierchen am Lagerfeuer trinken. War dann aber gar nicht so, was aber nicht weiter schlimm ist. Es wurde von der Surfschule für uns drei ein Hotel gebucht. Wir hatten ein Spezial Paket gebucht. 5 Tage surfen & 5 Nächte im Hotel, 2 Stunden Surfen am Tag und kostenfreiem ausliehen von Equipment, wenn man es nutzen möchte.
Das Hotel war das Kata Hiview Resort, nur 5 Gehminuten vom Strand entfernt. Unter einem Resort haben wir uns etwas anderes vorgestellt, aber das spielte keine Rolle, denn wir waren ja direkt am Strand.
Was uns gut gefallen hat ist, dass jeder einen persönlichen Coach hatte. Ob das so ist, weil wir die einzigen drei Schüler in dem Zeitraum waren, oder ob sie das immer so handhaben, können wir leider nicht sagen. So hatten wir jedenfalls 2 Stunden täglich persönliches intensives Training. Nach den zwei Stunden hatten wir Freizeit.

Der Kata Beach ist ein wirklich toller Anfänger Strand, mit relativ leichten Wellen. An manchen Tagen hatte es aber auch wirklich starken Wellengang. Gerade an den ersten zwei Tagen, wurden wir mit dem Roller ein Stück weiter nördlich des Strandes gefahren, da die Wellen dort etwas ruhiger waren. Alleine die Fahrten mit dem Roller waren eine Besonderheit für sich. Wer in Thailand schon Roller gefahren ist, weiß, wovon wir reden.

WIE LANGE SOLLTE MAN EIN SURFCAMP BUCHEN?

Die 5 Tage empfanden wir als Ideal. Wir hatten am dritten Tag schon ziemlich gequengelt und hätten uns einen Tag Pause zwischendurch gewünscht, aber man braucht ein paar Tage um hereinzukommen und sich stetig zu verbessern. Der letzte Tag war für uns alle auch der beste – wir hatten einfach einen riesigen Spaß auf den Wellen.
Zum Abschluss gab es noch ein fantastisches Essen mit allen Mitarbeitern der Schule. Wir sind erst mit einem Tuktuk 10 Minuten in irgendeine Gasse gefahren worden, zu der wir selbst wahrscheinlich nie gefunden hätten. Vor Ort gab es dann ein All-you-can-eat für nur 200 Baht (knapp 6 €) – was wirklich günstig ist! Für Vegetarier war hier allerdings die Auswahl überschaubar. Das Buffet punktete mit viel frischen Fisch und einer Auswahl an undefinierbarem Fleisch. Alex hatte jedenfalls seinen Spaß sich durchzuprobieren. Der Abend war super lustig. Es waren auch zwei Japaner dabei, welche schon seit Jahren zum Surfen an den Kata Beach kommen. Wir haben versucht uns unsere Sprachen näherzubringen und es wurde wirklich viel gelacht. Solche Abende mit locals machen eine Reise oft zu etwas ganz besonderem. Jedenfalls werden wir diese Woche am Kata Beach so schnell nicht vergessen.