Ein Wochenende im Brandnertal

Ein Wochenende im Brandnertal

Das Brandnertal – eine kleine Region in Vorarlberg, Österreich. Die Landschaft dort lädt zum Wandern und Erholen ein und lässt sich sehr gut an einem Wochenende erkunden! Vorarlberg grenzt sowohl an die Schweiz, Liechtenstein, als auch an Deutschland und ist daher für bestimmte Regionen schnell erreichbar. Von Zürich aus haben wir etwa zwei Stunden für unsere Anreise mit dem Auto benötigt. Mit dem Zug fährt man ähnlich schnell.

Diese Reise und unser Blogartikel entstanden in Zusammenarbeit mit Brandnertal Tourismus. Vielen Dank für die Einladung! Auf unsere ehrliche Meinung hat diese Zusammenarbeit keinen Einfluss.

Wandern um den Lünersee

Wir starten den Tag mit einer Wanderung um den Lünersee. Der See wurde 2019 zum schönsten See Österreichs gekürt. Uns wundert das nicht! Der See ist eingekesselt von Bergen und hat eine wunderschöne Farbe – so wie man es sich bei einem klassischen Postkarten Motiv vorstellt.
Auf 1.970 m Höhe liegt also einer der größten Bergseen der Ostalpen an dem man Wandern, Klettern oder auch Fischen kann. Wir haben uns für eine Rundwanderung um den See entschieden. Die Wanderung ist sehr einfach, nur am Anfang gibt es einen steilen Anstieg, wenn man die Wanderung im Uhrzeigersinn startet. Das steile Stück geht aber nicht sehr lange und ist auch für weniger fitte gut machbar. Rollstuhl- oder Kinderwagen geeignet ist der Rundweg aufgrund des Anstiegs allerdings nicht.

Man hat jederzeit einen wunderschönen Blick auf den See und hat viele Möglichkeiten für einen Foto-Stopp. In der Douglass Hütte habt ihr die Möglichkeit einzukehren. Wir haben uns allerdings eine andere Berghütte ausgesucht, da wir beim erreichen der Hütte noch keinen Hunger hatten. Dazu gleich mehr. 

Wanderung Fakten:

Distanz: 6,1 km
Gehzeit: ca. 2:00 Std
Schwierigkeit: Leicht
Kosten: Berg- & Talfahrt 21,50 € pro Erwachsenen, 12,50 € pro Kind

Mittagspause in der Schattenlagant Hütte

Mit der Bergbahn sind wir wieder zurückgefahren und bis zur Hütte Schattenlagant gelaufen. Hierfür muss man von der Bergstation „Lünersee“ nur etwa 10 Minuten bergab laufen.
Es wird leckere Hausmannskost serviert, die wir nach der Wanderung verschlungen haben. Es war wirklich sehr lecker und absolut empfehlenswert!

Panoramabahn und der Natursprüngeweg

Vom Restaurant ging es mit dem Bus wieder Richtung Brand. Dort haben wir unsere nächste Bergbahn genommen (Bus-Station „Brand, Dorfbahn“). Bei der Mittelstation wird dann in eine schöne Panoramabahn umgestiegen und unser Ziel ist die Bergstation am Gipfel des „Burtschasattel“. Von dort starten wir einen schönen Spaziergang – den Natursprüngeweg. Der Weg dauert etwa 1 1/2 Stunden und das Ziel ist die mittlere Bergstation, mit der wir später wieder nach Brand herunterfahren.

Auf dem Weg gibt es interaktive Stationen zum Thema Natur. Infotafeln und Knöpfe zum Abspielen von Audiodateien in verschiedenen Sprachen inklusive.
Was machen Bäume?
Warum sind Blumen bunt?
Wie klingt ein Auerhuhn?
Das alles und mehr könnt ihr auf dem Natursprüngeweg herausfinden. Da der Weg bergab geht und nicht sonderlich anspruchsvoll ist, ist der Weg auch super für Familien mit kleinen Kindern geeignet.

São Vicente
São Vicente

Wanderung Fakten:

Distanz: 4,6 km
Höhenmeter: 38 m
Dauer: ca. 1.5 h
Schwierigkeit: leicht
Kosten: Link zu den aktuellen Preise der Bergbahnen

Kurz vor Ende des Weges kehren wir in der Alpe Parpfienz ein. Auf 1528 M. ü. M. gönnen wir uns in dem gemütlichen Alpstüble eine frische Bananenmilch, Most, Muffins und ein Speckbrot. Die Erfrischung kommt gerade sehr gelegen und von der Bananenmilch bin ich so angetan, dass ich direkt eine zweite trinke. Die Milch wird dort ganz frisch selbstproduziert und das schmeckt man!
Nur Barzahlung möglich.

Mit der Bergbahn sind wir anschließend zurück nach Brand gefahren, um den Bus zurück nach Bludenz zu nehmen. Abends war noch Zeit für einen kleinen Rundgang und ein Abendessen in der schönen Ortschaft.

Frühstück mit Aussicht

Am nächsten Morgen ging es wieder mit der Brandner Dorfbahn hinauf zum Burtschasattel (die gleiche Bergbahn wie für den Natursprüngeweg). Diesmal sind wir allerdings zum Frühstücken da.
Direkt an der Bergbahnstation liegt das Restaurant Frööd. Jeden Sonntag wird hier ein Bergfrühstücksbuffet mit regionalen Spezialitäten angeboten. Mir persönlich haben es vor allem die Nougatknödel und Vorarlberger Riebel mit Apfelmus angetan.
Das Frühstück wird von 9.15 – 10.30 Uhr angeboten, man sollte also auf jeden Fall mit der ersten Bergbahn hochfahren, um genug Zeit zum Frühstücken zu haben.
Wer noch ein besonderes Erlebnis sucht: Im Sommer bietet das Frööd ein „
Mountain BBQ Bei Vollmond“ an.

Weitere Informationen findet ihr hier.

Loischkopf Wanderung

Gestärkt von unserem Frühstück im Frööd wandern wir nun zum Loischkopf. Hierfür gehen wir entgegen der Richtung vom vorherigen Tag. Die Wanderung geht zunächst durch einen Wald und teils steil bergauf. Auf dem Weg müssen wir auf Downhill-Fahrer achten, denn diese haben hier in der Region ein kleines Paradies für sich. Die Downhill-Wege und Wanderwege kreuzen sich aber nicht allzu häufig, von daher finden wir das auch gar nicht störend. Für uns war es sogar eher interessant zuzusehen, wie sie teilweise beeindruckende Sprünge hinlegten. Nach bereits 30 Minuten gelangen wir an den Gipfel des Loischkopfs auf 1.860 m Höhe.
Das Gipfelkreuz ist übrigens nicht ganz oben auf dem Berg, da direkt nach dem Gipfelkreuz ein neuer Gipfel anfängt.
Das Highlight am Loischkopf ist definitiv die Aussicht auf Bludenz, ins Klostertal sowie das Walsertal. Wir können hier kilometerweit schauen und haben uns definitiv in die Aussicht verliebt. Eine Bank lädt zum Verweilen ein. Bringt euch also einen kleinen Snack mit und genießt das Panorama.

Distanz: 2.5 km
Höhenmeter: 130 m 
Dauer: ca. 0.5 h
Schwierigkeit: leicht

Vom Loischkopf geht es jetzt entspannt bergab. Es kommen keine steilen Abschnitte, deshalb ist die Wanderung wirklich sehr knieschonend. Wir laufen überwiegend durch Wälder und haben immer wieder einen tollen Ausblick auf die Bergkulisse.
Wir landen am Ende bei der Biker Camping Area, an der auch die Einhornbahn II fährt. Von hier fährt ein Wanderbus, der uns zu einer regulären Bushaltestelle bringt.

Distanz: 6 km
Höhenmeter: 610 m runter
Dauer: ca. 2.5 h
Schwierigkeit: leicht

Fortbewegungsmittel

Wie kommt man im Brandnertal am besten von A nach B?

Wir sind mit unserem Auto bis nach Bludenz gefahren und haben dort auch übernachtet. Vor Ort konnten wir aber alles bequem mit dem öffentlichen Verkehr fahren.
Im Bus kann man zum Beispiel eine Tageskarte bis nach Brand kaufen und damit die Busse in der Region nutzen. Die Bergbahnen muss man natürlich immer separat bezahlen, sind ihr Geld aber auf jeden Fall wert.

Weitere Informationen zu den Bergbahnen findet ihr hier.
Weitere Informationen zum Verkehrsnetz & Preise findet ihr hier.

Fazit

Wir hoffen, unser Bericht über das Brandnertal hat euch gefallen! Wochenenden in den Bergen geben uns immer so viel Energie wie eine Woche Urlaub, deshalb haben wir uns besonders über die Einladung gefreut. Wir sind uns auch sehr sicher, dass wir wieder kommen werden.
Wart ihr schon einmal im Brandnertal?