Boarderlines – Rezension (Werbung)

16. Januar 2021

Bei Boarderlines – nicht zu verwechseln mit der Persönlichkeitsstörung Borderline – handelt es sich um ein autobiografisches Buch über die Liebe zum Surfen. Andi nimmt uns auf seiner Abenteuer auf über zehn Jahre in der Weltgeschichte mit und präsentiert diese auf amüsante Weise in seinem 400-Seiten starkem Buch.

Ich bedanke mich bei Andreas Brendt und dem CONBOOK Verlag für das kostenfreie Rezensionsexemplar.
Meine Meinung zum Buch wird davon nicht beeinflusst. 

INHALTSANGABE

»Wer mir einen nachvollziehbaren Grund nennen kann, erwachsen zu werden, bekommt sämtliches Gold der Welt, einen Oscar in allen Kategorien und sei gleichzeitig in die Hölle verbannt.«

Andi ist ein pflichtbewusster VWL-Student, dem eine lukrative Zukunft winkt. Doch dann entscheidet er spontan, sein Konto zu plündern und nach Asien aufzubrechen. Auf Bali wird er mit dem Surfvirus infiziert, und von nun an ist das Wellenreiten seine lebensbestimmende Leidenschaft, die ihn vor eine große Entscheidung stellt: Gibt er dem inneren Feuer Zündstoff oder ebnet er den Weg für die geplante Managerkarriere?

Die Suche nach der Antwort dauert zehn Jahre und führt über unfassbare Abenteuer, durch ferne Länder, zeigt Begegnungen mit außergewöhnlichen Menschen, skurrilen Typen und gefährlichen Gangstern. Und sie beschreibt den ständigen Kampf mit sich selbst auf dem Weg zum persönlichen Glück.

»Boarderlines« ist ein autobiografischer Reise-Roman über die schönsten Wellen dieses Planeten, die Sinnsuche und die Sehnsucht nach Abenteuer. Über ein Leben zwischen Pistolen, Edelsteinen, Malaria, einer entlegenen Insel, gemeinen Ganoven, allwissenden Professoren, und deutschen Bierdosen. Über Freundschaft und natürlich über die Liebe – zum Surfen, zu Menschen, zum Leben.

Ein Erlebnis für junge Wilde und solche, die es (noch immer) werden wollen.

Facts

Taschenbucht: 416 Seiten
Verlag: CONBOOK; Auflage: 9 (20. November 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783943176995
ISBN-13: 978-3943176995

Auf Amazon ansehen.

Aus Transparenzgründen möchte ich gleich erwähnen, dass Andreas mich direkt in Instagram angeschrieben und auf sein Buch aufmerksam gemacht hat. Ich habe es schon öfters im Laden liegen sehen, aber es hatte mich bisher nicht zum Kauf bewegt. 
Da wir im September ’19 in Thailand zum surfen waren und mich die Thematik dann doch reizte, habe ich mich dafür entschieden das Buch zu lesen um eine Rezension zu schreiben.

KANN MAN DAUER-SURFEN SPANNEND BESCHREIBEN?

Wie in der Inhaltsangabe bereits herauszulesen ist, geht es in erster Linie um das Surfen. Zwar reist Andi um die ganze Welt um die besten Spots zu finden, allerdings erfährt man als Leser nicht viel über die jeweiligen Länder, weshalb es nicht unbedingt als reine Reiselektüre zu betrachten ist. Das nur als Info vorab. Wer sich für Surfen interessiert wird sicher gefallen an den ganzen Passagen finden. Nicht-Surfen könnte das Buch stellenweise zu langatmig sein.
Spannend zu verfolgen ist die ewige Frage „Was soll ich mit meinem Leben anfangen?“ und wie der Autor mit ihr umgeht. Seine Träume zu verfolgen und nicht aufzuschieben ist definitiv ein Ansatz, den ich unterschreiben kann. Die Frage nach dem „was tun“ zieht sich als roter Faden durch das Buch und wird von den tollen Surfgeschichten ausgeschmückt. 
Das Buch spricht vor allem jüngeres Publikum an, da der Schreibstil eher einfach und direkt gehalten ist. An manchen stellen vielleicht zu direkt, aber das ist Geschmacksache („Wir machen rum, sie lutscht gierig an meinem Schwanz“).
Die gewählte Ausdrucksform führt aber auch dazu, dass man sich sehr gut in die einzelnen Szenen hineinversetzen kann. Es wirkt genauso, wie eine Erzählung eines guten Kumpel bei einem Bierchen.

Insgesamt ist das Buch sehr humorvoll geschrieben und ich musste auch an einigen Stellen schmunzeln. Mir hat der Einblick in die Gedankenwelt von Andi gefallen. Die Zweifel, die Unsicherheiten, der Liebeskummer und auch die Einsamkeit. Das hat ihn noch einmal menschlicher gemacht, kommt er im Buch manchmal etwas selbstverherrlichend herüber.

Die erste Hälfte des Buches beschreibt seine Abenteuer und Begegnungen mit Locals noch recht ausführlich, gegen Ende werden die Kapitel immer knapper und man hat nicht mehr das Gefühl dabei zu sein. Schade – so hätte ich mir die Kapitel um Fiji oder Chile ausführlicher gewünscht, wohingegen Bali mehrfach einen Auftritt genießt. 

Sehr schön beschrieben sind die Begegnungen mit Einheimischen, wenn es denn nicht gerade um potentielle Sex Partnerinnen geht. Er ist immer sehr aufgeschlossen und dankbar über Begegnungen mit Menschen und freundet sich mit den Locals an. Wenn er Abenteuer mit ihnen erlebt, sind das Geschichten die mein Herz berühren. 

Was ich persönlich sehr schade finde ist, wie Andreas über Backpacker schreibt. Mit ihrem Lonely Planet in der Hand beschreibt er sie eher abwertend und Surfer als das Non-Plus-Ultra. Eine solche Verallgemeinerung empfande ich als sehr unangebracht. Jeder Reisestil/Mensch ist anders und auch unter Backpackern und Surfern gibt es wieder große Unterschiede wie sie ein Land kennenlernen.

Fazit

Das Buch kann ich leider nicht uneingeschränkt weiterempfehlen. Ein gewisses Grundinteresse am Surfen sollte vorhanden sein, sonst kann es sein, dass man das Buch schneller weglegt als man sollte. Insgesamt empfinde ich es als solide und es macht definitiv Lust in den nächsten Flieger zu steigen und selbst aufs Brett zu hüpfen. 

MEHR ÜBER DEN AUTOREN

Geschrieben von Claudia

16. Januar 2021

Hi, wir sind Claudia & Alex!

Zuhause, Schweiz

Wir sind zwei reisesüchtige mit Vollzeitjob. Den Blog „Globusgeflüster“ betreiben wir mit voller Leidenschaft in unserer Freizeit. Da wir 2017 in die Schweiz ausgewandert sind, war der Blog ursprünglich als Seite für Familie und Freunde in Deutschland gedacht. Mittlerweile haben wir aber viele neue Leser dazu gewonnen und der Blog wächst stetig weiter.

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